Am 7. Juli 2026 feierte die Frankfurt University of Applied Sciences das Richtfest für ihren neuen MINT-Neubau am Nibelungenplatz. Das sechsstöckige Gebäude 7 wird den Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften mit modernen Forschungs- und Lehrräumen ausstatten und nach zehn Jahren seit dem Architekturwettbewerb nun Realität.

Fünf Personen in Business-Kleidung stehen lächelnd vor dem Neubau.

Am 7. Juli 2026 wurde das Richtfest für den Neubau der Frankfurt University of Applied Sciences gefeiert. Das sechsstöckige Gebäude 7 am Nibelungenplatz soll 2027 in Betrieb gehen und den Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften mit modernen Laboren und Lehrräumen ausstatten. / © Foto: HMdF

© Titelbild: Frankfurt UAS

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Zehn Jahre nach dem Architekturwettbewerb fand auf dem Campus der Frankfurt University of Applied Sciences an der Nibelungenallee das Richtfest statt. Der Rohbau des geplanten Gebäudes 7 markiert damit einen Meilenstein für den Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften im Frankfurter Nordend.

Das neue Forschungs- und Lehrgebäude ersetzt seinen 2024 abgerissenen Vorgänger, ein Bauwerk aus dem Jahr 1963, das den heutigen Anforderungen an moderne Hochschulinfrastruktur nicht mehr entsprach.

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Vertreter des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt und der Hochschule waren bei der Feier vor Ort zugegen. Finanzstaatssekretär Dr. Till Kaesbach betonte, dass die Frankfurt University of Applied Sciences ein zentraler Ort für angewandte Wissenschaft darstelle und eine treibende Kraft für Innovation in der Region sei. Die Investition von etwa 80 Millionen Euro verdeutliche das Engagement des Landes Hessen in den Bildungsstandort Frankfurt.

MINT-Neubau am Nibelungenplatz: Vier Arbeitsbereiche und Labore auf 4.100 Quadratmetern

Auf sechs Etagen verteilen sich rund 4.100 Quadratmeter reine Nutzfläche mit modernen Büros, Seminarräumen, Laboren und Werkstätten. Das Gebäude wird insgesamt 30 Labore sowie vier studentische Arbeitsbereiche beherbergen und damit optimale Bedingungen für Forschung und Lehre schaffen. In den beiden Untergeschossen entsteht ein sogenanntes störungsfreies Labor, das die Arbeit mit hochsensiblen Geräten ermöglicht.

Ein architektonisches Merkmal des Neubaus ist das verglaste Technikum, das die innovative Arbeit der Hochschule nach außen hin sichtbar macht. Zusätzlich verfügt das Gebäude über eine transparente Fassade mit umfangreicher Begrünung. Auf dem Dach entstehen eine Photovoltaikanlage sowie weitere Grünflächen, die dem Neubau eine nachhaltige Ausrichtung verleihen.

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Finanzierung des Neubaus: Hessen fördert Hochschulinfrastruktur seit 2008

Die Finanzierung des Neubaus erfolgt durch das Investitionsprogramm HEUREKA des Landes Hessen, das seit 2008 die hessischen Hochschulen unterstützt. Das Gesamtvolumen des Programms beläuft sich auf etwa 5,7 Milliarden Euro. Allein in Frankfurt profitieren die Frankfurt University of Applied Sciences, die Goethe-Universität und das Uniklinikum von Investitionen in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro.

Mit dieser Mittelverteilung schafft das Land Hessen räumlich konzentrierte Campusanlagen und zukunftsfähige Angebote für Forschung und Lehre. Wissenschafts- und Forschungsstaatssekretär Christoph Degen unterstrich, dass moderne Infrastrukturen die Grundvoraussetzung darstellen, um die Potenziale akademischer Talente optimal auszuschöpfen.

Campus-Meile: Neubau stärkt Wissenschaftscluster Frankfurt

Der Neubau trägt zur Stärkung der geplanten Campus-Meile bei, die sich entlang des Alleenrings erstreckt und Bildungsinstitutionen wie die Goethe-Universität, die Deutsche Nationalbibliothek, die Frankfurt School of Finance & Management und die Frankfurt UAS verbindet. Dezernent Marcus Gwechenberger (SPD) sieht darin ein wichtiges Signal für den Wissenschaftsstandort Frankfurt, das die Bedeutung der Stadt überregional ausstrahlen wird.

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Das Gebäude gilt darüber hinaus als Vorbild für ökologische Stadtplanung und Digitalisierung des Bauwesens. Petra Zellner vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen beschrieb den Neubau als einen Ort der Begegnung, der Studierenden Möglichkeiten zum Austausch und zur Mitgestaltung bietet.

Fertigstellung des MINT-Gebäudes: Betriebsaufnahme im Sommer 2027

Die Grundsteinlegung fand im September 2025 statt, das Richtfest folgte im Juli 2026 nach weniger als einem Jahr. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für den Sommer 2027 geplant. Das Architekturbüro agn und der Generalunternehmer Hochtief realisieren das Projekt unter der Leitung des Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen.

Trotz einer prognostizierten Reduktion der Studierendenzahl von derzeit knapp 15.000 auf etwa 12.000 Immatrikulationen bis 2031 soll der Neubau den UAS-Campus räumlich entlasten und Lehre sowie Forschung modernisieren. Das Gebäude wird damit einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts leisten.

Quellen: Hessisches Ministerium der Finanzen, Frankfurt University of Applied Sciences

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