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Frankfurt will den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren und setzt dafür auf den Ausbau von Park-&-Ride-Anlagen. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren rund 3.000 neue Stellplätze an mehreren Standorten entstehen, doch ein konkreter Zeitplan fehlt bislang.

Frankfurt reagiert auf die wachsende Zahl von Pendlerinnen und Pendlern: 3.000 neue Stellplätze sollen in den kommenden Jahren realisiert werden. Ziel ist es, die Innenstadt zu entlasten und nachhaltige Mobilität zu fördern. / © Foto: Depositphotos

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Die Stadt Frankfurt am Main hat ein Konzept vorgestellt, mit dem mittelfristig rund 3.000 zusätzliche Park-&-Ride-(P+R-)Stellplätze geschaffen werden sollen. Ziel ist es, den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu erleichtern und gleichzeitig die Straßen in der Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten.

Angesichts wachsender Pendlerströme in der Main-Metropole und zunehmender Belastung des Straßennetzes im Großraum Frankfurt will die Stadtverwaltung damit ein deutliches Signal in Richtung einer nachhaltigen Verkehrspolitik setzen.

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Hintergrund: Warum Frankfurt den Parkraum an den Stadtgrenzen ausbauen möchte

Täglich pendeln mehrere hunderttausend Menschen nach Frankfurt. Der Großteil nutzt nach wie vor das Auto, was zu Staus, Emissionen und einer Überlastung der Straßeninfrastruktur führt. Mit dem Ausbau von P+R-Anlagen sollen Autofahrerinnen und Autofahrer schon vor der Innenstadt zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegt werden.

Damit reagiert die Stadt nicht nur auf steigende Umweltanforderungen, sondern auch auf die Notwendigkeit, die Lebensqualität in den innerstädtischen Quartieren zu verbessern. Das Vorhaben wird maßgeblich vom Frankfurter Mobilitätsdezernat vorangetrieben.

Geplante Standorte: Neue Parkhäuser und Stellflächen in Frankfurt-Enkheim, Kalbach, Römerhof, Frankfurter Berg und Praunheim

Fünf Standorte wurden von der Stadt priorisiert, wie kürzlich die Frankfurter Rundschau berichtete. Am Hessen-Center in Enkheim soll eine Erweiterung um mehr als 500 Stellplätze erfolgen, die künftig direkt an die A66 angebunden werden. In Kalbach ist ein Ausbau um etwa 150 Plätze vorgesehen, wobei naturschutzrechtliche Fragen berücksichtigt werden müssen.

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Am Römerhof, in unmittelbarer Nähe zur A5, soll ein neues Parkhaus mit rund 640 Stellplätzen entstehen. Am Frankfurter Berg sind 77 ebenerdige Stellplätze geplant, die an die Endhaltestelle der U5 angebunden werden. In Praunheim schließlich soll ein Parkhaus mit über 600 Plätzen entstehen, das sich an der wichtigen Verkehrsachse A5 befindet.

Ergänzende Pläne: Großanlage am Flughafen Frankfurt mit rund 1.000 Stellplätzen

Neben den fünf priorisierten Standorten wird auch am Standort Gateway Gardens in Flughafennähe über eine weitere P+R-Anlage nachgedacht. Geplant sind dort rund 1.000 Stellplätze, die sowohl für Pendler als auch für Besucherinnen und Besucher einer in Planung befindlichen Multifunktionsarena genutzt werden könnten. Damit würde eine der größten P+R-Anlagen der Region entstehen.

Das Konzept stellt aus Sicht der Stadt eine wichtige Grundlage dar, um den ÖPNV langfristig zu stärken und den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Allerdings bleibt der genaue Zeitplan für die Umsetzung noch offen, genaue Termine nannte die Stadt bislang nicht.

Klar ist jedoch, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Umlandkommunen entscheidend für den Erfolg des Vorhabens sein wird. Nur wenn Frankfurt und die Region gemeinsam handeln, können die geplanten Anlagen ihre volle Wirkung entfalten. Der Ausbau der P+R-Kapazitäten könnte so zu einem zentralen Baustein für die Verkehrswende im Rhein-Main-Gebiet werden.

 

Quellen: Stadt Frankfurt, Frankfurter Rundschau

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