Seit Herbst 2025 wird die Schirn aufwendig saniert. Große Teile der Sandsteinfassade sind bereits abgenommen. Bis zur geplanten Wiedereröffnung 2028 zeigt die Schirn ihr Programm im Interimsquartier in der Dondorf Druckerei in Bockenheim.

Enger Hof mit eingerüsteten Fassaden, ein Informationsplakat hängt am Gerüst, rechts ein Restaurant mit Sonnenschirm.

Die Modernisierung der Schirn kostet die Stadt rund 35,6 Millionen Euro. Das Projekt soll bis 2028 abgeschlossen sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Wer derzeit durch die Frankfurter Altstadt kommt, sieht von der Schirn-Kunsthalle kaum noch etwas. Das prägende Gebäude ist seit Monaten vollständig eingerüstet und hinter Bauplanen verschwunden. Dahinter läuft seit 2025 eine umfassende Sanierung des ensemblegeschützten Hauses – und es wird noch einige Zeit dauern, bis die Schirn wieder in ihrer bekannten Form zu sehen ist.

Die 1986 eröffnete Kunsthalle wurde nach einem Entwurf des Büros Bangert, Janssen, Scholz und Schultes errichtet. Grund für die Sanierung ist vor allem das Alter des Gebäudes: Die ursprüngliche Sandsteinfassade hat durch Feuchtigkeit an Festigkeit verloren, auch Gebäudetechnik und Energiebilanz sollen modernisiert werden. Der prägende Charakter des Hauses soll dabei erhalten bleiben. Während der Bauarbeiten zeigt die Schirn ihr Programm an einem Ausweichstandort.

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Sanierung der Schirn am Römerberg: Fassadenumbau und Modernisierung laufen

Seit Ende Oktober 2025 laufen die eigentlichen Bauarbeiten. Inzwischen wurden große Teile der alten Sandsteinfassade bereits abgenommen. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten an Fassade, Fenstern und Dach, zudem entstehen Photovoltaikpaneele auf dem Dach sowie Begrünungsflächen an Dach und Fassade. Im Inneren verbessern sich außerdem Brandschutz und Barrierefreiheit, vor allem im Foyer und in den Sanitärbereichen.

Bis 2028 stehen noch zahlreiche Arbeitsschritte an: Die neue, widerstandsfähigere Fassade muss montiert werden, ebenso die geplanten Photovoltaikpaneele auf dem Dach und die moderne Wärmeschutzverglasung. Parallel dazu wird das Brandschutzkonzept umgesetzt, und Foyer sowie Sanitärbereiche werden fertig saniert.

Blick eine schmale Gasse hinauf auf ein hohes, grün verhülltes Baugerüst, rechts eine Treppe zu Wohnhäusern.

Teil der energetischen Sanierung sind unter anderem eine neue Wärmedämmung, moderne Fenster und Photovoltaikpaneele auf dem Dach. Inzwischen wurden große Teile der Sandsteinfassade abgenommen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Kosten des Umbaus der Schirn in Frankfurt: Millionenprojekt mit staatlicher Unterstützung

Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte für die Sanierung rund 35,6 Millionen Euro. Damit zählt der Umbau zu den größeren Kulturinvestitionen Frankfurts der vergangenen Jahre. Bereits im Januar 2024 hatte der Magistrat die entsprechenden Beschlüsse gefasst und den Weg für die Bauarbeiten freigemacht.

Im Februar 2026 kam zusätzliches Geld hinzu: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bewilligte einen Zuschuss von gut zwei Millionen Euro aus dem Programm für energieeffiziente Baudenkmäler. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) erklärte, solche Förderanträge seien zwar aufwendig, entlasteten aber den städtischen Haushalt spürbar.

Sanierte ehemalige Dondorf Druckerei, mit Backsteinfassade und Bannern der SCHIRN KUNSTHALLE.

Schirn-Kunsthalle Frankfurt in der ehemaligen Dondorf Druckerei in Bockenheim. / © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2026, Foto: Norbert Miguletz

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Interimstandort in Bockenheim: Schirn zog im September 2025 in die sanierte Dondorf Druckerei

Während der Bauzeit zeigt die Schirn ihr Programm in der ehemaligen Dondorf Druckerei in Bockenheim. Dort eröffnete das Museum im September 2025 zwei neue Ausstellungshallen sowie ein Café, zudem zog die Kinderabteilung „Minischirn“ in eigens gestaltete Räume um.

Das internationale Ausstellungsprogramm läuft seither nahezu unverändert weiter, wenn auch auf etwas kleinerer Fläche. Die Schirn soll jedoch bis 2028 an den Römerberg zurückkehren, ein konkretes Datum steht aktuell noch nicht fest.

SCHIRN (Interimsstandort)
SCHIRN Kunsthalle (Stammhaus)

Quellen: Stadt Frankfurt (frankfurt.de), SCHIRN Kunsthalle Frankfurt, Klimaforum Bau, journal-frankfurt.de, db deutsche bauzeitung

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