Immer mehr Menschen steigen in Frankfurt aufs Fahrrad. Mit dem neuen Radschnellweg „FRM8“ soll nun eine direkte Verbindung nach Offenbach, Mühlheim und Hanau geschaffen werden, die den Kfz-Pendlerverkehr entlasten könnte.

Dieses Jahr wurde Frankfurt vom ADFC als fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands ausgezeichnet. Und das nicht zu unrecht: derzeit laufen viele infrastrukturelle Projekte, die das Radwegnetzwerk weiter ausbauen und verbessern sollen, so auch die Radschnellstraße „FRA8“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Depositphotos, Canetti
Am 18. September 2025 hat die Stadt Frankfurt den Grundsatzbeschluss gefasst, die neue Radschnellverbindung „FRM8“ zu realisieren. Mit der Entscheidung wurden zugleich die finanziellen Mittel für die detaillierte Planung freigegeben. Der neue Radweg soll Pendlerströme aufnehmen und den angespannten Kfz-Verkehr in der Region deutlich entlasten.
Die Strecke „FRM8“ verbindet mehrere Kommunen miteinander und ergänzt damit das bereits bestehende Radwegenetz. Ziel ist es, eine schnelle, komfortable und sichere Verbindung für Radfahrende zu schaffen, die den Umstieg vom Auto erleichtert und zudem nachhaltige Mobilität in der Rhein-Main-Region fördert.
Radschnellweg „FRM8“: Zusammenarbeit zwischen Städten Frankfurt, Offenbach, Mühlheim und Hanau
Für das Großprojekt arbeiten die beteiligten Städte eng zusammen. Die Stadt Offenbach konnte den geplante Ankunftspunkt in der Stadtverordnetenversammlung bereits bestätigt und hat damit ein wichtigen Rahmen für die künftige Trasse gesetzt.
In Mühlheim hingegen prüft man aktuell noch die genaue Streckenführung. Hanau beauftragte eine Machbarkeitsstudie, diese ist nun bereits abgeschlossen. Sobald alle beteiligten Kommunen ihre Zustimmung geben, kann die Ausschreibung der Planungsarbeiten zeitnah erfolgen.
Neuer Radweg im Frankfurter Osten: Erster Bauabschnitt soll bis 2027 fertiggestellt werden
Der erste Bauabschnitt soll von der Ignatz-Bubis-Brücke bis zur Stadtgrenze Offenbach reichen und wird voraussichtlich bis 2027 fertiggestellt. Geplant ist ein etwa neun Kilometer langer Abschnitt, der eine wichtige Verbindung zwischen Frankfurt und Offenbach bilden wird. Bislang sind die verbindenden Radwege in diesem Bereich noch nicht besonders gut ausgebaut.
Für die Umsetzung sind enge Abstimmungen mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain sowie mit der Deutschen Bahn AG erforderlich. Die Stadt Frankfurt wird zudem eine Förderung der Planungs- und Baukosten beim Land Hessen beantragen, um die Finanzierung der neuen Radschnellverbindung sicherzustellen.
ADFC-Studie beweist: Frankfurt ist die fahrradfreundlichste Großstadt Deutschlands
Mit dem „FRM8“ soll das Radwegenetz in Frankfurt deutlich gestärkt werden. Besonders Pendler und Freizeitfahrende aus dem Osten der Stadt profitieren von der neuen Verbindung, die eine Alternative zum Autoverkehr bietet. Zeitgleich wird aktuell auch der Frankfurter Norden infrastrukturell besser erschlossen.
Dass der Ausbau von Radwegen auf große Resonanz stößt, zeigt der aktuelle Fahrradklima-Test des ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs): Frankfurt wurde erstmals zur fahrradfreundlichsten Großstadt Deutschlands gekürt. Mehr als 1.700 Rückmeldungen aus der Stadt flossen in die Bewertung ein. Das Ergebnis signalisiert, dass alternative Mobilitätsformen nicht nur gefördert, sondern auch aktiv genutzt werden.
Ausbau Radschnellverbindung „FRM8“: Frankfurt setzt auf nachhaltige Mobilität
Mit der Radschnellverbindung FRM8 setzt Frankfurt ein deutliches Zeichen für klimafreundliche und nachhaltige Mobilität. Gelingt die Umsetzung im vorgesehenen Zeitplan, entsteht eine leistungsfähige Verbindung, die den Verkehr im gesamten Rhein-Main-Gebiet entlasten und die Attraktivität des Radfahrens weiter erhöhen wird.
Quellen: Stadt Frankfurt, ADFC
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