Das „Freilandlabor Kaniswall“ in Köpenick wurde nach energetischer Sanierung wiedereröffnet. Erneuert wurden Fassade, Leitungen, Lehrküche, Toiletten und Heiztechnik.

Bei der Eröffnung des „Freilandlabor Kaniswall“ in Gosen standen Vertreter des Bezirks und des Lernorts vor dem sanierten Gebäude. / © Foto: BA T-K
© Titelbild: Foto BA T-K
Das „Freilandlabor Kaniswall“ in Köpenick ist nach umfangreicher energetischer Sanierung wieder eröffnet worden. Der außerschulische Lernort erhielt eine neue Fassade, neue Leitungen, eine Luft-Wärmepumpe, eine moderne Lehrküche sowie erneuerte barrierefreie Toiletten.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Am Kaniswall 1, 12559 Berlin
- Einrichtung: Außerschulischer Grüner Lernort
- Sanierungskosten: 500.000 Euro
- Maßnahmen: Fassade, Leitungen, Luft-Wärmepumpe, Lehrküche, barrierefreie Toiletten
Bezirksbürgermeister Oliver Igel übergab den Standort im Rahmen einer Feierstunde zurück an die Öffentlichkeit und damit vor allem an Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte. Der Lernort liegt am südöstlichen Berliner Stadtrand, direkt an der Grenze zu Brandenburg, inmitten der Gosener Wiesen.
Dort lernen Schulklassen und Kita-Gruppen ökologische Zusammenhänge nicht im Klassenraum, sondern im Gelände, am Wasser, im Wald und auf Wiesen. Auf dem Gelände stehen unter anderem ein grünes Klassenzimmer, ein Amphitheater, Wald-, Boden-, Wiesen- und Wasserbereiche, Rundwege, ein Biberweg, Naturspielplätze sowie Anlagen zu Solar- und Windenergie zur Verfügung.

Im Unterrichtsraum des „Freilandlabor Kaniswall“ in Gosen finden Natur- und Umweltprojekte für Schulklassen statt. / © Foto: BA T-K
Energetische Sanierung am „Freilandlabor Kaniswall“
Bei der Sanierung erneuerte der Bezirk zentrale Teile des Gebäudes. Dazu gehören die Holzfassade, Leitungen und die Heiztechnik. Eine Luft-Wärmepumpe ersetzt alte technische Anlagen. Außerdem erhielt das „Freilandlabor Kaniswall“ eine neue Lehrküche. Die Sanitärbereiche wurden modernisiert und barrierefrei gestaltet.
Laut einer Schriftlichen Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus lagen die Gesamtkosten für die Sanierung bei 500.000 Euro. Finanziert wurde das Vorhaben aus PMO-Mitteln (Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR).
Trotz der Bauarbeiten führte das Team den Lehrbetrieb auch in den vergangenen Monaten weiter. Dafür nutzte es Provisorien, hielt Angebote so weit wie möglich aufrecht. Das ist für den Standort wichtig, denn das „Freilandlabor Kaniswall“ arbeitet eng mit verschiedenen Köpenicker Grund- und Oberschulen zusammen. Die Bildungsarbeit orientiert sich an den Rahmenlehrplänen.

Die energetische Sanierung des „Freilandlabor Kaniswall“ in Gosen umfasste unter anderem eine neue Holzfassade sowie den Einbau einer Luft-Wärmepumpe. Das Freilandlabor dient als außerschulischer Lernort für Umwelt- und Naturbildung im Berliner Südosten. / © Foto: BA T-K
„Freilandlabor Kaniswall“: Lernort in der Naturoase Gosen
Das „Freilandlabor Kaniswall“ zählt zu den besonderen außerschulischen Lernorten im Berliner Südosten. Die Lage in den Gosener Wiesen macht Exkursionen zu Pflanzen, Tieren, Gewässern, Klima, Ernährung und erneuerbaren Energien möglich. Die Stiftung Naturschutz Berlin beschreibt den Standort als Lernort im größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet Berlins. Schulklassen kommen dort für Natur- und Umweltprojekte zusammen, oft für mehrere Stunden oder einen ganzen Projekttag.
Mit der Wiedereröffnung endet ein wichtiger Bauabschnitt für das „Freilandlabor Kaniswall“. Die Sanierung verbessert nicht nur die Energiebilanz des Gebäudes. Sie sichert auch die praktische Umweltbildung an einem Standort, der für Treptow-Köpenick und viele Berliner Schulen eine wichtige Rolle spielt.
„Freilandlabor Kaniswall“
Quellen: Oliver Igel, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Berliner Abgeordnetenhaus, Schriftliche Anfrage 19 / 24 409, Freilandlabor Kaniswall, Stiftung Naturschutz Berlin
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