In Frankfurt-Gallus soll das Projekt „Green Cam“ neu ausgerichtet werden. Statt Büroflächen plant Mercurius Real Estate 577 Apartments an der Camberger Brücke.
Green Cam (Frankfurt)
© Titelbild: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0 1.0
Mercurius Real Estate plant das Projekt „Green Cam“ in Frankfurt am Main neu. Auf dem Areal an der Camberger Brücke sollen nun hunderte Übergangswohnungen entstehen. Ursprünglich war dort ein Bürokomplex vorgesehen.
- Stadtteil: Gallus
- Lage: Camberger Straße / Weilburger Straße, nahe Galluswarte
- Grundstück: rund 11.000 Quadratmeter
- Planung: 577 Serviced Apartments
- Weitere Nutzung: Kita, Fitnessstudio, Gastronomie
Auf dem früheren Gewerbeareal am nördlichen Ende der Camberger Brücke sollen 577 Serviced Apartments realisiert werden. Das Grundstück liegt im Stadtteil Gallus und umfasst rund 11.000 Quadratmeter. Der Entwickler erwartet den Bauvorbescheid nach eigenen Angaben bis spätestens Ende Juni 2026.
Die Apartments richten sich an Menschen mit mittelfristigem Aufenthalt in Frankfurt. Dazu zählen Geschäftsreisende, Fachkräfte im Projekteinsatz, Messebesucher, Touristen und Studierende. Das Konzept liegt zwischen klassischem Hotel und normalem Wohnungsmarkt. Mercurius begründet die neue Ausrichtung mit einer strukturellen Nachfrage in diesem Segment.
Kita, Fitnessstudio und Gastronomie im „Green Cam“ geplant
Neben den 577 Apartments sieht die Planung rund 3.000 Quadratmeter Gewerbefläche vor. Im Erdgeschoss soll eine Kita einziehen. Für das erste Obergeschoss ist ein Fitnessstudio vorgesehen. Im siebten Geschoss plant Mercurius Platz für Gastronomie. Auf der begrünten Dachterrasse soll ein Loungebereich mit Sportflächen entstehen, darunter Padel-Tennis.
Das Projekt nutzt nach Angaben des Entwicklers den hohen Wiederholungsgrad der Apartments für eine modulare Bauweise. Dadurch sollen Bauzeit und Kosten sinken. Parkplätze sind im Erdgeschoss vorgesehen, weshalb keine Tiefgarage geplant ist. Der Standort liegt nahe der S-Bahn-Station Galluswarte. Mercurius nennt eine Entfernung von rund 200 Metern. Von dort erreicht man Hauptbahnhof und Messe in kurzer Zeit.
„Green Cam“ an der Camberger Brücke: Die frühere Planung
Schon 2023 hatte Mercurius Real Estate für „Green Cam“ einen positiven Bauvorbescheid erhalten. Damals plante das Unternehmen einen siebengeschossigen Bürokomplex mit fünf zusammenhängenden Gebäudekörpern und rund 35.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.
Das Areal war zuvor unter anderem von der früheren Hessengarage, einem Autohaus mit Dienstleistungs-Ansatz, genutzt worden. Der Rückbau des Bestands begann Anfang 2024. Nun hat der Entwickler sein Konzept verändert. Angesichts der anhaltenden Schwäche des Frankfurter Büromarkts haben man sich für die Umplanung entschieden. Das Projekt „Green Cam“ soll nun zum Wohn- und Lebensraum werden.
Quellen: Mercurius Real Estate AG, Skyline Atlas, Deutsches Architekturforum
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