Im Frankfurter Schönhof-Viertel wächst derzeit ein ungewöhnlicher Hybridbau: In dem Gebäude entstehen eine vierzügige Ganztagsgrundschule und 134 Mietwohnungen übereinander. Beim Richtfest wurde nun der aktuelle Stand des Projekts vorgestellt.

Aktueller Baufortschritt am Baufeld G im Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim: Der Rohbau des Hybridgebäudes mit Schule und darüberliegenden Wohnungen ist weit fortgeschritten.

Auf dem Baufeld G ist der Rohbau der Hybridschule inzwischen weit fortgeschritten. Nach dem Richtfest soll der Bau mit Schule und 134 Wohnungen bis 2027 fertiggestellt werden. / © Foto: NHW/Rohnke

© Titelbild: moka Studio/NHW

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Schule unten, Wohnungen oben: Im Frankfurter Schönhof-Viertel nimmt ein ungewöhnliches Bauprojekt Gestalt an. Auf dem Baufeld G entsteht eine vierzügige Ganztagsgrundschule mit Zweifeldsporthalle, darüber werden 134 Mietwohnungen gebaut. Nun wurde Richtfest gefeiert.

Das Konzept ist eine Reaktion auf knappen städtischen Raum: Statt Schule und Wohnungsbau auf getrennten Grundstücken unterzubringen, werden beide Nutzungen in einem Gebäude kombiniert.

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Mitten im Schönhof-Viertel: Schule und Wohnen unter einem Dach

Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befindet sich künftig die Schule, ab dem zweiten Obergeschoss entstehen Wohnungen. Das sechsgeschossige Gebäude liegt direkt am zentralen Quartiersplatz des neuen Schönhof-Viertels.

Die Schule ist für bis zu 500 Kinder ausgelegt und erhält neben Unterrichtsräumen unter anderem eine Mensa, Bibliothek und Musikräume. Auch für die Nachbarschaft soll das Gebäude geöffnet werden. Ein „grünes Klassenzimmer“ im angrenzenden Park erweitert den Lernbereich zudem in den öffentlichen Raum. Die Zweifeldsporthalle wird unterirdisch angeordnet.

Hybridschule: 123 der 134 Wohnungen werden gefördert

Über der Schule entstehen 134 Mietwohnungen mit 1,5 bis 4 Zimmern und Größen zwischen 43,5 und 102,5 Quadratmetern. Alle Einheiten verfügen über einen Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia. 123 Wohnungen werden öffentlich gefördert. Dafür stellen das Land Hessen und die Stadt Frankfurt insgesamt 22,9 Millionen Euro bereit.

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Die geförderten Wohnungen sollen je nach Fördermodell für 5,50 beziehungsweise 8,50 bis 10,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Für die freifinanzierten Wohnungen wird derzeit eine durchschnittliche Einstiegsmiete von 17,30 Euro pro Quadratmeter genannt. Der Bezug des Gebäudes ist für Herbst 2027 vorgesehen.

Eine Visualisierung der Bauabschnitte D2 und E1 im Schönhofviertel in Bockenheim

Im Schönhof-Viertel entstehen in den nächsten Jahren auf insgesamt 15 Hektar bis zu 2.000 Wohnungen für etwa 6.000 Menschen. / © Visualisierung NHW & Optify GmbH

2.000 Wohnungen für Bockenheim: Schönhof-Viertel wächst weiter

Realisiert wird das Gebäude von der Nassauischen Heimstätte | Wohnstadt (NHW) gemeinsam mit Instone Real Estate. Das Schönhof-Viertel entsteht auf dem ehemaligen Siemens-Areal in Bockenheim und soll insgesamt rund 2.000 Wohnungen umfassen. Geplant sind außerdem eine große Parkanlage und ein zentraler Quartiersplatz.

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Die Hybridschule war bereits bei der Planung des Quartiers eine Besonderheit. Ursprünglich war das Areal vor allem für Wohnungsbau und Grünflächen vorgesehen. Als zusätzlicher Bedarf an Grundschulplätzen festgestellt wurde, musste die Planung angepasst werden. Die nun gewählte Kombination aus Schule und Wohnungsbau soll den vorhandenen Platz effizienter nutzen und gleichzeitig neue soziale Infrastruktur im Quartier schaffen.

Quellen: NHW, FFH, Schönhof-Viertel

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