An der Rudower Straße 184 in Neukölln soll ein weiteres Wohnprojekt mit klar sozialer Ausrichtung entstehen. Geplant sind barrierefreie Wohnungen, geförderter Familienwohnraum sowie soziale Infrastruktur, die an ein bereits bestehendes Ensemble anschließt und das Quartier langfristig ergänzen soll.

Die derzeit unbebaute Fläche zwischen den Bestandsgebäuden ist für den nächsten Bauabschnitt vorgesehen. Hier sollen die beiden Neubauten realisiert werden, die das Angebot an betreutem Wohnen, geförderten Familienwohnungen sowie ergänzender sozialer Infrastruktur erweitern, die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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An der Rudower Straße 184 in Neukölln plant die DEGEWO ein weiteres Neubauvorhaben, das den Wohnungsbestand im Bezirk erweitern soll. Geplant sind insgesamt 86 barrierefreie Wohnungen, die sich auf zwei fünfgeschossige Neubauten verteilen. Dabei richtet sich das Projekt bewusst an unterschiedliche Zielgruppen, denn es verbindet seniorengerechtes Wohnen mit familienfreundlichen Angeboten und gefördertem Wohnraum.
In Haus 1 entstehen 64 Wohnungen mit ein und zwei Zimmern. Diese Einheiten sind speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten und werden über einen Träger für betreutes Wohnen an Seniorinnen und Senioren vermietet. Gleichzeitig ergänzt Haus 2 das Angebot um 22 Mietwohnungen, die überwiegend vier Zimmer umfassen. Das Land Berlin fördert diese Wohnungen, sodass sie Menschen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung stehen. Auf diese Weise entsteht ein Nutzungsmix, der unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigt und soziale Vielfalt fördert.
Soziale Infrastruktur im Quartier an der Rudower Straße: Pflegeangebote und Kita geplant
Neben dem Wohnungsbau integriert das Projekt gezielt soziale Infrastruktur in das Gesamtkonzept. In Haus 1 richtet die LebensRaumHeute GmbH eine Tagespflege ein, die älteren Menschen ein wohnortnahes Betreuungsangebot bietet. Dadurch entstehen kurze Wege, während gleichzeitig die Selbstständigkeit der Nutzerinnen und Nutzer erhalten bleibt.
Auch Haus 2 erhält eine ergänzende soziale Nutzung. Dort plant die Familya gGmbH den Betrieb einer Kita mit rund 30 Plätzen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Familien aus dem Quartier und stärkt die Vereinbarkeit von Wohnen und Betreuung. Zudem trägt die Kombination aus Tagespflege und Kita dazu bei, die soziale Durchmischung am Standort weiter zu fördern.
Außenräume und Nachhaltigkeit in Neukölln: Grünflächen, Mobilität und Regenwassernutzung
Darüber hinaus legt das Projekt einen Schwerpunkt auf die Gestaltung der Außenräume. Geplant sind Spiel und Bewegungsflächen für verschiedene Altersgruppen, sodass sowohl Kinder als auch ältere Menschen geeignete Aufenthaltsbereiche finden. Ergänzend entstehen rund 150 Fahrradstellplätze sowie vier Stellplätze für Pkw, wodurch nachhaltige Mobilität unterstützt wird.
Auch ökologische Aspekte fließen in die Planung ein. Neue Baumpflanzungen werten die Freiflächen auf und verbessern zugleich das Mikroklima. Das anfallende Regenwasser auf dem Grundstück versickern und für die Bewässerung der Grünanlagen genutzt werden. Außerdem sollen die Gebäude ressourcenschonend betrieben werden können.
Stadtentwicklung an der Rudower Straße in Neukölln: Vom Schulstandort zum Wohnquartier
Das Bauvorhaben befindet sich auf einem rund 1,3 Hektar großen Areal, das früher von der Lise-Meitner-Schule genutzt wurde. Nachdem die Schule in einen Neubau umgezogen war, riss man den Altstandort ab und bereitete das Grundstück für eine neue Nutzung vor. Bereits im Oktober 2024 sah ein Bebauungsplan für das Areal Wohnungsbau sowie Unterkünfte für geflüchtete Menschen vor.
Der Baustart für die neuen Wohngebäude war für November 2025 vorgesehen. Bislang hat man das Grundstück umzäunt und für die geplanten Neubauten vorbereitet, jedoch haben die eigentlichen Bauarbeiten noch nicht begonnen. Die Fertigstellung des Projekts ist für den Sommer 2027 geplant.
Bestehende Nutzung und Entwicklung des Grundstücks in Neukölln: Ergänzung eines sozialen Standorts
Auf dem Grundstück befinden sich bereits zwei Gebäude, die aktuell als Unterkünfte für geflüchtete Menschen genutzt werden. Diese Gebäude entstanden in den vergangenen Jahren und sind derzeit bewohnt. Nach Ablauf der befristeten Nutzung sollen die Wohnungen in die reguläre Vermietung übergehen.
Der geplante Neubau ergänzt damit einen Standort, der schon heute eine wichtige Rolle für die soziale Infrastruktur in Neukölln spielt. Gleichzeitig stärkt das Projekt das Angebot an barrierefreiem und gefördertem Wohnraum und trägt so zur langfristigen Entwicklung des Quartiers bei.

Auf diesem Teil des Grundstücks an der Rudower Straße sollen ab November 2025 zwei neue fünfgeschossige Wohngebäude entstehen. Geplant sind insgesamt 86 barrierefreie Wohnungen für Seniorinnen und Senioren sowie für Familien mit Wohnberechtigungsschein, aktuell ist die Fläche abgezäunt und baulich vorbereitet, der Hochbau hat jedoch noch nicht begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die bereits errichteten und bezogenen Gebäude auf dem Areal gehören zum ersten Entwicklungsabschnitt und werden derzeit als Unterkünfte für geflüchtete Menschen genutzt. Nach der befristeten Nutzung sollen diese Wohnungen in die reguläre Vermietung übergehen und gemeinsam mit den geplanten Neubauten ein dauerhaftes Wohnquartier bilden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: DEGEWO, Bezirksamt Neukölln, LebensRaumHeute GmbH
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