Berliner Kirchen erhalten neue Funktionen: Neun Sakralbauten zeigen, wie Galerien, Wohnungen, Museen und Kulturorte historische Räume bewahren.

St. Agnes – König Galerie
Ehemalige katholische Kirche, heute Kunstgalerie, Büro- und Gewerbestandort
Eliaskirche – MACHmit! Museum
Ehemalige evangelische Kirche, heute Kindermuseum mit Ausstellungen und Werkstätten
FEU21
Ehemaliges Kirchengebäude mit Eigentumswohnungen und ergänzendem Neubau
St.-Elisabeth-Kirche
Wiederaufgebaute Kirchenruine als Kultur-, Konzert- und Veranstaltungsort
Friedrichswerdersche Kirche
Schinkels ehemaliger Sakralbau als Ausstellungshaus der Nationalgalerie
Kiezkapelle Neukölln
Frühere Friedhofskapelle als Nachbarschafts-, Bildungs- und Veranstaltungsort
Bethanien-Kapelle – Studio 1
Ehemalige Krankenhauskapelle als Studio, Kunst- und Veranstaltungsraum
Passionskirche
Aktive evangelische Kirche sowie Konzert- und Veranstaltungsort
Bethanienkirche am Mirbachplatz
Historische Turmruine mit drei Wohnungen; weitere Wohnungen sowie Kultur- und Gastronomieflächen sind im Neubau geplant

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Kirchen gehören zu den markantesten Gebäuden Berlins. Doch viele Gemeinden benötigen nicht mehr alle Räume, während Sanierungen und laufender Betrieb hohe Anforderungen stellen. Einige Gotteshäuser bleiben deshalb nicht länger ausschließlich religiösen Zwecken vorbehalten. Sie öffnen sich für Kunst, Bildung, Veranstaltungen oder neue Wohnformen.

Die Bandbreite reicht von vollständig entwidmeten Kirchen bis zu Sakralbauten, in denen Gottesdienste und Kultur parallel stattfinden. ENTWICKLUNGSSTADT zeigt, wie unterschiedlich sich historische Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser weiterentwickeln. Die folgenden neun Beispiele ergänzen den Überblick über neue Nutzungskonzepte für Berliner Sakralbauten und machen deutlich, welche Lösungen bereits umgesetzt wurden.

St. Agnes in Kreuzberg: Vom Gotteshaus zur König Galerie

Das Bild zeigt die ehemalige St.-Agnes-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Der markante Betonbau von Werner Düttmann wird heute als König Galerie genutzt und zählt zu den bekanntesten Beispielen für die Umnutzung einer Kirche in Berlin.

Die ehemalige St.-Agnes-Kirche in Berlin-Kreuzberg gilt als eines der bekanntesten Beispiele für die Umnutzung eines Sakralbaus. Heute beherbergt der denkmalgeschützte Brutalismus-Bau die König Galerie. / © Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0

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  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Adresse: Alexandrinenstraße 118–121, 10969 Berlin
  • Frühere Nutzung: Katholische Kirche und Gemeindezentrum
  • Heutige Nutzung: Kunstgalerie, Büros und weitere gewerbliche Räume

Die ehemalige St.-Agnes-Kirche zählt zu den bekanntesten Berliner Kirchenumnutzungen. Werner Düttmann entwarf das brutalistische Ensemble aus Kirche, Kapelle, Glockenturm und Gemeindebauten. Nachdem das Erzbistum den Standort aufgegeben hatte, erwarb Galerist Johann König das Areal und ließ es für Kunst, Büros und weitere Nutzungen umbauen. Heute nutzt die König Galerie das frühere Kirchenschiff.

Brandlhuber + Emde, Schneider ergänzten den Innenraum um eine Betonebene mit Ausstellungsflächen, Schaulager und Gebäudetechnik. Der monumentale Raumeindruck sowie Materialien wie Zementspritzputz und Mauersteine aus Kriegstrümmern blieben sichtbar. Damit bewahrt St. Agnes ihren architektonischen Charakter trotz der vollständig neuen Nutzung.

