Am Heinrich-Schütz-Platz entsteht mit dem „VIS-À-VIS“ ein Neubau mit 36 Eigentumswohnungen, der eine der letzten Baulücken in der Leipziger Südvorstadt schließt. Mit Quadratmeterpreisen von bis zu 7.990 Euro liegt das Projekt deutlich über dem Marktdurchschnitt des Stadtteils.

Bauzaun mit Baywobau-Werbebanner, dahinter eine Baustelle mit gelbem Betonmischer, rotem Kran und einer grauen Brandwand im Hintergrund.

Die Südvorstadt gilt als eines der beliebtesten Wohnviertel Leipzigs: Die zentrale Lage nahe Universität und Innenstadt, sanierte Altbauten sowie Grünflächen wie der Heinrich-Schütz-Platz und der nahe Auwald machen den Stadtteil vor allem bei jungen Menschen gefragt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Heinrich-Schütz-Platz in der Leipziger Südvorstadt entsteht auf einem ehemaligen Parkplatz das Wohnprojekt „VIS-À-VIS“ der Baywobau. Der sechsgeschossige Neubau ergänzt die historische Blockrandbebauung und schließt eine der letzten Baulücken des dicht besiedelten Stadtteils.

„VIS-À-VIS“ in der Hardenbergstraße: 36 Eigentumswohnungen mit Balkon oder Terrasse

Geplant sind 36 Eigentumswohnungen mit zwei bis drei Zimmern und Wohnflächen von etwa 50 bis 81 Quadratmetern. Historisierende Fassadenelemente und klassizistische Details sollen das Gebäude gestalterisch mit der umliegenden Gründerzeitbebauung verbinden.

Jede Wohnung erhält einen Balkon oder eine Terrasse. Im Erd- und Untergeschoss sind zudem Stellplätze und Fahrradabstellmöglichkeiten vorgesehen. Die Bebauung des bislang versiegelten Grundstücks soll dem Straßenraum am Heinrich-Schütz-Platz künftig eine klarere bauliche Fassung geben.

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Baufortschritt am Heinrich-Schütz-Platz: Tiefbau läuft

Baustellengelände mit Bewehrungsstahl und Holzbalken im Vordergrund, im Hintergrund eine unverputzte Hauswand mit der Graffiti-Aufschrift „Lang lebe Chemie Leipzig, Ultras" sowie ein blauer Container.

Direkt am Heinrich-Schütz-Platz läuft derzeit die Tiefbauphase. Die Baugrube ist bereits ausgehoben und gesichert, als Nächstes folgt die Gründung des Gebäudes./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Auf der Baustelle läuft derzeit der Tiefbau. Die Baugrube ist bereits ausgehoben und gesichert, sodass als nächster Schritt die Gründung des Gebäudes folgt. Nach der Fertigstellung des Fundaments und des Untergeschosses folgen üblicherweise Rohbau, Ausbau und Fassadenarbeiten, bevor Eigentümerinnen und Eigentümer einziehen können.

Ein konkreter Fertigstellungstermin liegt bislang nicht vor, bei einem Projekt dieser Größe ist jedoch üblicherweise von mehreren Jahren Bauzeit auszugehen.

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Neubauprojekte in Leipzig: Preis-Leistungs-Verhältnis im Blick

Die Wohnungen sollen dem Effizienzhaus-40-Standard mit QNG-PLUS-Zertifizierung entsprechen, wofür unter anderem Dreifachverglasung und eine Fußbodenheizung notwendig sind. Zudem gilt das Projekt als förderfähig nach dem KfW-Programm für klimafreundlichen Neubau, was zinsgünstige Kredite ermöglicht. Die Verkaufsunterlagen beschreiben die Ausstattung als hochwertig, wobei sich ein Teil der genannten Standards ohnehin aus der angestrebten Energieklasse ergibt und mittlerweile bei vielen Neubauten üblich ist.

Der Kaufpreis liegt zwischen 7.590 und 7.990 Euro pro Quadratmeter und damit deutlich über dem Marktdurchschnitt. Laut Immoportal.com kosten Bestandswohnungen in der Südvorstadt aktuell im Schnitt rund 3.600 bis 3.900 Euro pro Quadratmeter, Neubauten nach 2015 liegen bei etwa 4.300 Euro. Damit bewegt sich „VIS-À-VIS“ spürbar über dem, was selbst für Neubauten in dieser Lage sonst üblich ist.

Wohnen in der Südvorstadt: Gefragte Wohngegend in Leipzig

Die Südvorstadt ist mit über 24.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der bevölkerungsreichste Ortsteil Leipzigs. Seit den späten 1990er Jahren wächst die Bevölkerung kontinuierlich, wobei besonders junge Menschen zwischen 25 und 40 Jahren stark vertreten sind. Besonders auffallend ist der Bildungsgrad: Ein Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner verfügt über einen Hochschulabschluss, entsprechend siedelt sich hier vorrangig ein gehobenes Bildungsbürgertum an. Dies könnte die gehobenen Preise begründen, dennoch bleibt weiterhin offen, ob sich die Wohnungen zu diesem Preis veräußern lassen.

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Die Nähe zur Universität Leipzig, zu den Fachhochschulen sowie zur Karl-Liebknecht-Straße mit ihren Cafés und Geschäften macht den Stadtteil bei jüngeren Bewohnerinnen und Bewohnern beliebt. Auch der Heinrich-Schütz-Platz sowie die angrenzenden Grünflächen tragen zur Wohnqualität des Viertels bei.

Quellen: Baywobau, Stadt Leipzig, Wikipedia, Immoportal 

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