An der Ringbahn wächst mit der „Friedenauer Höhe“ eines der größten Wohnungsbauprojekte Berlins. Bis zu 1.350 Wohneinheiten entstehen auf dem ehemaligen Güterbahnhof Wilmersdorf , mit einer Fassade, die Feinstaub standhalten muss und zugleich im engen Kostenrahmen des geförderten Wohnungsbaus bleibt.

Friedenauer Höhe Außenfassade

Der Einsatz von Klinkerriemchen an der Friedenauer Höhe beruht auf einer Kosten-Nutzen-Analyse, da sie das Fassadengewicht deutlich reduzieren und so Tragwerk, Beton- und Stahlbedarf verringern. Dadurch lässt sich eine langlebige und hochwertige Fassadengestaltung auch innerhalb des engen Kostenrahmens des Wohnungsbaus realisieren. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: bloomimages

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Mit dem Wohnprojekt „Friedenauer Höhe“ entsteht zwischen Friedenau, Schöneberg und Wilmersdorf eines der größten neuen Wohnquartiere Berlins. Auf rund 51.000 Quadratmetern sind bis zu 1.350 Wohneinheiten geplant, darunter ein hoher Anteil an Mietwohnungen. Durch die direkte Lage an der Ringbahn und die Nähe zum S-Bahnhof Innsbrucker Platz erhält das Areal eine zentrale und verkehrlich gut angebundene Position.

Entwickelt wird das Quartier von einem Joint Venture aus OFB Projektentwicklung und Instone Real Estate, ergänzt durch weitere Bauabschnitte etwa durch Ten Brinke. Städtebaulich prägend ist ein langer Gebäuderiegel entlang der Bahntrasse, der durch innere Wohnhäuser, Gewerbeflächen, Kitas und Büros ergänzt wird. Das Quartier ist weitgehend autofrei angelegt, wird jedoch durch Tiefgaragen mit rund 600 Stellplätzen ergänzt, während zugleich etwa 2.000 Fahrradstellplätze, begrünte Innenhöfe und öffentliche Wege entstehen, die das Gebiet mit dem Umfeld vernetzen.

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„Friedenauer Höhe“ an der Ringbahn: Robuste Klinkerfassade für 1.100 Wohnungen

Die Lage unmittelbar an der stark befahrenen S-Bahn-Trasse prägt die Planung. Feinstaub, Erschütterungen und Witterung hätten einer klassischen Putzfassade schnell zugesetzt. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zugunsten von Klinkerriemchen. Sie verbinden Robustheit mit vergleichsweise geringem Gewicht.

Die Wahl ist auch wirtschaftlich begründet. Klinkerriemchen reduzieren Lasten auf Tragwerk und Fundament und senken damit den Materialeinsatz im Rohbau. So bleibt eine hochwertige Fassadengestaltung innerhalb des engen Kostenrahmens des geförderten und frei finanzierten Wohnungsbaus möglich.

Wartungsarme Fassade soll Betriebskosten der „Friedenauer Höhe“ über Jahrzehnte senken

Neben den Baukosten spielen langfristige Betriebskosten eine zentrale Rolle. Klinker gilt als widerstandsfähig gegen Verschmutzung und biologischen Bewuchs und benötigt keinen regelmäßigen Neuanstrich. Das senkt Wartungsaufwand und Folgekosten über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude.

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Gerade bei Projekten dieser Größe beeinflussen solche Entscheidungen die Gesamtwirtschaftlichkeit erheblich. Für Wohnungsbaugesellschaften und Investoren wird die Fassade damit zu einem Instrument, um langfristige Stabilität zu sichern.

Ringbahn-Schöneberg: Fassadenkonzept gliedert den langen Wohnriegel der „Friedenauer Höhe“

Die Länge des Gebäuderiegels entlang der Gleise birgt das Risiko städtebaulicher Eintönigkeit. Um dem entgegenzuwirken, entwickelten Grüntuch Ernst Architekten gemeinsam mit dem Klinkerhersteller ein differenziertes Fassadenkonzept, wie DEAL Magazin schreibt. Helle und dunkle Klinkersortierungen wechseln sich ab und erzeugen Kontraste.

Hinzu kommt eine plastische Gliederung. Geschosshohe, leicht trapezförmige Elemente treten hervor und verändern die Wahrnehmung je nach Blickwinkel und Bewegung entlang der Bahntrasse. Die Fassade reagiert damit auf den Maßstab der Infrastruktur.

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1.100 Wohnungen an der Ringbahn: Skalierbare Fassadenlösungen für Berlins Großprojekte

Direkt angrenzend an das Wohnquartier entsteht mit „The Friedenauer“ ein neues Büro- und Gewerbegebäude, das den Standort am Innsbrucker Platz ergänzt und Teil der Gesamtentwicklung der Friedenauer Höhe ist.

Großprojekte stellen auch die Lieferketten vor Herausforderungen. Für die „Friedenauer Höhe“ mussten Fassadenelemente in gleichbleibender Qualität und großen Stückzahlen verfügbar sein. Der Hersteller erweiterte dafür seine Produktionskapazitäten.

Diese Skalierbarkeit gilt als Voraussetzung, um ähnliche Lösungen künftig auch in anderen Berliner Wohnungsbauprojekten einzusetzen. Die „Friedenauer Höhe“ dient damit als Referenz für Bauweisen, die Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und Gestaltung verbinden.

Friedenauer Höhe Wohnkomplex

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Friedenauer Höhe

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: DEAL Magazin, IT Boltwise, The Friedenauer, Ten Brinke Berlin GmbH Hochbau, Berliner Woche, Friedenauer Höhe, HOWOGE, OFB Projektentwicklung

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5 Kommentare

  1. fritze 17. Dezember 2025 at 09:13 - Reply

    die wohnungen sind größtenteils mäbliert und kosten bei 40m² weit über 1000€ miete im monat.
    alles unbezahlbarer schrott, dafür dass man an der autobahn wohnt.

  2. Anja Seeger 17. Dezember 2025 at 17:52 - Reply

    Für mich das hässlichste Gebäude in der Stadt. Jedes Mal, wenn ich zur Autobahn fahre, ärgere ich mich darüber. Wer will dort wohnen, direkt an der Autobahn, in solch schlimmer und langweiliger Architektur?

  3. alex-sch 19. Dezember 2025 at 07:20 - Reply

    „Hochwertig innerhalb eines engen Kostenrahmens“ ist letztlich ein Code für maximale Rendite bei minimalem gestalterischem Anspruch.

    Die Bewohner werden wohl nur zur Not hier einziehen und nicht, weil ihnen das ‚Quartier‘ so gefällt.

  4. Bene 20. Dezember 2025 at 18:45 - Reply

    Gähn … immer die gleichen Kommentare von den ewig Gestrigen. Als Eigentümer und Anwohner im Quartier kann ich nur sagen, dass wir hier gerne leben und es gefällt uns sehr gut.

  5. Dirk Thiele Galizia 21. Dezember 2025 at 16:46 - Reply

    Ist nicht schön

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