Der Senat in Berlin hat den Bericht zur Umsetzung des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramms beschlossen. Mit 33 Kita- und 83 Spielplatzsanierungen wurden auch im Jahr 2025 wichtige Verbesserungen in der sozialen Infrastruktur der Stadt erreicht.

Blick auf eine Baustelle in Marzahn, 2025: Die Kita „Raupe Nimmersatt“ wird seit 2024 zu einem inklusiven und nachhaltigen „Haus für alle“ mit 30 zusätzlichen Plätzen saniert und erweitert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Bezirksamt Lichtenberg
Der Berliner Senat hat den Bericht zur Umsetzung des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramms beschlossen. Das Programm finanzierte 2025 Sanierungen an 33 Kitas und 83 Spielplätzen in ganz Berlin. Doch die Bezirke klagen über Kürzungen der Mittel.
- Berichtsjahr: 2025
- Kitas: 33 sanierte Einrichtungen (2,9 Millionen Euro)
- Spielplätze: 83 sanierte Anlagen (6,4 Millionen Euro)
Der Berliner Senat hat am 5. Mai 2026 den Bericht zur Umsetzung des Berliner Kita- und Spielplatzsanierungsprogramms beschlossen. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch legte den Bericht vor. Der Senat leitete ihn anschließend an den Hauptausschuss weiter.
Kita- und Spielplatzsanierung: Kürzungen in einzelnen Bezirken
Das Programm unterstützt Bezirke bei der Sanierung von Kitas auf landeseigenen Grundstücken sowie bei öffentlichen Spielplätzen. 2025 sanierte Berlin nach Angaben des Senats insgesamt 33 Kitas mit einem Volumen von rund 2,9 Millionen Euro. Außerdem setzte die Stadt 83 Spielplätze mit rund 6,4 Millionen Euro instand und wertete sie auf.
Doch nicht alle Bezirke fühlen sich gleichermaßen unterstützt. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hatte im Frühjahr 2025 mitgeteilt, dass die Mittel für das Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm im Bezirk zum zweiten Mal in Folge gekürzt worden seien.
Nach Bezirksangaben lagen die Kürzungen 2025 bei rund 540.000 Euro. Damit standen dem Bezirk nur noch rund 43 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Mittel zur Verfügung. Mehrere Spielplatzmaßnahmen konnten daraufhin nicht umgesetzt werden.
Neuer inklusiver Spielplatz in Treptow-Köpenick
Doch es gibt auch Positivbeispiele, wie den inklusiven Spielplatz am FEZ Berlin in Treptow-Köpenick. Dafür flossen laut Senat insgesamt 871.924 Euro. Zusätzlich entstand auf den Freiflächen des Kombibads Gropiusstadt in Neukölln ein ganzjähriges Sportangebot für Jugendliche. Diese Maßnahme lief im Rahmen des Maßnahmenpakets zur Prävention von Jugendgewalt 2023 bis 2025 und hatte ein Gesamtvolumen von rund 374.000 Euro.
Das Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm besteht seit dem Doppelhaushalt 2014/15. Seitdem stellt das Land Berlin den Bezirken Fördermittel für Kitas und öffentliche Spielplätze bereit. Der Senat sieht das als Beitrag zur Sicherung von Kitaplätzen und zum Erhalt von Kita-Standorten auf landeseigenen Flächen. Öffentliche Spielplätze sollen besonders Kindern in dicht bebauten Quartieren helfen, die keine eigenen Freiflächen nutzen können.
Bund investiert in Kita-Sanierung
Gleichzeitig bereiten der Bund und die Länder aktuell neue Investitionen in die Kindertagesbetreuung vor. Das Bundesbildungsministerium teilte mit, dass der Bund den Ländern von 2026 bis 2029 insgesamt 4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereitstellen will.
Die Mittel können unter anderem für Neubau, Ausbau, Umbau, Sanierung, Modernisierung, Ausstattung, digitale Infrastruktur und energetische Maßnahmen genutzt werden.
Quellen: Senatskanzlei, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
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