Der Frankfurter Büromarkt startet schwach ins Jahr 2026. Während der Flächenumsatz sinkt, bleibt die Nachfrage nach Premium-Büros in zentralen Lagen aber weiterhin hoch.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Epizentrum, CC BY-SA 3.0
Der Büromarkt in Frankfurt ist verhalten in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wurden rund 75.200 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr, das mit über 200.000 Quadratmetern ein Ausnahmequartal darstellte. Auch der für Frankfurt typische Durchschnitt von etwa 100.000 Quadratmetern wurde klar verfehlt.
Der Rückgang hängt laut Immobilien-Dienstleister JLL vor allem mit fehlenden Großabschlüssen zusammen. Während im Vorjahr mehrere große Deals den Markt geprägt haben, dominieren aktuell kleinere Anmietungen. Große und mittlere Flächen werden deutlich seltener nachgefragt. Gleichzeitig sind sie schwer verfügbar.
Kaum große Abschlüsse auf dem Frankfurter Büromarkt
Nur ein Abschluss lag im ersten Quartal über der Marke von 5.000 Quadratmetern. Dabei handelt es sich um den Eigennutzerdeal der DZ Bank mit rund 21.200 Quadratmetern. Dahinter folgt mit großem Abstand eine Anmietung über 4.400 Quadratmeter im Westend.
Das Problem ist nicht der Leerstand, sondern das Angebot. In den gefragten Lagen rund um das Bankenviertel fehlen hochwertige Flächen. Neue Projekte kommen nur langsam auf den Markt. Zudem ist ein großer Teil der verfügbaren Neubauten bereits vermietet.
Knappheit bei Premium-Büros verändert den Markt
Vor allem Banken, Berater und Kanzleien stehen unter Druck. Viele Unternehmen wollen ihre Büroflächen modernisieren und sich an neuen Standards orientieren. Gleichzeitig fehlt es an passenden Angeboten in Toplagen.
Unternehmen müssen entscheiden, ob sie im Bestand bleiben oder Kompromisse eingehen. Dazu gehören etwa B-Flächen in guten Lagen oder hochwertige Flächen außerhalb des Zentrums.
Büro-Mieten in Frankfurt steigen trotz schwachem Flächenumsatz
Die Spitzenmiete liegt im Frankfurter Büromarkt aktuell bei rund 52 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresverlauf wird ein weiterer Anstieg erwartet. Bis Ende 2026 könnte die Miete um bis zu drei Euro steigen.
Grund dafür bleibt die hohe Nachfrage nach Premiumflächen, ähnlich wie in Berlin. Besonders zentrale Standorte ziehen weiterhin großes Interesse auf sich. Weitere Abschlüsse im hochpreisigen Segment sind laut JLL also wahrscheinlich.
Quelle: JLL Frankfurt
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