Am Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf haben die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Damit nimmt ein seit längerem geplantes Projekt nun sichtbar Gestalt an. Die eigentliche Umgestaltung soll in den kommenden zwei Jahren erfolgen.

Der Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf wird umgestaltet. Ziel ist es, den Platz als einladenden südlichen Zugang zur Residenzstraße aufzuwerten und die Verkehrsflüsse sicherer sowie moderner zu gestalten. / © Foto: IMAGO / Schöning
© Titelbild: IMAGO / Schöning
Mit dem Aufbau von Bauzäunen hat in dieser Woche die erste Phase der Umgestaltung am Franz-Neumann-Platz in Reinickendorf begonnen. Damit wird ein Vorhaben konkret, das bereits seit längerem vorbereitet wurde und den Platz sowie sein Umfeld grundlegend neu ordnen soll.
Zunächst beschränken sich die Arbeiten auf bauvorbereitende Maßnahmen. Der hintere Gehwegbereich bleibt vorerst zugänglich, sodass Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende den Platz weiterhin erreichen können. In den kommenden Wochen werden die bestehende Pergola und der Brunnen zurückgebaut, außerdem werden vorhandene Befestigungen entfernt.
Franz-Neumann-Platz wird neugestaltet – Öffnung zur Residenzstraße
Die eigentliche Neugestaltung basiert auf einem Entwurf des Büros Grieger Harzer Landschaftsarchitekten, das 2020 aus einem freiraumplanerischen Wettbewerb hervorgegangen ist. Vorgesehen ist keine vollständige Neuordnung, sondern eine Weiterentwicklung der vorhandenen Struktur.
Zentrales Element ist die Öffnung des bislang abgeschirmten Bereichs zur Residenzstraße hin. Der begrünte Wall soll an mehreren Stellen durchlässiger werden und so den Platz stärker mit seinem Umfeld verknüpfen. Gleichzeitig bleibt ein geschützter innerer Aufenthaltsbereich erhalten, der künftig ruhiger und klarer gegliedert sein soll.
Neue Grünstruktur und barrierefreie Wege für Reinickendorf
Die Grünflächen werden im Zuge der Umgestaltung neu geordnet. Geplant sind sogenannte „Grüne Kissen“, also Rasen- und Pflanzbereiche, die den Platz strukturieren und Aufenthaltsqualität schaffen sollen. Auch der Brunnenbereich wird überarbeitet: Die vorhandenen Plastiken bleiben erhalten und werden in ein neues Wasserspiel integriert.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Barrierefreiheit. Natursteinpflaster soll eine sichere Nutzung ermöglichen, ergänzt durch ein durchgehendes Plattenband, das die Wegeführung insbesondere entlang der Gastronomie- und Gewerbebereiche klar strukturiert.
Start der Bauarbeiten Franz-Neumann-Platz: Abstimmungen und Zeitplan
Bereits vor über einem Jahr war angekündigt worden, dass die Bauarbeiten im Sommer 2025 beginnen sollten. Mit dem jetzigen Start der bauvorbereitenden Maßnahmen im Frühjahr 2026 zeigt sich eine zeitliche Verschiebung von mehreren Monaten.
Nach Angaben von Bezirksstadtrat Sebastian Pieper (CDU) ist das Projekt mit umfangreichen Abstimmungen verbunden. Neben bezirklichen Stellen sind unter anderem die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Wasserbetriebe und die zuständige Senatsverwaltung eingebunden. Diese Koordination sei aufwendig, aber notwendig, um Anforderungen an Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Stadtklima gleichermaßen zu berücksichtigen.
Die Bauzeit für die Gesamtmaßnahme ist mit rund zwei Jahren angesetzt. Finanziert wird das Projekt über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“.
Quellen: Zukunft Residenzstraße, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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