Am Franz Neumann Platz in Reinickendorf haben die ersten Arbeiten für die geplante Neugestaltung begonnen. Bis der Umbau abgeschlossen ist, werden jedoch rund zwei Jahre vergehen.

Die Visualisierung zeigt den künftig neugestalteten Franz-Neumann-Platz mit großzügigen Grünflächen, geschwungenen Sitzbereichen, neuen Wegeführungen und einem offenen Brunnenbereich zwischen Wohnhäusern und Gastronomie.

Der Entwurf von Grieger Harzer Landschaftsarchitekten sieht neue Grünflächen, barrierefreie Wege sowie eine stärkere Öffnung des bislang abgeschirmten Platzbereichs zur Residenzstraße vor. Auch der Brunnenbereich soll neu gestaltet und mit Wasserspielen ergänzt werden. / © Visualisierung: Grieger Harzer Dvorak Landschaftsarchiten

© Titelbild: IMAGO / Schöning

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Der Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf wird in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet. Nachdem im Frühjahr 2026 die ersten bauvorbereitenden Arbeiten begonnen haben, soll die eigentliche Neugestaltung nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Die Bauzeit von rund zwei Jahren wirkt auf den ersten Blick lang, hängt jedoch mit mehreren technischen und organisatorischen Herausforderungen zusammen.

Baustart und Zeitplan in Reinickendorf: Arbeiten haben begonnen

Seit April laufen am Franz-Neumann-Platz erste vorbereitende Maßnahmen. Der hintere Gehwegbereich bleibt vorerst weiterhin zugänglich, damit Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende den Platz erreichen können. In den kommenden Wochen sollen zunächst die bestehende Pergola und der Brunnen zurückgebaut werden. Außerdem werden vorhandene Befestigungen entfernt.

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Bereits im vergangenen Jahr war angekündigt worden, dass die Arbeiten im Sommer 2025 beginnen sollten. Tatsächlich starteten die Maßnahmen jedoch erst im Frühjahr 2026. Nach Angaben des Bezirksamts hängt die Verzögerung mit umfangreichen Abstimmungen zwischen verschiedenen Beteiligten zusammen. Eingebunden seien unter anderem die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Wasserbetriebe sowie die zuständige Senatsverwaltung.

Der Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf soll aufgewertet werden.

Der Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf soll aufgewertet werden. Hierfür wird auch der Brunnen zunächst zurückgebaut. / Foto: IMAGO / Schöning

Untergrundarbeiten in Reinickendorf: Schwierige Bauarbeiten unter dem Platz

Der wichtigste Grund für die lange Bauzeit liegt im Untergrund des Platzes. Dort entsteht eine neue technische Infrastruktur für den Brunnenbereich. Geplant ist unter anderem eine unterirdische Kammer für die neue Brunnentechnik. Diese misst etwa drei mal sechseinhalb Meter bei einer Höhe von rund 2,40 Metern. Zusätzlich wird eine große Zisterne für Regenwasser gebaut.

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Die Arbeiten gelten auch deshalb als kompliziert, weil unter dem Platz der Tunnel der U-Bahnlinie U8 verläuft. Deshalb darf nur leichtes Baugerät eingesetzt werden. Außerdem kann nicht beliebig viel Boden über dem Tunnel entfernt werden. Sonst bestehe die Gefahr, dass Grundwasser den Tunnel nach oben drückt und beschädigt. Gleichzeitig ist die Platzsituation äußerst beengt: Da Rettungswege jederzeit freigehalten werden müssen, können Baumaterialien kaum vor Ort gelagert werden, weshalb die Arbeiten abschnittsweise organisiert werden müssen.

Gestaltung des Franz-Neumann-Platzes: Mehr Offenheit und neue Grünflächen

Die Neugestaltung basiert auf einem Entwurf des Büros Grieger Harzer Landschaftsarchitekten, das 2020 aus einem freiraumplanerischen Wettbewerb hervorgegangen war. Vorgesehen ist keine vollständige Neuordnung des Platzes, sondern eine Weiterentwicklung der bestehenden Struktur. Besonders wichtig ist dabei die stärkere Öffnung zur Residenzstraße. Der begrünte Wall soll an mehreren Stellen durchlässiger werden und den Platz stärker mit seinem Umfeld verbinden.

Auch die Grünflächen werden neu geordnet. Geplant sind sogenannte grüne Kissen aus Rasen- und Pflanzbereichen, die den Platz strukturieren sollen. Zudem bleibt der bestehende Brunnen mit seinen Plastiken erhalten und wird in ein neues Wasserspiel integriert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit. Natursteinpflaster und ein durchgehendes Plattenband sollen die Wegeführung verbessern und die Nutzung des Platzes erleichtern.

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Quellen: Zukunft Residenzstraße, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berliner Morgenpost 

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