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An der Franklinstraße in Berlin-Charlottenburg werden die historischen Gebauer Höfe erweitert. Die Erweiterung „Gebauer Wateryards“ der GSG ergänzt die Höfe um zwei moderne Neubauten. Das Projekt verbindet denkmalgerechte Sanierung mit zeitgenössischer Architektur und schafft neue Gewerbeflächen direkt an der Spree.
Zu sehen ist ein moderner Glasneubau mit Gerüst und Baukran, flankiert von historischen Backsteingebäuden und einer spiegelnden Glasfassade auf der rechten Seite.

Unter dem Projektnamen „Gebauer Wateryards“ entstehen derzeit vier neue beziehungsweise überarbeitete Gebäude an der Spree. Zwei davon werden neu errichtet, während zwei bestehende Altbauten saniert und teilweise aufgestockt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Im Westen Berlins entwickelt sich ein traditionsreicher Gewerbestandort weiter. Die Gebauer Höfe an der Franklinstraße 9 bis 15a in Charlottenburg befinden sich seit dem 19. Jahrhundert im gewerblichen Gebrauch und wurden ursprünglich als Textil- und Maschinenfabrik genutzt. Heute prägt das Ensemble mit seinen roten Klinkerfassaden das Spreeufer.

Das Areal soll nun durch ein neues Bauvorhaben aufgewertet werden. Unter dem Projektnamen „Gebauer Wateryards“ entstehen vier neue beziehungsweise überarbeitete Gebäude. Zwei davon werden neu errichtet, während zwei bestehende Altbauten saniert und teilweise aufgestockt werden. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten und erweitern die vorhandene gewerbliche Nutzung um zusätzliche Flächen für Büros, Werkstätten und Produktionsräume. Die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG Berlin), die das Gelände betreibt, gehört zu den Beteiligten der Entwicklung.

Neue Baukörper und städtebauliche Verbindung: Zwei Neubauten an der Spree bringen Struktur und Aufenthaltsqualität

Ein erster Neubau mit dem Namen „Julius“ befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Baustadium. Das Gebäude zeichnet sich durch eine moderne Glas-Stahl-Fassade aus, die mit ihrer klaren Geometrie bewusst einen Kontrast zur Ziegelfassade des angrenzenden Bestandsbaus setzt. Dennoch fügt sich die Architektur durch ihre ruhige Struktur harmonisch in das historische Umfeld ein.

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Parallel dazu wird ein zweiter Neubau mit dem Namen „Friedrich“ geplant. Entworfen wurde dieser vom Büro Hillig Architekten. Besonders auffällig ist hier die Gestaltung des Obergeschosses, das in Richtung Spree auskragen soll. Auf diese Weise entsteht Platz für eine Außenterrasse mit Blick auf das Wasser. Zwischen Gebäude und Spree wird zudem eine neue Uferpromenade angelegt, die das Gelände öffentlich zugänglich macht. Auch in der Gestaltung der Fassade zeigt sich der Versuch, historische Bezüge aufzunehmen und gleichzeitig eine Verbindung zu benachbarten Neubauten herzustellen.

Historische Substanz bleibt erhalten und wird ausgebaut: Sanierung und Aufstockung zweier Bestandsgebäude

Neben den beiden Neubauten werden auch zwei der historischen Industriegebäude des Areals umfassend Ausgebaut. Die Gebäude mit den Projektnamen „Oskar“ und „Fritz“ werden modernisiert und teilweise um zusätzliche Etagen ergänzt. Insgesamt sollen durch alle Baumaßnahmen etwa 7.730 Quadratmeter neue Gewerbeflächen entstehen, verteilt auf 18 Einheiten.

Die Flächen werden dabei für unterschiedliche gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Bereits heute befinden sich auf dem Areal verschiedene Büros, Werkstätten, ein Fitnessstudio und weitere Gewerbetreibende. Die neuen Einheiten sollen diesen Nutzungsmix ergänzen und erweitern. Ziel ist es, die Attraktivität des Standorts langfristig zu sichern und neue Mieterinnen und Mieter zu gewinnen.

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Standortvorteile im städtischen Kontext: Spreeblick, TU-Nähe und zentrale Lage in Charlottenburg

Die Gebauer Höfe profitieren von ihrer Lage in der Nähe des Ernst-Reuter-Platzes. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Technischen Universität Berlin, sowie zu Hotels, Banken und weiteren Dienstleistern. Die direkte Anbindung an die Spree verleiht dem Standort darüber hinaus eine besondere Aufenthaltsqualität.

Auf der gegenüberliegenden Flussseite beginnt bereits der Ortsteil Moabit. Auch dieser Bereich entwickelt sich zunehmend zu einem urbanen Gewerbestandort. Die „Gebauer Wateryards“ ergänzen somit nicht nur das historische Ensemble an der Franklinstraße, sondern fügen sich auch in einen größeren städtischen Zusammenhang ein, in dem sich Tradition und Moderne gegenseitig bereichern.

Am Spreeufer sind Baucontainer, ein hoher Schornstein, ein eingerüstetes Altgebäude und ein großer Baukran zu sehen.

Der Neubau „Friedrich“ wird mit auskragendem Obergeschoss und Uferterrasse direkt an der Spree positioniert. Er wurde vom Berliner Architekturbüro Hillig Architekten entworfen. / © Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

Zu sehen ist ein moderner Glasneubau mit Gerüst und Baukran, flankiert von historischen Backsteingebäuden und einer spiegelnden Glasfassade auf der rechten Seite.

Der Neubau „Julius“ an der Franklinstraße ist nahezu fertiggestellt. Die moderne Glasfassade kontrastiert bewusst mit dem benachbarten historischen Ziegelbau, fügt sich aber dennoch in das Gesamtbild der Gebauer Höfe ein. / © Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Architektur-Urbanistik.berlin, Thomas Hillig Architekten, GSG Asset Management GmbH

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