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Nach der Schließung der Galeries Lafayette stand das markante Gebäude an der Friedrichstraße über Monate weitgehend leer. Mit dem Umbau zum „Lumina“ beginnt nun eine grundlegende Neupositionierung. Neuer Hauptmieter wird das Musiklabel BMG, das sein Headquarter in das neue Mixed-Use-Quartier verlagern will. 

"Quartier 207" in der Friedrichstraße von außen

An die Stelle des ehemaligen Luxus-Kaufhauses Galeries Lafayette rückt das neue Mixed-Use-Quartier „Lumina“. Hauptmieter der neuen Büroflächen wird die Bertelsmann-Tochter BMG. / © Foto: Wikimedia Commons, Jorge Láscar from Australia, CC BY 2.0

© Visualisierung Titelbild: Tishman Speyer, Render Vision

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An der Friedrichstraße bekommt das ikonische Gebäude, in dem ehemals das Luxus-Kaufhaus Galeries Lafayette ansässig war, einen neuen Hauptmieter. Die Bertelsmann-Musiktochter BMG wird künftig in die revitalisierten Räumlichkeiten einziehen.

Nach mehrmonatigem Leerstand wird das ehemalige Kaufhaus derzeit zu einem Mixed-Use-Quartier mit dem Namen „Lumina“ umgebaut. Wo einst Mode, Delikatessen und Bücher verkauft wurden, entstehen nun Büroflächen, Gastronomie, Einzelhandel und Wohnungen.

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Quartier 207: Galeries Lafayette prägte knapp 30 Jahre lang die Friedrichstraße

Das Gebäude an der Friedrichstraße, auch bekannt als Quartier 207, prägte lange das Stadtbild: 1996 vom französischen Architekten Jean Nouvel entworfen, beherbergte es über fast drei Jahrzehnte das Luxus-Warenhaus der Galeries Lafayette. Der gläserne Bau mit seinen markanten Lichtkegeln und offenen Räumen galt als Symbol für die Wiederbelebung der Friedrichstraße nach der Wiedervereinigung und zog Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt an.

Strukturelle Veränderungen im Einzelhandel und nachlassende Frequenzen führten schließlich zur Schließung des Kaufhauses im Sommer 2024. Die Galeries Lafayette verließ Berlin nach fast 30 Jahren. Zurück blieb ein prominenter Leerstand im Herzen der Innenstadt. Nun steht das Gebäude vor einer grundlegenden Neupositionierung.

Luxus-Kaufhaus Galeries Lafayette wird zum Mixed-Use-Quartier „Lumina“ umgebaut

Unter dem Namen „Lumina“ wird seither ein Umbauprojekt realisiert. Der Begriff, abgeleitet vom lateinischen Wort für Licht, signalisiert das Leitmotiv für die architektonische Neuinterpretation des Ortes.

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Im Zentrum der Umgestaltung steht der alte Lichtkegel, der nun stärker als zuvor das Innere durchflutet: Durch eine Drehung des zentralen Glaskörpers um 180 Grad sowie seine Vergrößerung fällt Tageslicht nun über sieben Ebenen hinweg in den Kern des Gebäudes. Dieses Lichthof-Element – oder „Light Well“ – soll künftig als kommunikative Mitte für informelle Treffen, Events und Begegnungsräume fungieren.

Büroflächen und Wohnungen statt Warenhaus: So soll die Galeries Lafayette umgebaut werden

Auch strukturell wird der Bau neu gedacht: Bis auf die historische Hülle wurde nahezu alles im Inneren umgebaut. Der Fokus liegt nun auf modernen Büroflächen, flankiert von Angeboten aus Einzelhandel, Gastronomie, Fitness und Wohnen. Insgesamt stehen nach Fertigstellung rund 37.130 Quadratmeter Mietfläche zur Verfügung, davon etwa 29.400 Quadratmeter für Büros und über 4.800 Quadratmeter für Retail und Gastronomie. Eine Dachterrasse soll als neue urbane „Oase“ über der Friedrichstraße dienen. Ergänzt wird das Angebot durch Fahrradgaragen sowie zeitgemäße Services für Mieterinnen und Mieter.

Nach aktuellem Zeitplan sollen die Bauarbeiten im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Nachhaltigkeits- und Nutzungszertifizierungen wie LEED, WELL, WiredScore sowie Good Mobility sind angestrebt und möchten den Anspruch unterstreichen, das Gebäude nicht nur funktional, sondern ökologisch und technologisch auf Zukunft auszurichten.

Bertelsmann-Tochter BMG bezieht „Lumina“ als neuer Hauptmieter

Mit der Ankündigung der Bertelsmann-Musiktochter BMG als Hauptmieter erhält „Lumina“ nun einen ersten prominenten Nutzer. Das international agierende Musikunternehmen wird sein neues Hauptquartier in dem ehemaligen Kaufhaus beziehen.

„Der Umzug unseres Headquarters ins Lumina ist ein bedeutender Meilenstein für BMG“, sagt Thomas Coesfeld, CEO von BMG. „Dieses ikonische Berliner Gebäude bietet ein repräsentatives und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld, das unsere Arbeitsweise als globales Musikunternehmen mit einer starken Verbundenheit zu Berlin optimal widerspiegelt.“

Der Schritt vom Luxus-Kaufhaus zur Bürofläche steht exemplarisch für eine Transformation der Friedrichstraße. Statt leerstehender Ladenflächen könnten hier künftig mehr Mixed-Use Quartiere für Belebung sorgen, in denen Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit zusammen gedacht werden.

Quellen: konii, Berliner Morgenpost, Deal Magazin, Tishman Speyer

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