Oberbürgermeister Mike Josef zieht Bilanz über die Entwicklungen im Frankfurter Westen und stellt die Projekte des Jahres 2025 in Bildung, Sozialem, Stadtplanung und Kultur vor. Gleichzeitig gibt er einen Ausblick auf laufende Sanierungen und geplante Maßnahmen, die die Stadtteile in den kommenden Jahren prägen werden.

Nach über 40 Jahren im alten Feuerwehrhaus hat die Freiwillige Feuerwehr Griesheim ein neues Zuhause. Der Neubau an der Jungmannstraße 4 soll verbesserte Arbeitsbedingungen schaffen und zudem die Einsatzfähigkeit im Frankfurter Westen spürbar stärken. / © Foto: Feuerwehr Frankfurt am Main
© Foto Titelbild: RTW Planungsgesellschaft mbH
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Beim Jahresgespräch im Frankfurter Westen präsentierte Oberbürgermeister Mike Josef vergangene Woche einen umfassenden Überblick über die städtischen Entwicklungen des Jahres 2025. Die Veranstaltung im Bildungs- und Kulturzentrum Höchst bot die Gelegenheit, sowohl abgeschlossene Projekte als auch laufende Vorhaben in den westlichen Stadtteilen vorzustellen.
Josef betonte die Bedeutung der neun westlichen Stadtteile für die Gesamtentwicklung Frankfurts. Die Verwaltung behalte den Westen kontinuierlich im Blick und dokumentiere ihre Arbeit in einer rund 100 Seiten umfassenden Leistungsbilanz, die die Vielfalt der städtischen Aktivitäten in den vergangenen Monaten aufzeigt. Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereinsringe nutzten die Veranstaltung, um gemeinsam mit dem Oberbürgermeister das Jahr Revue passieren zu lassen.
Ökologische Maßnahmen und moderne Infrastruktur: Neue Parks, Spielplätze und das Feuerwehrhaus in Griesheim
Städtebauliche und ökologische Projekte bildeten einen Schwerpunkt der Präsentation. Dazu zählen die Renaturierung der Nidda in Sossenheim, Planungen für den Goldsteinpark sowie die Umgestaltung der Parkanlage Nied Süd. Neue Spiel- und Aufenthaltsflächen, darunter der modernisierte Spielplatz in Sindlingen, erweitern das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche.
In Griesheim konnte zudem das erweiterte und modernisierte Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr übergeben werden, das künftig bessere Einsatzbedingungen bietet.
Schulen, Kitas und soziale Hilfsangebote: Maßnahmen zur Verbesserung von Bildung und Lebensqualität
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Bildungs- und Sozialprojekten. Zahlreiche Schulen und Kindertagesstätten wurden modernisiert, erweitert oder technisch aufgerüstet, um die Infrastruktur vor Ort zu stärken. Außerdem soll das Personal in allen Frankfurter Kitas künftig durch eine Arbeitsmarktzulage unterstützt werden, um Fachkräfte langfristig zu halten und die Qualität der Betreuung zu sichern.
Im sozialen Bereich betonte Josef die Zusammenarbeit mit Familienbildungsstätten und Sozialrathäusern. Die „SoFA-Projekte“ unterstützen Familien gezielt bei Erziehungs- und Alltagsfragen und bieten niedrigschwellige Hilfen an. Ziel ist es, frühzeitig Belastungen zu erkennen und zu entlasten, um die Lebensqualität der Familien zu verbessern.
Höchst, Nahversorgung und Sicherheit: Aktuelle Projekte und Herausforderungen in den westlichen Stadtteilen
Besondere Aufmerksamkeit erhielt Höchst, der größte der westlichen Stadtteile. Josef erläuterte die aktuellen Schritte rund um den Ettinghausen-Platz, für den eine Interimslösung umgesetzt wird. Zusätzlich prüft eine laufende Machbarkeitsstudie, ob das Kronberger Haus künftig als Haus der Vereine und Initiativen genutzt werden kann. Er informierte zudem darüber, dass der Woolworth-Standort an der Königsteiner Straße nach dem Brandereignis im Februar erhalten bleibt und wieder eröffnen wird, was für die lokale Nahversorgung von Bedeutung ist.
Die Schließung des 16. Polizeireviers in Griesheim thematisierte Josef kritisch. Er erläuterte, dass die Präsenz der Polizei vor Ort entscheidend für das Sicherheitsgefühl sei und die Stadt ein Gebäude angeboten hatte, das nicht genutzt wurde. Die Entwicklungen in diesem Bereich sollen in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.
Kulturelles Erbe und Stadtentwicklung: Einblick in die laufende Sanierung des Bolongaropalasts
Abschließend führte Josef die Teilnehmenden durch den Bolongaropalast. Die Sanierung des historischen Gebäudes wird bis Ende 2026 fortgesetzt, ab Mitte 2027 soll es schrittweise wieder öffentlich zugänglich sein. Der Rundgang verdeutlichte die Fortschritte der Arbeiten und machte die langfristige Bedeutung des Projekts für den Frankfurter Westen deutlich.
Damit verband das Jahresgespräch einen Rückblick auf zentrale Maßnahmen mit einem konkreten Einblick in ein laufendes Großprojekt, das den Frankfurter Westen in den kommenden Jahren weiter prägen wird.

Im Frankfurter Stadtteil Höchst nimmt die Neugestaltung des Ettinghausenplatzes konkrete Formen an. Die Stadt Frankfurt am Main gestaltet den Platz im Rahmen des Förderprogramms „Innenstadt Höchst“ schrittweise neu. / © Visualisierung: MEIXNER SCHLÜTER WENDT

Der Bolongaropalast befindet sich aktuell im Umbau und wird zu einem modernen Zentrum für Kultur, Verwaltung und Veranstaltungen. / © Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Mylius
Quellen: Stadt Frankfurt am Main
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