Wer künftig durch die Gartenstadt Tempelhof radelt oder zu Fuß unterwegs ist, kann sich auf mehr Platz und Sicherheit freuen. Der Bezirk baut die südliche Manfred-von-Richthofen-Straße in diesem Jahr um und geht damit gegen den Durchgangsverkehr vor.

Gelbes Wohngebäude mit Torbogen-Durchfahrt, davor parkende Autos.

Die südliche Manfred-von-Richthofen-Straße zwischen Tempelhofer Damm und Werner-Voß-Damm wird 2026 zur Fahrradstraße umgebaut. Radfahrende erhalten künftig Vorrang, während Autos die Strecke nur noch als Anliegerverkehr nutzen dürfen. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 3.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Colin Smith, CC BY-SA 2.0

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Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg baut die südliche Manfred-von-Richthofen-Straße in diesem Jahr zur Fahrradstraße um. Der Abschnitt zwischen Tempelhofer Damm und Werner-Voß-Damm gehört zum Radverkehrsnetz Berlin, das schrittweise ausgebaut wird, wobei aktuell nur wenige Bezirke voran kommen. Damit setzt der Bezirk einen weiteren Baustein dieses Netzes um.

Gleichzeitig fügt sich die Maßnahme in das Verkehrskonzept Gartenstadt ein. Dieses Konzept geht auf Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung zurück und wurde deshalb in einem mehrstufigen Verfahren gemeinsam mit Anwohnenden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern entwickelt.

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Vorrang für Fahrradfahrende in Tempelhof: Neue Regeln für Rad-, Auto- und Fußverkehr

Auf der künftigen Fahrradstraße erhalten Radfahrende Vorrang, während Autos die Strecke nur noch als Anliegerverkehr befahren dürfen. Damit die Sicherheit steigt, sorgen künftig regelmäßige Piktogramme, eine grüne Markierung der Fahrbahngasse sowie eine Kennzeichnung des sogenannten Dooringbereichs dafür, dass Radfahrende besser geschützt sind.

Außerdem profitieren Zufußgehende vom Umbau. Insgesamt zwölf neue, markierte Querungsstellen sollen künftig das Überqueren der Straße erleichtern.

Sperrung für Durchgangsverkehr am Rumeyplan: Modalen Filter soll Verkehr regeln

Mit der Einrichtung der Fahrradstraße setzt der Bezirk zudem einen sogenannten modalen Filter auf Höhe des Rumeyplans um. Ein solcher Filter versperrt Autos, zum Beispiel durch Poller, die Durchfahrt an einer bestimmten Stelle, lässt Rad- und Fußverkehr jedoch weiterhin passieren. Dadurch können künftig nur noch Rad- und Fußverkehr die gesamte Straße durchqueren, während für Kraftfahrzeuge die Durchfahrt am Rumeyplan endet.

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Anliegerinnen und Anlieger der Manfred-von-Richthofen-Straße erreichen ihre Ziele dennoch weiterhin mit dem Auto. Der Filter soll die Fahrradstraße entlasten und dadurch den Ausweichverkehr vom Tempelhofer Damm über die Straße wirksam unterbinden.

Grüne, von Bäumen gesäumte Straße mit parkenden Autos und Wohnhäusern.

Ruhige, baumbestandene Straßen prägen den Charakter der Gartenstadt Neu-Tempelhof. Mit der neuen Fahrradstraße will der Bezirk diesen Charakter stärken und den Durchgangsverkehr weiter reduzieren. / © Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 3.0

Einschätzung aus dem Bezirksamt: Bezirksstadträtin nennt mehrere Ziele der Maßnahme

Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, mit der Fahrradstraße erreiche der Bezirk gleich zwei Ziele, der Radverkehr würde gestärkt werden und zugleich soll der Ausweichverkehr vom Tempelhofer Damm über die Gartenstadt aktiv unterbunden werden. Mit dem modalen Filter, der den Durchgangsverkehr herausfiltere, setze der Bezirk außerdem ein zentrales Element des Verkehrskonzepts zur Verkehrsberuhigung um.

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Auch der Fußverkehr profitiere von der Maßnahme, so Ellenbeck weiter, denn durch die neuen Querungsstellen sowie die künftig leichtere Querung der Straße auf Höhe des Gartendenkmals Parkring entstehe mehr Komfort und Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger.

Kontext des Umbaus: Fahrradstraße als Teil des Verkehrskonzepts Gartenstadt

Von 2021 bis 2023 entwickelte der Bezirk das Verkehrskonzept für die Gartenstadt auf Basis von BVV-Beschlüssen und unter großer Bürgerbeteiligung. Daraus wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt, etwa die Radverkehrsanlage auf der Boelckestraße, Tempo 30 auf derselben Strecke, zwei Zebrastreifen sowie zuletzt im vergangenen Sommer die Parkraumbewirtschaftung.

Mit der Fahrradstraße in der südlichen Manfred-von-Richthofen-Straße realisiert der Bezirk nun ein weiteres Element des Konzepts. Ergänzend dazu gestaltet die GrünBerlin GmbH den Platz der Luftbrücke sowie die nördliche Manfred-von-Richthofen-Straße um.

Manfred-von-Richthofen-Straße

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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2 Kommentare

  1. 41er 21. August 2026 at 03:32 - Reply

    Man kann nur sagen: endlich. Ich weis nicht genau wann es angefangen hat aber zu irgendeinem Zeitpunkt hat sich der Verkehr auf dem parallel verlaufenden Tempelhofer/Mehringdamm extrem verstärkt, vielleicht so ab 2005 und seit dem besteht extrem viel schleichverkehr direkt durch das Fliegervierteil mit seinen schmalen Straßen, Plätzen, Tempo 30 und rechts vor links. Wenn man sich dort mal die Begrenzung der Mittelstreifen ansieht, dann weiß man was los ist. Wirklich überraschend, dass hier sogar ein modalfilter eingesetzt wird, um den Radverkehr zu schützen und die Funktion der Fahrradstraße zu garantieren, mehr davon bitte. Da tut der fehlende Radweg auf dem Mehringdamm auch nicht mehr so weh.

  2. Matthias 23. August 2026 at 06:57 - Reply

    ich finde Maßnahmen eine absolute Frechheit der ganze Verkehr fließt dann nur noch über den Tempelhofer Damm die ganzen Leute die am Tempelhofer Damm wohnen wegen den ganzen Dreck alleine ab.Für die Haute Volet die in den Häusern in den Seitenstraßen wohnen ist es mmer sauberer und ruhiger. Die Leute in der Hauptstraße kriegen den ganzen Lärm und den Dreck ab.

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