Der Platz an der Dreikönigskirche in Frankfurt-Sachsenhausen wird in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet. Neben einer barrierefreien Erschließung stehen mehr Grün, der Erhalt des historischen Charakters und eine höhere Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt des Projekts.

Detailansicht der neugotischen Fassade der Dreikönigskirche mit ihren steinernen Verzierungen und architektonischen Elementen.

Die neugotische Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Ufer erhält mit der Neugestaltung ihres Vorplatzes ein aufgewertetes Umfeld. / © Foto: depositphotos.com

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Am Mainufer in Frankfurt-Sachsenhausen beginnen Ende Juli umfangreiche Bauarbeiten zur Neugestaltung des Platzes an der Dreikönigskirche. Die Stadt will den historisch bedeutenden Ort bis Anfang 2028 barrierefrei ausbauen, klimaangepasst weiterentwickeln und zugleich denkmalgerecht aufwerten. Während der Bauzeit bleibt die Kirche weiterhin zugänglich, im Umfeld sind jedoch Verkehrseinschränkungen vorgesehen.

  • Projekt: Neugestaltung des Platzes an der Dreikönigskirche
  • Maßnahmen: Barrierefreiheit, Klimaanpassung, Illumination der Kirchenfassade, Sanierung der Sandsteinböschung und -mauer, Integration des Dreikönigsbrunnens
  • Kosten: 4,45 Mio. Euro
  • Start der Bauarbeiten: 27. Juli 2026
  • Geplante Fertigstellung: Anfang 2028

Der Platz zählt zu den markanten Stadträumen Sachsenhausens. Direkt gegenüber der Altstadt gelegen und eingebettet zwischen Museumsufer und den wichtigen Fußwegeverbindungen über den Main, dient er sowohl als Aufenthaltsort als auch als Zugang zu einem der bekanntesten Kirchenbauwerke Frankfurts. Nach Einschätzung der Stadt wird die Fläche ihrer städtebaulichen Bedeutung bislang jedoch nicht gerecht.

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Barrierefreiheit und Denkmalschutz: Neugestaltung des Platzes an der Dreikönigskirche

Die Umgestaltung ist Teil des Stadtentwicklungsprogramms „Schöneres Frankfurt“ und bildet den abschließenden Baustein des Gesamtprojekts rund um die Dreikönigskirche. Bereits bis 2023 wurde das neugotische Bauwerk denkmalgerecht saniert, seit Anfang 2024 sorgt eine neue Fassadenbeleuchtung für eine stärkere Präsenz der Kirche in den Abendstunden.

Künftig entsteht auf rund 4.000 Quadratmetern ein hochwertig gestalteter öffentlicher Raum. Ein zentrales Element ist die barrierefreie Erschließung der Kirche: Über eine neu integrierte Rampe am Nordeingang wird das höher gelegene Eingangsniveau künftig auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erreichbar sein. Zudem erhält der Vorplatz einen gut begehbaren Belag aus gesägtem Basaltnaturstein.

Die beleuchtete Dreikönigskirche spiegelt sich nachts im Wasser des Mains, der Kirchturm hebt sich vor dem dunklen Himmel ab.

Rund um die Dreikönigskirche entsteht bis 2028 ein barrierefreier und klimaangepasster Stadtraum mit mehr Aufenthaltsqualität. / © Foto: depositphotos.com

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Rund um die Kirche: Mehr Grün und bessere Bedingungen für Bäume

Auch Klimaanpassung spielt bei der Neugestaltung eine wichtige Rolle. Rund um die Kirche entstehen Staudenbeete mit widerstandsfähigen Pflanzenarten wie Astern, Anemonen, Duftnesseln und Schafgarben. Sie sollen das Mikroklima verbessern und zugleich Lebensräume für Insekten schaffen. Integrierte Bodenleuchten ergänzen künftig die Beleuchtung des Kirchengebäudes.

Die sechs bestehenden Platanen vor dem Hauptportal erhalten größere Baumscheiben, frisches Substrat und eine verbesserte Wurzelbelüftung. Darüber hinaus werden drei neue Linden gepflanzt. Offene, wasserdurchlässige Beläge sollen zusätzlich helfen, Regenwasser besser aufzunehmen und die Auswirkungen von Starkregen zu mindern.

Neugestaltung in Sachsenhausen: Historische Elemente bleiben erhalten

Neben der Begrünung werden auch denkmalgeschützte Bestandteile des Platzes saniert. Die Sandsteinmauer und die Böschung entlang der Dreikönigsstraße werden instand gesetzt und teilweise ergänzt, um den charakteristischen Bastionscharakter des Ortes zu bewahren. Auf der Ostseite wird der Platz bis zur Oppenheimer Straße erweitert. Dadurch wird der denkmalgeschützte Dreikönigsbrunnen künftig in die Platzfläche eingebunden und restauriert. Ergänzende Sitzmauern aus Sandstein sowie zusätzliche Bäume sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen.

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Für die Neugestaltung veranschlagt die Stadt Frankfurt insgesamt 4,45 Millionen Euro. Während der Bauzeit bis Anfang 2028 erfolgen die Arbeiten überwiegend unter Teilsperrungen. Gottesdienste und Veranstaltungen in der Dreikönigskirche können weiterhin stattfinden, das Sachsenhäuser Ufer bleibt in diesem Abschnitt jedoch je Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar.

Dreikönigskirche

Quellen: Stadt Frankfurt am Main

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