Der Junghof gehört zu den markanten Adressen im Frankfurter Bankenviertel. Nun hat Eigentümer Tishman Speyer die Finanzierung des historischen Ensembles neu aufgestellt und damit die langfristige Entwicklung des Bürostandorts abgesichert.

Historische Sandsteinfassade des Junghofs an einer Straßenecke im Frankfurter Bankenviertel mit Straßenschildern zur Junghofstraße.

Der historische Altbau des Junghofs an der Ecke Junghofstraße prägt seit rund 150 Jahren das Frankfurter Bankenviertel. / © Foto: Wikimedia Commons, Epizentrum, CC BY 3.0 

© Titelbild: Helaba

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Der Junghof zählt zu den prägenden Immobilien im Frankfurter Bankenviertel und verbindet auf rund 24.800 Quadratmetern historische Bausubstanz mit modernem Ausbau. Denn Eigentümer Tishman Speyer hat nun die Refinanzierung durch die Natixis Pfandbriefbank abgeschlossen. Damit setzt das Unternehmen ein Zeichen für die weitere Entwicklung des Ensembles.

Refinanzierung des Junghofs in Frankfurt: Darlehen löst bestehende Finanzierung ab

Die Natixis Pfandbriefbank AG übernimmt die Refinanzierung des Junghofs. Dafür stellt sie ein variabel verzinsliches Darlehen in Höhe von 121,6 Millionen Euro bereit. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, wobei sämtliche Verlängerungsoptionen bereits berücksichtigt sind. Welche Finanzierung damit im Detail abgelöst wird, geht aus den verfügbaren Informationen allerdings nicht hervor. Klar ist jedoch, dass Tishman Speyer als Eigentümer und Investmentmanager mit diesem Schritt die langfristige Kapitalstruktur der Immobilie neu ordnet.

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Für Frankfurt als Finanzstandort ist ein solches Geschäft dabei kein Einzelfall. Denn Refinanzierungen bei Gewerbeimmobilien fallen regelmäßig an, sobald bestehende Kreditlaufzeiten enden oder sich die Marktbedingungen ändern. Tishman Speyer und die Natixis Pfandbriefbank verweisen zudem auf eine grundsätzlich hohe Verfügbarkeit von Kapital für Objekte dieser Kategorie.

Architektur des Ensembles in der Junghofstraße: Gründerzeitbau und Neubau unter einem Dach

Der Junghof liegt zwischen Junghofstraße, Neue Mainzer Straße und Neue Rothofstraße, mitten im Frankfurter Bankenviertel. Das namensgebende Bestandsgebäude stammt aus dem Jahr 1870. Im Jahr 2003 folgte dann eine Revitalisierung. Verantwortlich für den Entwurf ist das Architekturbüro schneider+schumacher. Es kombinierte unterschiedliche Bauepochen, darunter Gründerzeit und Nachkriegsmoderne, in einem Neubau, anstatt sie durch eine einheitliche Fassade zu überdecken.

Eine markante Dachkonstruktion aus bogenförmigen Tragwerkselementen verbindet die verschiedenen Baukörper. Sie entstand aus statischen Gründen und wirkt zugleich als fünfte Fassade im Umfeld der Frankfurter Hochhäuser. Im Inneren entstehen dadurch zwei Höfe: ein öffentlich zugänglicher, begrünter Hof sowie ein quadratischer Innenhof mit umlaufender Glasfassade. Insgesamt umfasst das achtgeschossige Ensemble 24.800 Quadratmeter Mietfläche. Davon entfallen 21.300 Quadratmeter auf Büros und 1.400 Quadratmeter auf Einzelhandel, aufgeteilt in Einheiten ab 210 Quadratmetern.

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Mieter im Frankfurter Junghof: Kanzlei BCLP zieht 2027 ein

Mit einer Vermietungsquote von 95 Prozent ist der Junghof nahezu vollständig belegt. Zu den bestehenden Hauptmietern zählen Helaba Invest, die Frankfurter Bankgesellschaft sowie der K1 Business Club. Sie nutzen das Gebäude bereits als Standort. Diese Auslastung dürfte daher ein wesentliches Argument für die Kreditvergabe gewesen sein.

Als neue Mieterin kommt außerdem die internationale Wirtschaftskanzlei Bryan Cave Leighton Paisner hinzu. Sie wird ab 2027 Flächen im Junghof beziehen. Für das Bankenviertel ist dieser Zuzug ein Signal: Klassische Bürostandorte eignen sich demnach trotz eines insgesamt schwierigeren Marktumfelds weiterhin für spezialisierte Nutzergruppen.

Quellen: immobilienmanager, Tishman Speyer, schneider+schumacher

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