In der Gartenstadt Drewitz ist eines der großen Sanierungsprojekte der ProPotsdam GmbH abgeschlossen. Hinter den erneuerten Fassaden steckt deutlich mehr als ein neuer Anstrich. Ein Rundgang durch das Quartier zeigt, wie umfassend der Bestand verändert wurde.

Die sanierten Wohngebäude im Hertha-Thiele-Weg in Potsdam-Drewitz verfügen über vergrößerte Balkone und liegen an begrünten Außenanlagen.

Größere Balkone, erneuerte Fassaden und ergänzte Bepflanzungen prägen nach der Modernisierung das Wohnumfeld im Hertha-Thiele-Weg. / © Foto: Stine Photography

© Titelbild: Stine Photography

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Wer heute durch den Hertha-Thiele-Weg geht, trifft auf ein gepflegtes Wohnensemble mit viel Grün. Zwischen den Häusern stehen Bäume und Sträucher, vor den Fassaden liegen neu gestaltete Pflanzflächen. Die Balkone mit ihren unterschiedlich gefärbten Brüstungen setzen Akzente. Doch die auffälligsten Veränderungen liegen zum Teil im Inneren: Insgesamt 174 Wohnungen hat die ProPotsdam GmbH in der Gartenstadt Drewitz modernisiert.

  • Standort: Drewitz, Potsdam
  • Adressen: Hertha-Thiele-Weg 1–11u, Willy-A.-Kleinau-Weg 18–30g und Wolfgang-Staudte-Straße 20–24g
  • Baubeginn: Anfang 2024
  • Abschluss: September 2026
  • Investition: mehr als 22 Millionen Euro

Im Hertha-Thiele-Weg lässt sich heute gut erkennen, wie weit die Eingriffe gingen. Die Häuser haben ihren Charakter als Plattenbauten nicht verloren, wirken aber deutlich aufgefrischt. Auch die Wege und Eingangsbereiche wurden neu geordnet.

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Im Inneren setzt sich die Modernisierung fort. Besonders auffällig ist der nachträgliche Einbau der Aufzüge. Dafür wurden 2024 Teile der neuen Aufzugsschächte per Kran durch Öffnungen im Dach in die Gebäude eingebracht. Heute liegen die Edelstahl-Aufzugstüren selbstverständlich neben den Wohnungseingängen. In vier Aufgängen sind dadurch 54 Wohnungen barrierefrei erreichbar.

Gartenstadt Drewitz: Sanierung ging weit über neue Fassaden hinaus

Technisch hat die ProPotsdam tief in den Bestand eingegriffen. Neue Wärmedämmungen, Heizungsstationen und Leitungsstränge sollen die Heizungs- und Warmwasserversorgung effizienter machen. Zudem ersetzte das Unternehmen noch aus der Entstehungszeit der Häuser stammende Fenster und stattete sämtliche Wohnungen mit neuen Bädern aus. In 95 Wohnungen erneuerte die ProPotsdam darüber hinaus Böden, Wände, Türen sowie die Elektro- und Heizungsausstattung vollständig.

Die Arbeiten liefen dabei teilweise unter bewohnten Bedingungen. Allein die Innensanierung im Hertha-Thiele-Weg dauerte nach Angaben des ausführenden Unternehmens MACON von Januar 2024 bis August 2025. Bereits im Sommer 2025 zogen erste Bewohnerinnen und Bewohner in die modernisierten Wohnungen zurück beziehungsweise neu ein.

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Auch draußen fällt auf, dass die Sanierung nicht an der Haustür endet. Zwischen den Gebäuden blieben größere Grünbereiche erhalten. Bestehende Pflanzen wurden nach Möglichkeit in die Gestaltung integriert und durch neue Sträucher, Bodendecker und Zierpflanzen ergänzt. Im Quartier entstanden außerdem Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse, die direkt in die Fassaden eingebaut wurden.

Ein neuer Aufzug erschließt nach der Sanierung Wohnungen in einem Gebäude im Hertha-Thiele-Weg in der Gartenstadt Drewitz.

Neue Aufzüge gehören zu den größten Eingriffen in den Bestand. Insgesamt sind nach der Modernisierung 54 Wohnungen barrierefrei erreichbar. / © Foto: Stine Photography

Mehr als 22 Millionen Euro für 174 Wohnungen in Potsdam-Drewitz

Insgesamt investierte die ProPotsdam nach ihrer aktuellen Abschlussbilanz mehr als 22 Millionen Euro. Dafür nutzte das kommunale Unternehmen auch Förderungen der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der KfW.

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Das Projekt hat zugleich eine soziale Komponente. In den Planungen für „Gartenstadt Plus“ waren 127 der 174 Wohnungen als belegungsgebundener Wohnraum vorgesehen. Damit verbindet die Modernisierung energetische Maßnahmen mit dem Erhalt von Wohnungen für Haushalte mit niedrigeren Einkommen.

Die Sanierung steht außerdem in einem größeren Zusammenhang. Drewitz ist das letzte Potsdamer Plattenbaugebiet, das in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre entstand. Seit 2011 entwickelt die Stadt das Quartier schrittweise zur Gartenstadt weiter. Aus früheren Verkehrsflächen entstanden Grünräume, darunter der Konrad-Wolf-Park. Nach Angaben der Stadt hat sich das Grünvolumen durch die Umgestaltung des sogenannten Grünen Kreuzes etwa verdreifacht.

Gartenstadt Drewitz soll Schritt für Schritt emissionsärmer werden

Das langfristige Konzept reicht deshalb weit über einzelne Gebäudesanierungen hinaus. Dazu gehören energetisch modernisierte Häuser, Photovoltaik, grüne Fernwärme, zusätzliche Grünflächen und Angebote für eine emissionsarme Mobilität. Neu einziehenden ProPotsdam-Mieterinnen und -Mietern bietet das Unternehmen in Drewitz beispielsweise ein kostenfreies Deutschlandticket als Mobilitätsbonus an.

Die Arbeiten im nun fertiggestellten Ensemble sind damit ein weiterer Baustein eines Stadtumbaus, der seit vielen Jahren läuft. Die ProPotsdam besitzt in Drewitz insgesamt mehr als 1.600 Wohnungen und modernisiert ihren Bestand schrittweise. Der kommunale Wohnungsbestand spielt damit eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung des Stadtteils.

Modernes Wohnen in der Gartenstadt Drewitz
Die ProPotsdam hat in der Gartenstadt Drewitz 174 Wohnungen umfassend modernisiert. Zum Projekt gehören energetische Sanierungen, neue Aufzüge, größere Balkone und neu gestaltete Außenanlagen.

Quellen: ProPotsdam GmbH, Landeshauptstadt Potsdam, MACON BAU GmbH

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One Comment

  1. Koch 15. September 2026 at 20:15 - Reply

    Was ist mit den überfüllten MüllContainer, Müll und Sperrmüll, Hundescheiße, verkommene Grünanlagen neben der Hauptstraße??? Wenn man auf Müllkippen steht ,ok. Obendrein nicht genügend Parkplätze !!! Viel Spaß beim suchen .

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