Auf dem ehemaligen Rundfunkareal an der Rummelsburger Landstraße geht die Entwicklung des neuen Gewerbecampus „Funkytown“ weiter. Für die STATION A steht inzwischen ein Nutzer fest: Die Arbeitsmarke SPACES soll das gesamte Gebäude beziehen.

Die STATION A bildet den Auftakt des geplanten Funkytown-Campus und soll ab 2030 Arbeitsflächen von SPACES beherbergen. / © Trockland Management GmbH
© Titelbild: Trockland Management GmbH
An der Rummelsburger Landstraße in Oberschöneweide entsteht derzeit das neue Gewerbe- und Kreativquartier „Funkytown“. Auf dem früheren Rundfunkareal zwischen Rummelsburger Landstraße, Spree und dem Funkhaus Nalepastraße sind neben der Sanierung des Bestandsgebäudes Block E acht neue Gebäude geplant, die in den kommenden Jahren fertiggestellt werden sollen.
Nun gibt es Neuigkeiten zur künftigen Nutzung einer dieser Neubauten: Die International Workplace Group (IWG) wird mit ihrer Marke SPACES in die Station A einziehen. Nach Angaben von Projektentwickler Trockland soll das Unternehmen das gesamte Gebäude mit rund 3.344 Quadratmetern Fläche nutzen. Die Eröffnung ist derzeit für das dritte Quartal 2030 geplant.
„Funkytown“ in Oberschöneweide: Vier Stationen bereits vermietet
Mit der Vermietung an SPACES sind inzwischen vier der acht geplanten Stations vergeben. Neben der Station A sind auch die Stationen B, C und D bereits vermietet. Auch im Bestandsgebäude Block E sei bereits mehr als die Hälfte der Flächen vergeben, teilte Trockland auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT mit.
SPACES soll in der Station A flexible Arbeitsplätze und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche anbieten. Nach Angaben von Trockland entstehen dort voraussichtlich zwischen 150 und 200 Arbeitsplätze. Zum Konzept gehören zudem Veranstaltungsformate, Vorträge und Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Nutzern.

Block E von „Funkytown“ ist derzeit großflächig eingerüstet. Hinter den Schutzplanen wird die Fassade des früheren Rundfunkgebäudes saniert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Früheres Rundfunkareal: Sanierung von Block E schreitet voran
Während die Neubauten des Campus noch nach und nach entstehen, konzentrieren sich die sichtbaren Arbeiten derzeit vor allem auf Block E. Der fünfgeschossige Bau stammt aus den frühen 1960er Jahren und wurde ursprünglich für den Rundfunk der DDR errichtet. Er soll erhalten und umfassend saniert werden.
Das Gebäude ist derzeit nahezu vollständig eingerüstet und mit Schutzplanen verhüllt. Hinter dieser Einhausung laufen unter anderem Sandstrahlarbeiten an der Fassade. Weil die äußere Gebäudehülle erhalten bleiben soll, wird die Oberfläche aufwendig bearbeitet.
In Block E sollen künftig unter anderem Büro- und Co-Working-Flächen, Studios, Ateliers sowie ein Café untergebracht werden. Die Flächen des Bestandsgebäudes umfassen rund 10.500 Quadratmeter Bruttogrundfläche.

Links ist der modernisierte Bestandsbau BLOCK E zu sehen, rechts die neuen Gebäude des „Funkytown“-Campus. / © Trockland Management GmbH
Büro, Kultur, Sport: Acht Neubauten ergänzen das frühere Rundfunkareal
Neben Block E entstehen acht unterschiedlich gestaltete Neubauten. Die Entwürfe stammen unter anderem von Graft Architekten, Grüntuch Ernst Architekten, Tchoban Voss Architekten, Julian Breinersdorfer, Thomas Hillig Architekten, LAVA und LXSY. In den sogenannten Stations sind unterschiedliche Nutzungen vorgesehen. Geplant sind unter anderem Büro- und Studioflächen, Angebote aus den Bereichen Bildung und Kultur sowie Gastronomie, Sport und kreatives Handwerk.
Die Station A bildet den Auftakt des Campus an der Rummelsburger Landstraße. Graft Architekten planen dort eine bewegte Gebäudeecke mit Vor- und Rücksprüngen sowie großformatigen Fensterflächen. Die Fassadengestaltung soll transparente, semitransparente und geschlossene Bereiche miteinander verbinden.
Künftig kaum sichtbar: Unterirdisches Quartier für Fledermäuse
Auf dem Gelände entsteht unterdessen auch ein Bauwerk, das später kaum sichtbar sein wird: Trockland lässt ein unterirdisches Winterquartier für Fledermäuse errichten. Das Projekt wird nach Angaben des Entwicklers in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz umgesetzt.
So entsteht auf dem früheren Rundfunkareal neben neuen Arbeits- und Gewerbeflächen auch Raum für den Erhalt des bestehenden Gebäudes und den Schutz der heimischen Tierwelt.
Funkytown (Oberschöneweide)
Quellen: Trockland Management GmbH, Graft Architekten
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