Eliaskirche in Prenzlauer Berg: Ein Kindermuseum im Kirchenschiff

Das Bild zeigt die ehemalige Eliaskirche in Berlin-Prenzlauer Berg. Der entwidmete Sakralbau wird heute als MACHmit! Museum für Kinder mit Ausstellungen, Werkstätten und Mitmachangeboten genutzt.

Die ehemalige Eliaskirche im Berliner Helmholtzkiez beherbergt heute das MACHmit! Museum für Kinder. Der frühere Sakralbau wurde für Ausstellungen, Werkstätten und Bildungsangebote umgenutzt. / © Foto: Wikimedia Commons, Bodo Kubrak, CC0

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  • Bezirk: Pankow
  • Adresse: Senefelderstraße 5/6, 10437 Berlin
  • Frühere Nutzung: Evangelische Kirche
  • Heutige Nutzung: MACHmit! Museum für Kinder

In der früheren Eliaskirche im Helmholtzkiez befindet sich heute das „MACHmit! Museum für Kinder“. Der entwidmete Sakralbau wurde zwischen 2001 und 2003 für Ausstellungen, Werkstätten und Bewegungsangebote umgebaut. Herzstück des Museums ist ein mehrgeschossiges Kletterregal im Kirchenschiff. Ergänzt wird es durch eine Museumsdruckerei, Werkstätten und wechselnde Ausstellungen. Die Einbauten lassen sich grundsätzlich wieder entfernen, sodass die historische Bausubstanz erhalten bleibt.

Auch Teile der früheren Kirchenausstattung blieben erhalten, darunter die historische Orgel. Heute gehört sie zur Vermittlungsarbeit des Museums und bringt Kindern die Funktionsweise eines Orgelinstruments näher. Statt einer Gemeinde nutzen nun vor allem Familien, Schulklassen und Kitagruppen das Gebäude. So bleibt die ehemalige Kirche ein öffentlicher Ort im Quartier, obwohl dort keine regulären Gottesdienste mehr stattfinden.

„FEU21“ in Schöneberg: Wohnungen in einer ehemaligen Kirche

Das Bild zeigt das Wohnprojekt FEU21 in Berlin-Schöneberg. Die ehemalige Kirche wurde zu Eigentumswohnungen umgebaut und mit einem modernen Wohngebäude ergänzt.

In der Feurigstraße in Berlin-Schöneberg entstand aus einer ehemaligen Kirche das Wohnprojekt FEU21. Der historische Sakralbau wurde zu Eigentumswohnungen umgebaut und durch einen Neubau ergänzt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Feurigstraße 21, 10827 Berlin
  • Frühere Nutzung: Kirchengebäude
  • Heutige Nutzung: Wohngebäude mit ergänzendem Neubau

In der Feurigstraße entstand in einer ehemaligen Kirche ein ungewöhnliches Wohnprojekt. Die Bürgerstadt AG entwickelte das Vorhaben gemeinsam mit Bundschuh Architekten und ergänzte den umgebauten Sakralbau um einen Neubau. Insgesamt entstanden 14 Eigentumswohnungen, davon acht im früheren Kirchengebäude. Hohe Räume, Galerien und der ehemalige Kirchturm prägen bis heute die Grundrisse.

Neben dem Umbau des Kirchengebäudes entstanden auch neue Garten- und Freiflächen im Innenhof. Das Projekt zeigt zugleich die Herausforderungen solcher Umnutzungen: Die besondere Raumstruktur ehemaliger Kirchen erfordert individuelle Lösungen. Gleichzeitig beweist das Beispiel, dass sich historischer Gebäudebestand für neuen Wohnraum erhalten lässt.

