Die Zukunft mehrerer Galeria-Warenhäuser in Deutschland steht erneut zur Debatte. Auch zwei Berliner Filialen sind betroffen: Für die Standorte am Kurfürstendamm und am Hermannplatz laufen derzeit Mietverhandlungen. Während dort eine Schließung nicht ausgeschlossen wird, bleibt das Kaufhaus am Alexanderplatz vorerst bis 2027 geöffnet.

Karstadt Kurfürstendamm

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen der Warenhauskette Galeria und den Vermietern der Filialen am Kurfürstendamm und am Hermannplatz. Sollten die Gespräche scheitern, könnten die beiden Berliner Standorte geschlossen werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Dguendel, CC BY 3.0

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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0

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Die Warenhauskette Galeria verhandelt derzeit über mehrere Mietverträge in Deutschland. Insgesamt acht Filialen sind betroffen, darunter auch zwei Standorte in Berlin: das Kaufhaus am Kurfürstendamm sowie die Filiale am Hermannplatz in Neukölln. Die Gespräche mit den jeweiligen Vermietern haben bereits begonnen.

Sollte es nicht gelingen, wirtschaftlich tragfähige Vereinbarungen zu erreichen, könnten einzelne Standorte geschlossen werden. Galeria teilte laut Tagesspiegel mit, dass man zwar an den Filialen festhalten wolle, jedoch nur unter Bedingungen, die langfristig wirtschaftlich funktionieren.

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Galeria verhandelt über Mietverträge — auch Berliner Warenhäuser betroffen

Die beiden Berliner Warenhäuser gehören zu einer Gruppe von Filialen, deren Mietverträge mittelfristig auslaufen. Neben Berlin sind auch Standorte in München, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg betroffen. Ziel der aktuellen Gespräche ist es, die Mietkosten zu senken und damit die wirtschaftliche Perspektive der Häuser zu verbessern.

Ein Galeria-Manager erklärte laut Berliner Morgenpost, das Unternehmen kämpfe für den Erhalt der Filialen und wolle grundsätzlich an den Standorten bleiben. Voraussetzung sei jedoch ein tragfähiges Geschäftsmodell. Sollte eine Einigung mit den Vermietern scheitern, könnten auch Filialschließungen in Betracht gezogen werden. In diesem Fall müssten Gespräche über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geführt werden.

Am Alexanderplatz bleibt Galeria vorerst bis 2027 geöffnet

Während zwei Berliner Filialen auf der Kippe stehen, ist die Situation am Alexanderplatz vorerst stabil. Dort wurde der Mietvertrag zwischen Galeria und der Eigentümerin Commerz Real kürzlich verlängert. Das Kaufhaus kann demnach bis Ende März 2027 weiter betrieben werden.

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Der Standort zählt zu den wichtigsten Warenhäusern der Kette in Deutschland und spielt eine zentrale Rolle für den Einzelhandel rund um den Alexanderplatz. Rund 350 Mitarbeitende sind dort beschäftigt. Die Verlängerung des Mietvertrags verschafft sowohl dem Unternehmen als auch der Berliner Politik Zeit, über mögliche Zukunftskonzepte für das Gebäude zu beraten.

Galeria führt Gespräche über gemeinsame Nutzung mit der ZLB am Alexanderplatz

Parallel zur Vertragsverlängerung laufen Gespräche über eine mögliche neue Nutzung des Gebäudes. Diskutiert wird unter anderem eine gemeinsame Nutzung mit der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB). Ein entsprechendes Konzept wird seit einiger Zeit geprüft.

Bislang konnten sich Eigentümer, Senat und Bibliothek jedoch nicht auf die finanziellen Rahmenbedingungen einigen. In den kommenden Monaten sollen Workshops über mögliche Nutzungskonzepte stattfinden. Ziel ist es, noch vor der nächsten Abgeordnetenhauswahl eine Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes zu treffen.

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GALERIA Hermannplatz
GALERIA Kurfürstendamm

Quellen: Tagesspiegel, CommerzReal AG, Kleihues+Kleihues, Dokumentation „Baustelle Alexanderplatz“ (BerliMedia GmbH), rbb, Berliner Morgenpost, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

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