In Karlshorst entsteht derzeit eines der größten Wohnquartiere im Berliner Osten. Ein neuer Bauabschnitt bringt 194 geförderte Mietwohnungen in eine Gegend, die für steigende Mieten bekannt ist. Das Projekt soll nicht nur Wohnraum, sondern auch soziale Infrastruktur bieten.
Beim Richtfest: v.l.n.r. Prof. Petra Kahlfeld (Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen), Ulrich Schiller (Geschäftsführer HOWOGE), Sabine Helterhoff, Martin Schaefer (Bezirksbürgermeister Berlin-Lichtenberg)

Richtfest in der Gartenstadt Karlshorst: v.l.n.r. Prof. Petra Kahlfeld (Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen), Ulrich Schiller (Geschäftsführer HOWOGE), Sabine Helterhoff, Martin Schaefer (Bezirksbürgermeister Berlin-Lichtenberg). / © Foto: Bonava

© Foto & Visualisierungen: Bonava

 

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Am Freitag, den 11. Juli, wurde in Karlshorst ein weiterer Schritt in Richtung bezahlbaren Wohnraum gefeiert. Der schwedische Wohnprojektentwickler Bonava und die landeseigene HOWOGE luden zum Richtfest für 194 Mietwohnungen im Quartier „Gartenstadt Karlshorst“. Anwesend waren neben Vertretern der Unternehmen auch Politikerinnen und Politiker aus Bezirk und Senat.

Von den entstehenden Wohnungen sind fast alle öffentlich gefördert und werden an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vergeben. Im Schnitt sind die Wohnungen 53 Quadratmeter groß. Ein Großteil verfügt über zwei Zimmer, einige bieten auch drei Zimmer und mehr Platz für Familien. Ergänzt wird das Angebot durch eine Kindertagespflege im Erdgeschoss.

Neue Wohnungen in Berlin-Karlshorst: Kooperation soll bezahlbare Mieten sichern

Die Nachfrage nach Wohnungen in Karlshorst ist seit Jahren hoch. Nach Angaben der HOWOGE liegt die Angebotsmiete laut Wohnungsmarktreport Berlin 2025 mittlerweile bei über 18 Euro pro Quadratmeter. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft will dem entgegenwirken. Ulrich Schiller, Geschäftsführer der HOWOGE, machte deutlich, dass das Unternehmen auch in gefragten Lagen bezahlbare Mieten sichern wolle. Dazu setze man auf eigene Neubauten und Kooperationen mit privaten Entwicklern.

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Die Zusammenarbeit mit Bonava sei ein Beispiel dafür. Insgesamt sollen im Quartier „Gartenstadt Karlshorst“ bis 2031 rund 526 neue Wohnungen entstehen. Neben den 194 geförderten Mietwohnungen sind auch Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser geplant.

Nachhaltige Energieversorgung und Platz für Familien: So soll das Quartier in Karlshorst gestaltet werden

Das Wohnquartier soll nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern auch einen Beitrag zum Stadtklima leisten. Alle Gebäude erhalten begrünte Dächer, die teilweise mit Solaranlagen ausgestattet werden. Außerdem wird ein nahegelegener Park mit Teich renaturiert. Spielplätze und Erholungsflächen sollen das Quartier besonders für Familien attraktiv machen.

Ein Nahversorger in direkter Nähe soll die Wege für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner kurz halten. Bonava betonte, dass es eines der größten Projekte des Unternehmens in Berlin sei. Man wolle damit einen Beitrag leisten, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

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In Lichtenberg entsteht neuer Wohnraum: Fertigstellung für 2026 geplant

Die neuen Mietwohnungen sollen bis 2026 fertiggestellt und von der HOWOGE in den eigenen Bestand übernommen werden. Damit sollen langfristig stabile Mieten für Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen gesichert werden. Die Verantwortlichen aus Senat und Bezirk betonten beim Richtfest die Bedeutung solcher Projekte für eine soziale Durchmischung.

Die „Gartenstadt Karlshorst“ soll zeigen, wie Kooperationen zwischen privater und öffentlicher Wohnungswirtschaft neue Perspektiven für bezahlbares Wohnen eröffnen können. Für Lichtenberg und insbesondere Karlshorst ist das Quartier ein weiterer Baustein, um dem wachsenden Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden.

Visualisierung des Wohungsneubauprojekts der Bonava in Karlshorst, Hinterhof mit Spielplatz und Begrünung

© Visualisierung: Bonava

Quellen: Bonava, HOWOGE

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