St. Elisabeth in Mitte: Kultur in einer wiederaufgebauten Kirchenruine

Das Bild zeigt die St.-Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte. Die klassizistische Kirche von Karl Friedrich Schinkel dient heute als Kultur- und Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen und weitere öffentliche Veranstaltungen.

Die St.-Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte wird heute vor allem für Konzerte, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt. Der klassizistische Bau von Karl Friedrich Schinkel verbindet historische Architektur mit einer modernen Nutzung. / © Foto: Wikimedia Commons, Andreas Praefcke, CC BY 3.0

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
  • Frühere Nutzung: Evangelische Kirche
  • Heutige Nutzung: Kultur-, Konzert- und Veranstaltungsort

Die St.-Elisabeth-Kirche gehört zu den vier Vorstadtkirchen, die Karl Friedrich Schinkel für Berlin entwarf. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb sie jahrzehntelang eine Ruine. Seit den 1990er-Jahren wurde sie schrittweise gesichert und wiederhergestellt. Dabei blieben Spuren der Geschichte bewusst sichtbar.

Heute dient die Kirche vor allem als Veranstaltungsort für Konzerte, Musiktheater, Tanz und Ausstellungen. Der offene Innenraum ermöglicht unterschiedliche Veranstaltungsformate. St. Elisabeth zeigt, wie ein historischer Sakralbau kulturell genutzt werden kann, ohne seinen architektonischen Charakter zu verlieren.

Friedrichswerdersche Kirche: Schinkels Sakralbau als Museum

Das Bild zeigt die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin-Mitte. Der denkmalgeschützte Schinkel-Bau wird heute als Museum der Nationalgalerie genutzt und verbindet historische Sakralarchitektur mit einer Skulpturenausstellung des 19. Jahrhunderts.

Die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin-Mitte dient heute als Ausstellungshaus der Nationalgalerie. Der von Karl Friedrich Schinkel entworfene Sakralbau beherbergt Skulpturen des 19. Jahrhunderts. / © Foto: Wikimedia Commons, Andreas Steinhoff

  • Bezirk: Mitte
  • Adresse: Werderscher Markt, 10117 Berlin
  • Frühere Nutzung: Simultankirche für verschiedene christliche Konfessionen
  • Heutige Nutzung: Ausstellungshaus der Nationalgalerie

Die Friedrichswerdersche Kirche entstand nach Plänen Karl Friedrich Schinkels und gehört heute zur Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Nach Kriegsschäden und einer langjährigen Restaurierung wurde der Sakralbau zum Museum. Im offenen Kirchenschiff zeigt die Dauerausstellung Skulpturen des 19. Jahrhunderts sowie Informationen zu Schinkels Werk.

Für die museale Nutzung waren nur wenige bauliche Eingriffe nötig. Das historische Kirchenschiff blieb weitgehend erhalten und prägt bis heute die Wirkung der ausgestellten Kunst. Die Friedrichswerdersche Kirche zeigt, wie sich ein Sakralbau kulturell nutzen lässt, ohne seinen architektonischen Charakter zu verändern.

Kiezkapelle in Neukölln: Nachbarschaftsort auf einem geschlossenen Friedhof

Das Bild zeigt die Kiezkapelle auf dem ehemaligen Neuen St.-Jacobi-Friedhof an der Hermannstraße in Berlin-Neukölln. Die frühere Trauerkapelle wird heute für Kulturveranstaltungen, Workshops und nachbarschaftliche Angebote genutzt.

Die Kiezkapelle auf dem ehemaligen Neuen St.-Jacobi-Friedhof in Berlin-Neukölln dient heute als Treffpunkt für Nachbarschaft, Kultur und Umweltbildung. / © Foto: Wikimedia Commons, Joe Mabel, CC BY-SA 4.0

  • Bezirk: Neukölln
  • Adresse: Hermannstraße 99–105, 12051 Berlin
  • Frühere Nutzung: Trauerkapelle des Neuen St.-Jacobi-Friedhofs
  • Heutige Nutzung: Nachbarschafts-, Bildungs- und Veranstaltungsort

Der Neue St.-Jacobi-Friedhof an der Hermannstraße nimmt seit 2019 keine neuen Beisetzungen mehr auf. Parallel entwickelt der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte neue Nutzungen für einzelne Gebäude und Flächen. Die frühere Trauerkapelle dient seit 2020 als Kiezkapelle mit Workshops, Ausstellungen und Nachbarschaftsveranstaltungen.

