Der Berliner Wohnungsbau bleibt auch 2026 eines der zentralen Themen der Stadtentwicklung. In mehreren Bezirken starten neue Projekte, die zusätzlichen Wohnraum schaffen und den angespannten Markt entlasten sollen. Eine tragende Rolle übernehmen dabei die landeseigenen Wohnungsunternehmen, die den bezahlbaren und sozialen Neubau in verschiedenen Stadtteilen vorantreiben.
444 Wohnungen Marzahn
Hochhausprojekt Wilhelmsruher Damm
Neue Mitte Tempelhof
Wohnungen ehem. Tetra-Pak-Gelände
Neues Quartier am Fennpfuhl
© Visualisierung Titelbild: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH / Treibhaus Landschaftsarchitektur
Wohnraum bleibt eines der drängendsten Themen Berlins und spielt auch im Jahr 2026 eine große Rolle für die Stadtentwicklung. In mehreren Bezirken sollen neue Wohnprojekte starten, die spürbar zur Entlastung des angespannten Marktes beitragen sollen. Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, die den Neubau vorantreiben und zugleich bezahlbare Mieten sichern sollen. Sie investieren stadtweit, entwickeln große Quartiere und prägen zunehmend, wo in Berlin neuer Wohnraum entsteht. Die folgenden fünf Projekte zeigen exemplarisch, wo ab 2026 gebaut wird und welche Bedeutung der kommunale Wohnungsbau für die Stadt hat.
Märkisches Viertel: 176 geförderte Wohnungen starten 2026 am Wilhelmsruher Damm
Im Märkischen Viertel beginnt im Januar 2026 der Bau eines 17-geschossigen Wohnhochhauses mit 176 Wohnungen am Wilhelmsruher Damm 150. Die landeseigene GESOBAU realisiert das Projekt gemeinsam mit TREUCON und Kondor Wessels, wobei rund 90 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnraum vorgesehen sind. Ergänzend entstehen mehrere Gewerbeeinheiten, während ein Bestandsflachbau aus den 1960er-Jahren zuvor abgerissen wird. Das Hochhaus gilt als anspruchsvolle Nachverdichtung und soll einen spürbaren Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Berliner Norden leisten.
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Tempelhof: 500 Wohnungen in der „Neuen Mitte Tempelhof“ ab 2026 im Bau

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In Tempelhof soll 2026 der Bau des neuen Stadtquartiers „Neue Mitte Tempelhof“ beginnen, nachdem der Berliner Senat den Bebauungsplan beschlossen hat. Geplant sind rund 500 neue Wohnungen sowie umfangreiche öffentliche Nutzungen, darunter ein neues Stadtbad, Kultur- und Bildungseinrichtungen und zusätzliche Grünflächen. Damit entsteht am Rathaus Tempelhof ein gemischtes Quartier, das Wohnen, Verwaltung und soziale Infrastruktur miteinander verbindet. Das Projekt zählt zu den zentralen Neubauvorhaben im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und soll die lange brachliegende Fläche städtebaulich neu ordnen.
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Lichtenberg-Fennpfuhl: 580 Wohnungen auf ehemaligem Busparkplatz ab Ende 2026
Am Fennpfuhl entsteht ab dem vierten Quartal 2026, vorbehaltlich möglicher Verzögerungen, ein neues Wohnquartier mit rund 580 Wohnungen auf einem früheren BVG-Busparkplatz. Die landeseigene HOWOGE übernimmt den Bau, wobei etwa die Hälfte der Wohnungen sozial gefördert werden soll. Ergänzend sind eine Grundschule, Sportflächen sowie ein markantes Hochhaus mit bis zu 50 Metern Höhe geplant. Damit wird eine lange versiegelte Fläche neu genutzt und das Umfeld an der Grenze zu Alt-Hohenschönhausen städtebaulich aufgewertet.
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Heiligensee: 700 landeseigene Wohnungen auf dem ehemaligen Tetra-Pak-Gelände ab 2026 geplant
In Heiligensee soll ab 2026 auf dem früheren Tetra-Pak-Produktionsstandort ein neues Wohnquartier entstehen. Nachdem die alten Fabrikgebäude vollständig abgerissen wurden, plant die GEWOBAG gemeinsam mit Land und Bezirk rund 700 landeseigene Mietwohnungen. Zugleich wird das bislang versiegelte Areal schrittweise entsiegelt und neu geordnet. Der Baustart ist für 2026 vorgesehen, auch wenn Details zum Mobilitätskonzept noch diskutiert werden.
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Marzahn-Mitte: 444 neue Mietwohnungen an der Jan-Petersen-Straße ab 2026
In Marzahn-Mitte planen Greystar und Ten Brinke ab Sommer 2026 den Bau eines neuen Wohnquartiers mit 444 Mietwohnungen. Entstehen sollen ein elfgeschossiges Hochhaus und ein sechsgeschossiger Bau, ergänzt durch Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss. Das Angebot richtet sich an Haushalte mit mittlerem Einkommen und kombiniert unterschiedliche Wohnungsgrößen mit wohnortnaher Versorgung. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 vorgesehen und soll zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts beitragen.
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Quellen: GESOBAU AG, TREUCON Gruppe, TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus GmbH, Treibhaus Landschaftsarchitektur, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, rbb24, Tagesspiegel, Wikipedia, Architektur Urbanistik Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Der Regierende Bürgermeister – Senatskanzlei, AG.URBAN, BSM mbH, Bezirksamt Reinickendorf, GEWOBAG; ZS/Gewobag Projektentwicklung Heiligensee GmbH, Ten Brinke, Greystar, Periskop
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