In Berlin-Lichterfelde ist mit dem „FUHUB“ ein zukunftsweisender Neubau für Forschung und Wissenschaft fertiggestellt worden. Der Life-Science-Campus setzt auf Nachhaltigkeit, flexible Flächennutzung und moderne Arbeitswelten. Nun zieht mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) ein weiterer bedeutender Mieter in das Gebäude ein.

In Lichterfelde wächst auf historischem Boden ein neues Zentrum für Life-Sciences, Tech-Innovationen und Forschung. Der „FUHUB“ ist bereits fertiggestellt und bietet künftig eine Mietfläche für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der Forschungs- und Gewerbecampus „FUHUB“ in Berlin-Lichterfelde hat einen neuen Großmieter gefunden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hat rund 2.700 Quadratmeter in dem Life-Science-Neubau angemietet. Damit ist das Gebäude, das über eine Gesamtfläche von etwa 6.800 Quadratmetern verfügt, bereits zu rund 80 Prozent belegt. Entwickelt wurde der Komplex von der Driven Investment GmbH, die den Bau Ende 2024 fertiggestellt hat.
Der FUHUB ist Teil des größeren Projekts „Fubic“ (Business and Innovation Center next to Freie Universität Campus), das auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärkrankenhauses entsteht. Während das Hauptgebäude des Innovationsparks noch im Bau ist, ist der FUHUB bereits bezugsfertig. Er soll als erster Holzhybridbau im Bereich der Life-Science-Immobilien in Deutschland neue Maßstäbe setzen.
Holzhybridbau mit flexiblen Büro- und Laborflächen im neuen FUHUB in Dahlem
Das Gebäude wurde in Holzhybridbauweise errichtet und erfüllt hohe Nachhaltigkeitsstandards. Geplant ist eine Zertifizierung mit dem DGNB-Label in Platin. Für die Energieversorgung kommen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen zum Einsatz, ergänzt durch ein vollständig strombasiertes Energiesystem. Auch begrünte Dächer und Freianlagen sind Teil des Konzepts. Sie verbessern nicht nur die Klimabilanz, sondern sollen auch für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen.
Neben ökologischen Aspekten stand die Nutzungsvielfalt im Vordergrund. Der Bau bietet flexible Büro- und Laborflächen, die in den Sicherheitsstufen S1 und S2 betrieben werden können. Ergänzt werden diese durch Konferenzräume, Co-Working-Bereiche und Aufenthaltszonen. Eine begrünte Dachterrasse soll den Nutzerinnen und Nutzern künftig als gemeinsamer Treffpunkt dienen.
Campus in Berlin-Lichterfelde zieht Forschung, Start-ups und öffentliche Einrichtungen an
Der Standort an der Fabeckstraße zählt seit Jahren zu den bedeutenden Wissenschafts- und Forschungsadressen im Berliner Südwesten. In direkter Nachbarschaft liegen die Freie Universität Berlin, der Botanische Garten und das entstehende Fubic. Mit dem FUHUB ist das Areal nun um ein weiteres Gebäude ergänzt worden, das sowohl Start-ups als auch etablierte Forschungseinrichtungen anzieht. Erste Mieter sind bereits eingezogen, darunter Institute aus den Life-Sciences, technologieorientierte Unternehmen sowie Akteure aus der Baubranche.
Mit dem Einzug der Bima erweitert sich das Nutzungsspektrum zusätzlich um einen staatlichen Akteur. Damit wächst der Campus zu einem vielfältigen Standort, der den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung fördert. Ob das volle Potenzial allerdings schon ausgeschöpft werden kann, bleibt fraglich, solange das Fubic noch nicht fertiggestellt ist. Erst mit der vollständigen Erschließung des Geländes dürfte der Campus seine gesamte Wirkung entfalten.

Das zum Projekt „Fubic“ zugehörige, ehemalige Militärkrankenhaus befindet sich noch im Rohbau, die Fertigstellung verzögert sich. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: FUHUB Berlin, Immobilien Zeitung, Driven Investment GmbH, Heinle Wischer, Partnerschaft freier Architekten mdB, Berliner Woche, Wista Management GmbH, Freie Universität Berlin, Bollinger & Fehlig Architekten
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