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Frankfurt am Main startet eine umfassende Strategie, um das Zufußgehen in der Stadt sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten. Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv beteiligen und ihre Perspektiven direkt in die Planung einbringen.
Straßenverkehrsamt Frankfurt

 

© Foto Titelbild: pixabay, wal_172619

Frankfurt am Main will das Zufußgehen in der Stadt neu gestalten und startet eine Strategie, die den Fußverkehr dauerhaft stärken soll.  Am 19. August präsentierten Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, das Projektteam Fußverkehrsstrategie sowie die beteiligten Fachbüros erstmals den geplanten Ablauf und die Grundzüge des Konzepts.

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Ein zentrales Element der Strategie ist die Beteiligung der Bevölkerung: Frankfurterinnen und Frankfurter sollen ihre Erfahrungen und Ideen aktiv einbringen und so die Entwicklung der Fußverkehrsmaßnahmen mitgestalten.

Masterplan Mobilität als Basis für eine stadtweite Fußverkehrsstrategie in Frankfurt

Die Strategie baut auf dem im Mai 2025 beschlossenen Masterplan Mobilität auf, der die Grundlage für die zukünftige Verkehrsentwicklung der Stadt bildet. Siefert betonte, dass Frankfurt eine sichere, bequeme und barrierefreie Fortbewegung zu Fuß für alle Altersgruppen ermöglichen möchte. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, soll die Fußverkehrsstrategie die verschiedenen Mobilitätsbedürfnisse in den unterschiedlichen Stadtteilen berücksichtigen.

Den Startpunkt bildet ein vierwöchiger Online-Beteiligungsprozess, bei dem Bürgerinnen und Bürger ihre Sichtweisen einbringen können, die anschließend direkt in die Konzeptentwicklung einfließen.

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Fußverkehr als zentraler Bestandteil der urbanen Mobilität: Sicherheit und Komfort gezielt verbessern

In Frankfurt werden bereits mehr als ein Drittel aller Wege im Alltag zu Fuß zurückgelegt, wie die Verkehrserhebung 2023 zeigt. Der Fußverkehr spielt damit eine zentrale Rolle für die Mobilität der Stadt. Gleichzeitig verdeutlicht die Unfallstatistik von 2024, dass Hunderte von Fußgängerinnen und Fußgängern in Verkehrsunfälle verwickelt wurden, darunter auch Fälle mit schwereren Verletzungen.

Vor diesem Hintergrund erkennt die Stadt Handlungsbedarf und plant Maßnahmen, um den Fußverkehr sicherer und komfortabler zu gestalten. Geplant sind breitere und barrierefreie Gehwege, besser gesicherte Übergänge an stark frequentierten Straßen sowie Aufenthaltsflächen, die das Gehen angenehmer und attraktiver machen. Ziel ist es, die Infrastruktur so zu gestalten, dass Menschen jeden Alters sicher, bequem und selbstbestimmt zu Fuß unterwegs sein können.

Von der Analyse zur Umsetzung: Frankfurts Strategie für ein stadtweites Fußwegenetz

Die geplante Fußverkehrsstrategie ist ein zentraler Bestandteil des Masterplans Mobilität und soll den Fußverkehr in Frankfurt gezielt stärken. In der ersten Phase von 2025 bis Anfang 2026 analysiert die Stadt die aktuelle Situation, entwickelt Leitlinien für die städtische Infrastruktur und plant ein übergeordnetes Fußwegenetz.

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Ab 2026 folgen detaillierte Untersuchungen in drei ausgewählten Stadtteilen. Daraus entstehen konkrete Maßnahmenpakete, die als Vorbild für andere Viertel dienen und das Gehen in Frankfurt langfristig sicherer und attraktiver gestalten.

Nachhaltige Mobilität in Frankfurt: Rad- und Fußverkehr gemeinsam stärken

Parallel zur Fußverkehrsstrategie zeigt die Stadt auch im Radverkehr Engagement. Frankfurt belegte beim ADFC-Fahrradklima-Test erneut einen Spitzenplatz und unterstreicht damit die Bemühungen, umweltfreundliche Mobilität in der Stadt zu fördern.

Die Erfahrungen aus dem Radverkehr fließen direkt in die Planung von sicheren und nutzerfreundlichen Wegen für Fußgängerinnen und Fußgänger ein.

Schritt für Schritt zur besseren Fußinfrastruktur: Partizipation in Stadtteilen und Quartieren

Die Beteiligung der Stadtgesellschaft startet mit einer Online-Befragung auf dem Portal „Frankfurt fragt mich“, die bis zum 22. September läuft. Ergänzend sind im Herbst weitere Veranstaltungen geplant. Dazu zählen die Mobilitätstour 2025 für Seniorinnen und Senioren am 16. September, eine Kinder- und Jugendaktion am 19. September sowie ein öffentliches Fußverkehrs-Forum am 31. Oktober. Vom 31. Oktober bis 21. November folgt eine vertiefende Online-Beteiligung.

2026 werden außerdem zielgruppenspezifische Ortsbegehungen in drei Modellquartieren angeboten, um die Ergebnisse weiter zu konkretisieren und praxisnah zu erproben.

Quellen: Stadt Frankfurt am Main

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