Im Frankfurter Gallus ist auf einem ehemaligen Gewerbeareal ein neues Wohnquartier entstanden. Ein Rundgang durchs „FRANKY“ zeigt den aktuellen Stand des Quartiers und gibt Einblick in das dahinterliegende Konzept.

Zwischen Kleyerstraße und Ackermannstraße ist auf einem ehemaligen Gewerbeareal in den vergangenen Jahren das Wohnquartier „FRANKY“ entstanden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Auf dem früheren Avaya-Gelände im Frankfurter Gallus ist in den vergangenen Jahren ein neues Wohnquartier gewachsen. Das auf rund 51.000 Quadratmetern entstandene Quartier zwischen Kleyerstraße und Ackermannstraße trägt inzwischen den Projektnamen „FRANKY“ und zählt zu den größten Wohnungsbauvorhaben der Stadt.
Heute prägen bereits bezogene Wohnhäuser das Straßenbild, an einer Stelle laufen die Bauarbeiten jedoch noch.
Baufortschritt an der Kleyerstraße: Fertige Fassaden, Quartiersplatz im Bau

Während die Wohngebäude weitgehend fertiggestellt sind, wird am zentralen Quartiersplatz vom „FRANKY“ noch gebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Entlang der Kleyerstraße reihen sich mehrere Wohnblöcke aneinander, deren Fassaden sich in Farbe und Materialität unterscheiden. Rottöne, Ocker und helle Putzflächen wechseln sich ab. Nach aktuellem Stand wirken die Gebäude vor Ort inzwischen durchgängig fertiggestellt, zumal auch die ersten Bewohnerinnen und Bewohner eingezogen sind.
Anders sieht es am geplanten Quartiersplatz aus. Dort wird derzeit noch gebaut. Laut Projektbeteiligten soll dieser zentrale Freiraum noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, sodass das „FRANKY“ dann auch optisch als zusammenhängendes Quartier erkennbar wird.
Wettbewerb und Rahmenplan: Von der Gewerbefläche zum Wohnstandort

Die Wohnstraßen im Quartier sind verkehrsberuhigt angelegt und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern zahlreiche Fahrradstellplätze. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Die Grundlage für das heutige Quartier legte ein städtebaulicher Wettbewerb aus dem Jahr 2013. Zwölf Architektur- und Stadtplanungsbüros reichten damals Entwürfe für das Gelände ein, auf dem zuvor der deutsche Sitz des Unternehmens Avaya ansässig war. Am Ende setzte sich der Entwurf von Baufrösche Architekten und Stadtplaner aus Kassel durch, der eine zentrale Grünfläche sowie ein eigenes Verkehrskonzept vorsah.
Aus diesem Siegerentwurf entwickelte die Stadt Frankfurt den Rahmenplan, der bis heute die Struktur des Quartiers prägt. Bereits darin war ein Anteil von 30 Prozent öffentlich gefördertem Wohnraum vorgesehen, verteilt über das gesamte Areal statt auf einzelne Bereiche konzentriert.
Wohnungsmix im Neubauquartier: Angebote für unterschiedliche Lebensphasen

Das Quartier ist weitestgehend fertiggestellt und die ersten Wohnungen sind bereits bezogen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Insgesamt entstehen im FRANKY über 1.300 Mietwohnungen mit rund 93.000 Quadratmetern Wohnfläche. Das Angebot reicht vom kompakten Mikroapartment bis zur familientauglichen Fünf-Zimmer-Wohnung, ergänzt um barrierefreie Einheiten für ältere Bewohnerinnen und Bewohner. Vier Bauabschnitte mit zusammen 677 Wohnungen, darunter 189 öffentlich geförderte, wurden bereits Ende 2025 an die aam2core Holding AG übergeben.
Neben dem Wohnen sollen drei Kindertagesstätten mit rund 200 Betreuungsplätzen sowie Gewerbe- und Einzelhandelsflächen den Alltag im Quartier ergänzen. Damit orientiert sich FRANKY an einem Nutzungsmix, der über reines Wohnen hinausgeht und verschiedene Bedürfnisse innerhalb eines Areals bündelt.
Mobilität und Energieversorgung des Quartiers: Ausstattung mit Blick auf Nachhaltigkeit

Die Galluswarte sowie mehrere Straßenbahn- und Bushaltestellen liegen in der Nähe und sorgen für kurze Wege in die Frankfurter Innenstadt sowie zum rund zwei Kilometer entfernten Hauptbahnhof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wer im FRANKY wohnt, findet ein verkehrsberuhigtes Quartier mit rund 1.100 Pkw-Stellplätzen vor, von denen 175 über einen E-Ladeanschluss verfügen. Ergänzend stehen etwa 3.000 Fahrradstellplätze zur Verfügung, was die Bedeutung des Radverkehrs im Konzept unterstreicht.
Auch bei der Wärmeversorgung setzt das Quartier auf ein alternatives Modell: Bis zu 80 Prozent des Bedarfs sollen über die Abwärme eines benachbarten Rechenzentrums gedeckt werden, die restlichen 20 Prozent liefert Fernwärme. Errichtet wird das FRANKY zudem im KfW-Effizienzhaus-55-Standard.
Vermietung durch die BUWOG: Wohnungen weiterhin verfügbar

Vier Wohnblöcke mit begrünten Innenhöfen bilden gemeinsam mit zwei weiteren Gebäuderiegeln die Grundstruktur des Quartiers. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Trotz des fortgeschrittenen Baustands scheinen noch nicht alle Wohnungen im FRANKY vermietet zu sein. Vor Ort weisen mehrere Aushänge auf freie Einheiten hin, die über die BUWOG Immobilien Treuhand GmbH vermietet werden.
Mit der geplanten Fertigstellung des Quartiersplatzes noch in diesem Jahr erhält FRANKY dann auch den zentralen Treffpunkt, der dem Quartier bislang noch fehlt.
Quellen: FRANKY, Stadt Frankfurt am Main
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2 Kommentare
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Ich habe mir einige der Wohnung angesehen. Sie sind wirklich wunderschön. Leider ist es jedoch wieder einmal so, dass Normalverdiener sich die Wohnungen nicht leisten können. Einige der Wohnungen sind gefördert, allerdings bekommt man mit einem Durchschnittsgehalt keine geförderte Wohnung. Entgegen der Werbung „für Singles und Berufsanfänger“ kann ich nur sagen, die Wohnungen sind kaum bezahlbar für einen Single. Eine 2-Zimmer-Wohnung (ca.64qm) kostet fast 1500 € warm. Der Tiefgaragenstellplatz muss zwingend mitgemietet werden. Für einen Durchschnittsverdiener ist das kaum zu stemmen! Bezahlbarer Wohnraum auch für die breite Mitte wäre wünschenswert!
Die Wohnungen sind sehr hellhörig. Ich fühle mich dort nicht wohl und dachte bei den Mietpreisen, dass es ein hochwertiger Bau ist. Wie man auf euren Bildern sieht, ist draußen alles voller Autos, während die unterirdischen Stellplätze zu gefühlt 80% leer sind.