Im östlichen Bereich des Frankfurter Zoos nimmt ein ambitioniertes Naturschutzprojekt konkrete Formen an. Nach dem abgeschlossenen Architekturwettbewerb steht nun fest, wie das Frankfurt Conservation Center (FCC) künftig aussehen könnte.
© Visualisierung Titelbild: haascookzemmrich STUDIO 2050 / ZGF
Die Stadt Frankfurt möchte ihr Engagement für Naturschutz und nachhaltige Forschung mit einem neuen Zentrum stärken. Im östlichen Teil des Frankfurter Zoos soll das Frankfurt Conservation Center (FCC) entstehen. Nach einem Architekturwettbewerb steht nun der Siegerentwurf fest und gibt erstmals ein konkretes Bild des zukünftigen Gebäudes.
Forschung, Praxis und Engagement: Naturschutzzentrum im Zoo soll europaweite Impulse setzen
Das neue Frankfurt Conservation Center soll Forschung, Praxis und gesellschaftliches Engagement unter der Leitung der Goethe-Universität Frankfurt, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Zoologische Gesellschaft Frankfurt bündeln. In den Neubau sollen neben der FCC Geschäftsstelle auch mehrere Partnerorganisationen einziehen, um Kooperationen und Austausch zu stärken. Damit entsteht in Frankfurt ein Zentrum, das europaweit Impulse für nachhaltigen Naturschutz setzen soll und zugleich selbst architektonisch sowie ökologisch Maßstäbe formuliert.
Der Siegerentwurf sieht einen fünfgeschossige Neubau am östlichen Zoorand vor. Auf 1.448 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen rund 5.000 Quadratmeter für Büros, Konferenzen und Ausstellungen entstehen. Zudem gilt das FCC dann als zweiter Eingang für den Zoo. Mit der Lage an der Kreuzung Rhönstraße und Waldschmidtstraße können so Besucherströme verbessert werden.
Architekturwettbewerb beendet: FCC-Gewinnerentwurf sieht Holz- und Lehmbauelemente vor
Aus dem Architekturwettbewerb ging das Stuttgarter Büro haascookzemmrich STUDIO2050 als Sieger hervor. Die Jury lobte die innovative, ökologische und städtebauliche Qualität. Der gerundete Solitär füge sich harmonisch in Zoo und Quartier ein und verleihe dem FCC einen klaren, eigenständigen Ausdruck.
Der architektonische Entwurf für das FCC möchte konsequent auf eine ökologische Bauweise setzen. Holz- und Lehmbauelemente sollen für ressourcenschonende Strukturen sorgen, ein Low-Tech-Konzept für energieeffiziente Technik. Photovoltaik, Abwärmenutzung und ein begrüntes Verschattungssystem ergänzen den Entwurf. Zudem soll das Gebäude selbst zum Teil des Naturschutzansatzes werden: Durch einen Wintergarten, Außenarbeitsbereiche und begrünte Fassaden sollen ökologische Habitate für heimische Vögel und Insekten geschaffen werden.
FCC im Ostend: Eröffnung des internationalen naturschutzzentrums ist für 2029 geplant
Bis zur Eröffnung des neuen Naturschutzzentrums dauert es jedoch noch eine Weile. Die Stadt verkündet in einer Pressemitteilung, dass der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant sei. Die Bauzeit für den fünfstöckigen Neubau beträgt rund zwei Jahre. Eine Eröffnung erscheint demnach Mitte oder Ende 2029 realistisch.
Mit dem FCC soll in Frankfurt ein zentraler Ort für Naturschutz entstehen, der Forschung, Praxis und gesellschaftliches Engagement vereinen möchte. Das Gebäude soll in Frankfurt architektonische, ökologische und inhaltliche Maßstäbe setzen und die Stadt zudem als wichtigen Akteur im internationalen, integrierten Naturschutz positionieren. Ob diese ambitionierten Ziele tatsächlich Realität werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Quellen: Stadt Frankfurt, frankfurt conservation, haascookzemmrich
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