Die Freie Universität Berlin erhält ein neues pädagogisches Büro- und Seminargebäude. Das Projekt soll das Angebot für Lehrkräftebildung, Schulqualität und Wirtschaftswissenschaften erweitern. Bis 2028 soll das Bauvorhaben abgeschlossen werden.

In Dahlem schreiten die ersten Bauvorkehrungen des Neubaus der Freien Universität Berlin voran. Das Ziel des Neubaus ist die Stärkung von Forschung und Lehre insbesondere zur Ausbildung künftiger Lehrkräfte und die wissenschaftliche Begleitung von Schulentwicklung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierung Titelbild: heinlewischer Architekten
Mit einem symbolischen Spatenstich am 12. September 2025 hat die Freie Universität Berlin den Bau eines neuen Büro- und Seminargebäudes an der Habelschwerdter Allee 45 begonnen. Hier auf dem Campus Dahlem der Freien Universität Berlin soll in den kommenden Jahren ein neues Büro- und Seminargebäude entstehen, direkt neben der sogenannten „Rostlaube“.
Geplant ist, ein modernes Zentrum für Lehrkräftebildung, das Institut für Schulqualität sowie den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften aufzunehmen. Der Neubau dient sowohl als Erweiterung der Infrastruktur als auch als strategisches Projekt zur Stärkung der Lehr- und Forschungsbereiche.
FU Berlin: Neues Büro- und Seminargebäude entsteht auf dem Campus Dahlem
Das neue Gebäude soll auf drei Geschossen errichtet werden und sich über eine Nutzfläche von über 6.400 Quadratmeter erstrecken. Der Neubau wird in Holz- und Hybridbauweise umgesetzt und soll den BNB-Standard Silber erreichen.
Für den Außenbereich sind zwei Innenhöfe sowie großzügige Kommunikationszonen geplant. Die Dachterrassen werden über einen barrierefreien Zugang erreichbar sein. Zudem sind ein Retentionsdach mit Photovoltaikanlage, Biodiversitätsflächen und 270 Fahrradstellplätze geplant. Damit soll der Neubau der Freien Universität ein deutliches Signal in Richtung nachhaltiger campusinterner Entwicklung setzen.
Freie Universität: Neubau in Dahlem soll knapp 35 Millionen Euro kosten
Aktuell erfolgen die Vorbereitungsmaßnahmen auf dem bislang leerstehenden Gelände, welche die Einrichtung der Baustelle und erste Erschließungsarbeiten auf dem Grundstück mit einbeziehen. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 34,8 Millionen Euro beziffert, wobei 10,8 Millionen Euro aus „SIWANA“-Mitteln stammen.
Mit „SIWANA“ ist das „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ gemeint, zur „Finanzierung von Infrastrukturprojekten für Schulen, Flüchtlingsunterkünfte, Kindertagesstätten, Sport, Jugend und Digitalisierung„.
Als Generalplaner wurde das Architekturbüro Heinlewischer beauftragt. Während für die Technische Gebäudeausrüstung Hellplan Ingenieurgesellschaft und Weber & Partner verantwortlich sind, übernehmen Wetzel & Von Seht die Tragwerksplanung sowie Ulrike Brandi Licht, die Lichtplanung des Gebäudes.
Der finalisierte „FUHUB“ ist ein weiteres Projekt der Freien Universität Berlin
Mit dem bereits Ende 2024 fertiggestellten Innovationscampus „FUHUB“ entsteht auf dem FUBIC-Areal parallel dazu ein weiteres Gebäude mit einer Nutzfläche von mehr als 6.600 Quadratmetern flexibler Büro- und Laborflächen. Damit richtet es sich an Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Robotik und weitere technologiebetriebene Branchen.
Der Neubau, der im Berliner Südwesten neben der populären „Rostlaube“ an der Habelschwerdter Allee entstehen soll, wird nach aktuellem Planungsstand bis 2028 fertiggestellt werden.

Das wohl populärste Gebäude der FU Berlin, die sogenannte „Rostlaube“, bekommt bis 2028 einen modernen Nachbarbau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB, Freie Universität Berlin, Berlin.de
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