In Steglitz-Zehlendorf entstehen zwei neue Fahrradstraßen mit insgesamt über 1,6 Kilometern Länge. Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen und gleichzeitig wichtige Verbindungen im Radnetz zu verbessern. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober geplant.

Neben dem Königsweg wird auch der nördliche Tietzenweg zur Fahrradstraße umgestaltet. Dadurch sollen der Verkehr deutlich reduziert und die Sicherheit für Radfahrende sowie Fußgänger, besonders für die Kinder und Eltern der Kita, verbessert werden. / © Foto: infraVelo
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In Steglitz-Zehlendorf werden bis Ende Oktober zwei neue Fahrradstraßen eingerichtet. Die Arbeiten betreffen Abschnitte des Königswegs und des Tietzenwegs, insgesamt über 1,6 Kilometer im Radvorrangnetz. Die Ausschreibung für Markierung und Beschilderung wurde bereits veröffentlicht. Ziel ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen und die Sichtbarkeit des Radverkehrs zu verbessern.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören Sicherheitsstreifen neben Parkplätzen, um sogenannte Dooringunfälle zu vermeiden, sowie großflächige Rotmarkierungen an Kreuzungen und Einmündungen. Auch Fahrbahnschäden werden im Zuge der Arbeiten behoben. Verantwortlich für die Umsetzung ist infraVelo in Zusammenarbeit mit der Senatsverkehrsverwaltung und dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf.
Königsweg als Radverbindung zwischen Potsdam und Zehlendorf: Das ist geplant
Der Königsweg gilt als wichtige Radverbindung zwischen Potsdam-Babelsberg und Zehlendorf. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Abschnitt zwischen Hohentwielsteig und Anhaltinerstraße zur Fahrradstraße umgestaltet. Nun folgen zwei weitere Teilstücke mit einer Gesamtlänge von rund 1.300 Metern.
Der Abschnitt „Königsweg Südwest“ liegt zwischen den Wendehämmern am Katteweg und der Straße Am Waldhaus. Hier bleiben die Parkplätze am Seitenstreifen erhalten, ein Sicherheitsstreifen wird markiert. Der „Königsweg Ost“ verläuft zwischen Clauertstraße und Idsteiner Straße und schließt an den bereits umgestalteten Bereich an. Auch hier bleiben Stellplätze bestehen, ergänzt um einen Sicherheitsstreifen.
Durchfahrtsstraße Tietzenweg wird Fahrradstraße: Mehr Sicherheit für Kita-Kinder
Der nördliche Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Unter den Eichen ist bislang eine vielgenutzte Durchfahrtsstraße. Die Umwandlung in eine Fahrradstraße soll den Kfz-Verkehr reduzieren und so die Sicherheit erhöhen. Besonders profitieren sollen die Kinder und Eltern der nahegelegenen Kita.
Der 350 Meter lange Abschnitt erhält einen 0,75 Meter breiten Sicherheitstrennstreifen neben den Stellflächen, um Unfälle durch plötzlich geöffnete Autotüren zu vermeiden. Vor der Markierung wird zudem die Fahrbahn saniert.
Steglitz-Zehlendorf: Neue Fahrradstraßen sind Teil des bezirklichen Radnetzes
Beide neuen Fahrradstraßen liegen auf bestehenden bezirklichen Fahrradrouten. Der Königsweg Südwest ist Teil der „Nikolassee-Route“, der Tietzenweg Teil der „Steglitz-Route“. Zudem wird mit dem Ausbau des Königswegs ein Abschnitt des Mauerwegs für Radfahrende attraktiver gestaltet.
Fahrradstraßen gewähren Radfahrenden Vorrang, erlauben Nebeneinanderfahren und sind auf Tempo 30 begrenzt. Kfz sind als Anlieger zugelassen, Einsatzfahrzeuge dürfen sie jederzeit befahren. Die besondere Markierung mit Piktogrammen, Farbflächen und Sicherheitstreifen soll für klare Verkehrsregeln und mehr Sicherheit sorgen.
Quellen: infraVelo, Grün Berlin GmbH
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2 Kommentare
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Die Fahrradstraßen in Berlin sind eine Farce, solange diese nicht überwacht werden. Die Straßen sind für Anlieger frei, werden aber endlos durch Leute benutzt, die einfach nur durchfahren – und dabei weder den Vorrang von Fahrradfahrern noch die Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten.
Ist ein wenig wie die Einbahnstraßen bei den gegenwärtigen Straßenbaustellen. Interessiert kaum einen, weil es nicht überwacht wird.
Ich wohne an der Kreuzung Tietzenweg/Margaretenstr. und kann seit 35 Jahren beobachten, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit – weil rechts vor links- mindern, während die Fahrradfahrer den Berg über die Brücke als Rallye benutzen und -wie es gestern passierte- mit einer hohen Geschwindigkeit an mir als Fußgänger vorbeirasten, so dass ich zur Seite springen musste. Diese Leute sind in einem Fahrtenrausch, schlimmer als die Autofahrer und ich hoffe nicht, dass sich jetzt Unfälle ergeben.