Das „Fifty Five Westend“ im Frankfurter Westend-Nord wird derzeit umfassend revitalisiert, dabei schreiten die Fassadenarbeiten sichtbar voran. Im Zuge der Modernisierung entstehen flexible Büroflächen, ein Großteil davon wurde bereits von der Wirtschaftskanzlei FPS angemietet.

Ein zentraler Bestandteil der Revitalisierung von „Fifty Five Westend“ ist der Neubau der Fassade. Die Gebäudehülle erhält bodentiefe Fenster mit bronzefarbenen Aluminiumrahmen, außenliegende Lamellenbehänge dienen der Verschattung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Mitten im Frankfurter Westend erfährt ein in die Jahre gekommenes Bürogebäude derzeit eine umfassende Revitalisierung. An der Eschersheimer Landstraße 55 laufen aktuell die Fassadenarbeiten am Hochhaus „Fifty Five Westend“, das nach dem Umbau wieder einen markanten Punkt in der Frankfurter Skyline bilden soll.
Das rund 44 Meter hohe Gebäude wurde 1974 errichtet und bislang als Bürohaus „EL 55“ genutzt. Seit 2018 befindet es sich im Bestand von Cresco Real Estate, die 2021 die Modernisierung ankündigte. Die Baugenehmigung für das Bürogebäude wurde bereits 2021 an GBP Architekten erteilt. Nach mehrjährigen Verzögerungen begann Ende 2024 die Umsetzung der Bauarbeiten, die von Apoprojekt durchgeführt werden.
Sanierung der Stahlbetonstruktur und Neugestaltung der Büroeinheiten im Hochhaus „Fifty Five Westend“
Das Hochhaus umfasst zwölf Geschosse sowie zwei viergeschossige Sockelbauten mit intensiv begrünten Dachterrassen. Oberirdisch ist das Gebäude in Stahlbetonskelettbauweise errichtet, wobei Stahlbetonstützen und Rippendecken die Tragstruktur bilden. Diese wird im Rahmen der Revitalisierung saniert und angepasst. Der vertikale Kern, der sich vom zweiten Untergeschoss bis zum elften Obergeschoss erstreckt, wird vollständig erneuert und nimmt künftig Versorgungsschächte, Sanitärbereiche, Teeküchen sowie zwei Personenaufzüge und einen Feuerwehraufzug auf.
Die Revitalisierung umfasst die Entkernung und Neuorganisation der Büroflächen. Auf rund 8.950 Quadratmetern entstehen 24 Nutzungseinheiten, die flexible Raumkonzepte wie Open Space, Kombi- oder Einzelbüros ermöglichen. Die Gesamtmietfläche wird unter dem Namen „Fifty Five Westend“ vermarktet. In der Tiefgarage werden Stellplätze für PKW sowie Ladestationen für E-Mobilität eingerichtet, zusätzlich entstehen Dusch- und Abstellmöglichkeiten für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer.
Umfassende Fassadenarbeiten, Außenflächenaufwertung und Gestaltung der zentralen Eingangszone
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Neubau der Fassade. Die Gebäudehülle erhält bodentiefe Fenster mit bronzefarbenen Aluminiumrahmen, außenliegende Lamellenbehänge dienen der Verschattung. Neben der gestalterischen Anpassung liegt der Fokus auf der energetischen Verbesserung des Hochhauses. Auch die Außenflächen werden neu strukturiert. Die Hauptdächer werden extensiv begrünt, im Innenhof entstehen Sickerflächen für Regenwasser sowie überdachte Fahrradabstellanlagen.
Der Eingangsbereich wurde neu konzipiert und in seiner räumlichen Wirkung verändert. Über dem Erdgeschoss wurde ein Teil der Decke entfernt, wodurch die Lobby zweigeschossig ausgebildet werden konnte. Großflächige Lichtinstallationen, eine verspiegelte Brücke, Boden- und Tresenelemente aus grünem Terrazzo sowie Holzvertäfelungen prägen den Raum.
„Fifty Five Westend“: Wirtschaftskanzlei FPS zieht ein
Das „Fifty Five Westend“ liegt im Stadtteil Westend-Nord, nördlich der Frankfurter Innenstadt, mit direkter Anbindung an die U-Bahn-Station „Grüneburgweg“. Die Wirtschaftskanzlei FPS hatte bereits 2021 rund 6.900 Quadratmeter Bürofläche im Gebäude angemietet. Das Unternehmen plant, den bisherigen Standort in der Eschersheimer Landstraße 25–27 aufzugeben und in das sanierte Gebäude umzuziehen. Nach Angaben der Kanzlei soll der neue Standort den Mitarbeitenden eine moderne und funktional gestaltete Arbeitsumgebung bieten.
Mit dem Fortschritt der Fassadenarbeiten und dem laufenden Innenausbau rückt die Fertigstellung des Projekts nach mehreren Jahren Verzögerung näher.
Quellen: Fifty Five Westend, Immobilienmanager, GBP Architekten, Primfo
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