Im Franckepark in Berlin-Tempelhof ist von der Baustelle kaum noch etwas zu erkennen. Rund um den historischen Rosengarten hat sich das Erscheinungsbild deutlich verändert. Ein Rundgang zeigt, was aus dem lange vernachlässigten Teil des Parks geworden ist.

Der neu gestaltete Cafégarten im Franckepark bietet Sitzplätze, Schachtische und neue Aufenthaltsflächen am Rand der großen Wiese. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Rosengarten im Franckepark war lange ein etwas versteckter und in die Jahre gekommener Teil der Grünanlage. Inzwischen ist die Sanierung abgeschlossen – und einige Monate nach der offiziellen Eröffnung zeigt sich, wie stark sich das Areal verändert hat. Zwischen alten Bäumen, neuen Beeten und wiederhergestellten Wegen entsteht dabei eine interessante Mischung aus historischem Garten und neuem Treffpunkt.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Ort: Theodor-Francke-Straße / Albrechtstraße, 12099 Berlin
- Projekt: Denkmalgerechte Sanierung des Rosengartens
- Baukosten: rund 980.000 Euro
Wer heute von der Theodor-Francke-Straße in den Franckepark kommt, trifft zunächst auf breite Wege, neue Sitzbereiche und junge Bäume. Besonders der frühere Cafégarten hat sich verändert. Zwischen Bänken stehen nun Tische und Stühle sowie feste Schachtische. Die offene Fläche grenzt unmittelbar an die große Wiese und schafft einen Übergang zum stärker bewaldeten Teil des Parks. Auch ein Bouleplatz gehört zum neuen Angebot.

Neue Wege verbinden den Rosengarten wieder mit den dicht bewachsenen Teilen des Franckeparks. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Franckepark: Rund 15.000 Stauden, Rosen, Gräser und Bodendecker gepflanzt
Wenige Schritte weiter liegt der eigentliche Rosengarten. Die geometrisch angelegten Beete sind wieder klar ablesbar, dazwischen führen schmale Wege zum historischen Brunnen. Ende September stehen noch zahlreiche Rosen und Stauden in Blüte. Zugleich bleibt der alte Baumbestand bestimmend: Hinter den niedrigen Beeten beginnt unmittelbar das dichte Grün des Franckeparks.
Der Eindruck täuscht nicht: Die Pflanzarbeiten waren erheblich umfangreicher, als es die überschaubare Fläche zunächst vermuten lässt. Nach Angaben des Bezirksamts kamen rund 15.000 Stauden, Gräser, Rosen und Bodendecker sowie etwa 500 Heckenpflanzen in die Erde. Hinzu kommen rund 8.000 Zwiebeln für Frühjahrsblüher und zwölf Obstbäume im Cafégarten. Einen Teil der vorhandenen roten Rosen und größeren Sträucher konnte der Bezirk erhalten und wieder einsetzen. Die Pflege von Brunnen und Pflanzungen ist bis 2029 gesichert.

Rosen, Stauden und weitere Pflanzen prägen wenige Monate nach der Eröffnung wieder den historischen Rosengarten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Historischer Brunnen im Franckepark wurde instandgesetzt
Damit ist die Anlage nicht einfach neu bepflanzt worden. Ziel war eine denkmalgerechte Erneuerung nach historischem Vorbild und zugleich eine Anpassung an heutige Anforderungen. Dazu gehören barrierefreie Verbindungen zwischen den Parkteilen. Auch frühere Blickachsen zum Landschaftspark wurden wieder geöffnet.
Besonders auffällig bleibt der Brunnen im Zentrum. Er war jahrzehntelang außer Betrieb. Nach der Sanierung der Natursteine und Erneuerung der Technik lief die Anlage im November 2025 erstmals wieder probeweise. Das System ist zudem mit der Bewässerung des Rosengartens verbunden: Austauschwasser aus dem Brunnen kann für die Beregnung der Pflanzen genutzt werden.

Im sanierten Rosengarten gruppieren sich die neu bepflanzten Beete um den historischen Brunnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neue Mitte Tempelhof: Der Rosengarten ist erst ein Teil des großen Umbaus
Die Arbeiten stehen zugleich im Zusammenhang mit der geplanten „Neuen Mitte Tempelhof“. Rund um Rathaus, Götzstraße und Franckepark soll das Zentrum Tempelhofs in den kommenden Jahren schrittweise neu geordnet werden. Der Rosengarten ist damit einer der bereits sichtbaren Bausteine dieses langfristigen Stadtumbaus. Der Franckepark soll dabei Teil einer zusammenhängenden grünen Struktur bleiben.
Der aktuelle Zustand des Rosengartens zeigt bereits, wie dieser Ansatz im Kleinen aussehen kann. Historische Mauern, Wege und der Brunnen bleiben erkennbar, während neue Pflanzen und Nutzungsangebote hinzukommen. Vor allem aber ist aus einem lange sanierungsbedürftigen Bereich wieder ein nutzbarer Teil des Franckeparks geworden.
Rosengarten im Franckepark
Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Projekt Neue Mitte Tempelhof, meinBerlin
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Schön, solche Sachen immer zu lesen.