Gemeinsam mit dem Prinzessinnengarten Kollektiv entstanden auf Teilen des Friedhofs Gemeinschaftsgärten und Angebote zur Umweltbildung. Die Kiezkapelle begleitet damit den langfristigen Wandel des Areals, während große Teile des Friedhofs aufgrund der geltenden Ruhefristen weiterhin als Friedhof erhalten bleiben.

Bethanien-Kapelle in Kreuzberg: Sakralraum wird Kunststudio

Das Bild zeigt das Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg. Der frühere Krankenhauskomplex mit seiner ehemaligen Kapelle wird heute als Kulturstandort mit Ateliers, Ausstellungen und Veranstaltungsräumen genutzt.

Das Kunstquartier Bethanien in Berlin-Kreuzberg entstand aus einem ehemaligen Krankenhaus mit eigener Kapelle. Heute beherbergt der denkmalgeschützte Gebäudekomplex Ateliers, Ausstellungen, Kultur- und Veranstaltungsräume. / © Foto: Wikimedia Commons, tian2992, CC BY-SA 2.0

  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Adresse: Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
  • Frühere Nutzung: Kapelle des Central-Diakonissen-Hauses Bethanien
  • Heutige Nutzung: Studio sowie Kunst- und Veranstaltungsraum

Das Bethanien entstand ursprünglich als Krankenhaus mit eigener Kapelle. Nach dem Ende des Klinikbetriebs entwickelte sich der Gebäudekomplex schrittweise zum heutigen Kunstquartier Bethanien. Die ehemalige Kapelle wird als „Studio 1“ für Kunstproduktionen, Proben, Aufführungen und Veranstaltungen genutzt. Altarnische und Empore erinnern weiterhin an die ursprüngliche Nutzung.

Mit dem Umbau wandelte sich nicht nur die Kapelle, sondern das gesamte ehemalige Krankenhaus. Heute beherbergt das Kunstquartier Ausstellungsräume, Werkstätten, eine Musikschule sowie soziale Projekte. Die frühere Kapelle bleibt dabei ein öffentlicher Raum für Kunst und Begegnung.

Passionskirche in Kreuzberg: Gottesdienste und Konzerte unter einem Dach

Das Bild zeigt die Passionskirche am Marheinekeplatz in Berlin-Kreuzberg. Der denkmalgeschützte Sakralbau wird sowohl für Gottesdienste als auch für Konzerte und Kulturveranstaltungen genutzt.

Die Passionskirche am Marheinekeplatz in Berlin-Kreuzberg wird bis heute für Gottesdienste genutzt und dient zugleich als etablierter Konzert- und Veranstaltungsort. / © Foto: Wikimedia Commons, Jörg Zägel, CC BY-SA 4.0

  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Adresse: Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin
  • Ursprüngliche Nutzung: Evangelische Kirche
  • Heutige Nutzung: Kirche, Konzert- und Veranstaltungsort

Die Passionskirche am Marheinekeplatz bleibt ein aktives Gotteshaus und gehört zugleich zu den etablierten Berliner Konzertorten. Neben Gottesdiensten finden dort regelmäßig Konzerte, Lesungen und weitere Kulturveranstaltungen statt. Auch Angebote wie die „Kühle Kirche“ im Sommer öffnen das Gebäude für die Nachbarschaft.

Anders als vollständig umgenutzte Kirchen blieb ihre religiöse Funktion erhalten. Die kulturelle Nutzung ergänzt den Gemeindebetrieb und zeigt, wie historische Sakralbauten für neue Zielgruppen geöffnet werden können, ohne ihren ursprünglichen Charakter aufzugeben.

