Die Fritz-Kühn-Schule in Berlin erhält mit dem „Mediencampus Altglienicke“ 625 Schulplätze. Der Erweiterungsstandort in der Kalker Straße ist übernommen und soll zum Schuljahr 2026/27 modernste Bildungsbedingungen bieten.

Ein Blick auf die Holzfassade des Erweiterungsbaus der Fritz-Kühn-Schule in Altglienicke: Hier gehen ab Sommer 2026 über 600 Kinder zur Schule. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Erweiterungsstandort der Fritz-Kühn-Schule in der Kalker Straße 7 ist offiziell übernommen. Damit kann der „Mediencampus Altglienicke“ zum Schuljahr 2026/27 starten. Der Neubau bringt 625 Schulplätze nach Treptow-Köpenick und erweitert die Schule erstmals um eine eigene gymnasiale Oberstufe.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Kalker Straße 7, 12524 Berlin
- Schulform: Integrierte Sekundarschule
- Start: Schuljahr 2026/27
- Neue Schulplätze: 625
Der Neubau entstand im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive und gilt berlinweit als zweite Holz-Compartmentschule. Insgesamt schafft der Standort 625 Schulplätze. Davon entfallen 400 Plätze auf die Sekundarstufe I. Weitere 225 Plätze sind für die neue gymnasiale Oberstufe vorgesehen.

Am Erweiterungsbau der Fritz-Kühn-Schule in Altglienicke sind Fassadenarbeiten weitgehend abgeschlossen, der Bau ist fertig. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Fritz-Kühn-Schule erhält eigene Oberstufe
Mit dem „Mediencampus Altglienicke“ kann die Fritz-Kühn-Schule ihren Bildungsweg künftig bis zum Abitur anbieten. Die Schule bleibt damit für viele Jugendliche über die zehnte Klasse hinaus ein fester Lernort. Bisher war die Fritz-Kühn-Schule eine Sekundarschule mit rund 500 Lernenden in den Jahrgängen 7 bis 10. Der neue Standort ergänzt das Hauptgebäude an der Dahmestraße 45 und die Filiale an der Dahmestraße 36 in Berlin-Bohnsdorf.
Das viergeschossige Gebäude setzt auf das Compartment-Prinzip. Es verbindet moderne Unterrichtsräume mit offenen Lernlandschaften und Teamräumen für das pädagogische Personal. Nach Angaben der Berliner Schulbauoffensive umfasst der Neubau 25 Stammgruppenräume, 18 Teilungsräume, 17 Fachräume, eine Bibliothek sowie einen Mehrzweckraum mit Mensa und Küche. Auf Wunsch des Bezirks und der Schule entstand zudem eine Medienwerkstatt mit Tonstudio und Soundraum.
Fritz-Kühn-Schule: 625 Schulplätze und nachhaltiger Holzbau
Der „Mediencampus Altglienicke“ besteht aus 316 seriell vorgefertigten Raummodulen. Kaufmann Bausysteme fertigte die Module im Werk Berlin-Köpenick vor, unter anderem mit Fenstern, Haustechnik und Sanitäreinbauten. Insgesamt kamen rund 5.000 Kubikmeter Holz zum Einsatz. Die Bauweise verkürzte die Bauzeit deutlich: Zwischen Grundsteinlegung und Richtfest lagen 2025 weniger als sechs Monate.
Auch die Außenbereiche gehören zum pädagogischen Konzept. Der Standort erhält eine Außensportanlage, begrünte Pausenflächen und grüne Klassenzimmer. Ergänzend entsteht eine Sporthalle, die den Schulstandort in Bohnsdorf entlasten soll.

Der Erweiterungsbau der Fritz-Kühn-Schule in Altglienicke zeigt eine weitgehend geschlossene Gebäudehülle mit montierten Fassaden und eingesetzten Fenstern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Mediencampus Altglienicke“ stärkt digitales Lernen
Die Fritz-Kühn-Schule nimmt am Berliner Schulversuch „Hybride Formen des Lehrens und Lernens“ teil. Ihr Konzept verbindet festen Präsenzunterricht mit flexiblen Unterrichtstagen, Exkursionen, Workshops, selbstverantwortlichem Lernen und digitalen Lernplattformen.
Die Lernenden nutzen iPads. Wochenaufgaben über „itslearning“ ersetzen in bestimmten Fächern einzelne Präsenzstunden. Die Schule will damit selbstständiges, mediales und digitales Lernen stärker im Alltag verankern.
Erweiterung Fritz-Kühn-Schule
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Berliner Schulbauoffensive, Fritz-Kühn-Schule,
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