Bethanienkirche in Weißensee: Wohnen in der historischen Turmruine

Die frühere Kirche am Mirbachplatz in Pankow ist während der Bauarbeiten zu sehen, bei denen Wohnungen im Turm und im Neubau entstehen.

Die Kirche am Mirbachplatz in Pankow wird derzeit zu Wohnungen umgebaut. Die Bauarbeiten zeigen freigelegte Mauern, neue Bauteile und gesicherte Fassadenbereiche. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

  • Bezirk: Pankow
  • Adresse: Mirbachplatz, 13086 Berlin
  • Frühere Nutzung: Evangelische Kirche
  • Heutige Nutzung: Wohnungen sowie geplante Kultur- und Gastronomieflächen

Am Mirbachplatz wird die Ruine der ehemaligen Bethanienkirche zu einem Wohnprojekt umgebaut. Drei der insgesamt 17 Wohnungen entstehen im denkmalgeschützten, rund 65 Meter hohen Turm. Weitere 14 Einheiten sind in einem Neubau vorgesehen, der das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirchenschiff ersetzt und dessen frühere Dimensionen aufgreift.

Der historische Turm wird aufwendig gesichert und saniert. Beschädigte Steine werden dokumentiert und nach Möglichkeit wiederverwendet, während der ruinöse Charakter erhalten bleiben soll. Auch die drei Glocken bleiben bestehen. Neben den Wohnungen sind kulturelle und gastronomische Angebote geplant. Die Fertigstellung war zuletzt für Ende 2026 vorgesehen.

Berlins Kirchen stehen erst am Anfang eines langfristigen Wandels

Die neun Projekte verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze. Diese Beispiele lösen jedoch nicht automatisch die strukturellen Fragen vieler Gemeinden. Berlin befasst sich inzwischen mit der Zukunft von rund 120 Kirchen sowie etwa 180 Pfarr- und Gemeindehäusern.

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Landes Berlin, des Erzbistums Berlin und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz soll mögliche Nutzungen prüfen. Der Prozess steht noch am Anfang und wird sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken.

Viele ehemalige Gotteshäuser werden zukünftig völlig neu und anders genutzt werden

Eine Nachnutzung hängt dabei von zahlreichen Faktoren ab. Denkmalrecht, Eigentumsverhältnisse, Bauzustand, Finanzierung und die Interessen der Gemeinden bestimmen, was an einem Standort möglich ist. Auch eine Mischnutzung kann sinnvoll sein, wenn ein Kirchenraum weiterhin religiösen Zwecken dient.

Die bisherigen Projekte zeigen keine allgemeingültige Lösung. Sie liefern jedoch konkrete Modelle für den Umgang mit Sakralbauten, die ihre bisherige Funktion ganz oder teilweise verlieren.

 

Quellen: BauNetz Wissen, Bürgerstadt AG, Bundschuh Architekten, MACHmit!, Kultur Büro Elisabeth, Staatliche Museen zu Berlin, Kiezkapelle und Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, Kunstquartier Bethanien, Evangelische Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor, Evangelische Kirchengemeinde Tiergarten, rbb

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2 Kommentare

  1. Al 7. August 2026 at 23:09 - Reply

    Das Bild oben ist vom Alten St. Jacobi-Friedhof an der Karl-Marx-Straße – und eben nicht vom Neuen St-Jacobi-Friedhof in der Hermannstraße mit den Prinzessinnengärten

  2. Janett Wolf 13. August 2026 at 18:15 - Reply

    Vielen Dank für diesen angenehmen Artikel und das Zusammentragen verschiedener Weiternutzungskonzepte. Das ist eine schöne Grundlage zur Verbreitung, die hoffentlich Nachahmer in den diversen Gemeinden findet und Abbrüche zu verhindern hilft. 🙏🏼🍀

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