Der Baufortschritt am Bundesumweltministerium in Mitte zwischen Stresemannstraße und Leipziger Platz wird inzwischen deutlich sichtbar. Die Fertigstellung ist für 2029 geplant.

Eine Karte zeigt, wo der Erweiterungsbau des Bundesumweltministeriums entsteht.

Zwischen Leipziger Platz, Preußischem Landtag und Martin-Gropius-Bau soll der Erweiterungsbau des Bundesumweltministeriums entstehen. / © Visualisierung: C. F. Møller Architects, Aarhus; C. F. Møller Landscape, Aarhus

© Titelbild: C. F. Møller Architects, Aarhus; C. F. Møller Landscape, Aarhus

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Auf der Baustelle des Bundesumweltministerium in Berlin-Mitte ist der Baufortschritt inzwischen deutlich sichtbar. Ein Baukran wurde Anfang März aufgestellt. Bagger arbeiten im Akkord. Anfang April zeigt sich: Die Baugrube für das Hauptgebäude ist bereits reichlich tief.

Das Bauprojekt liegt zwischen Stresemannstraße und Leipziger Platz. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum denkmalgeschützten Preußischen Landtag sowie zum Martin-Gropius-Bau. Die Fläche diente zuvor als Parkplatz und Lagerfläche.

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Ziel des Projekts ist die Erweiterung des bestehenden Bundesumweltministeriums. Der Neubau ergänzt die vorhandenen Gebäude entlang der Stresemannstraße und wird funktional sowie architektonisch mit dem Altbau verbunden. Diese Verbindung erfolgt über zwei Ebenen.

Klare architektonische Sprache für Erweiterung des Bundesumweltministeriums

Der Erweiterungsbau umfasst nach seiner Fertigstellung rund 31.500 Quadratmeter Nutzungsfläche auf etwa 53.100 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Geplant sind Büroflächen, eine Kantine, Konferenzbereiche sowie ein Medien- und Informationszentrum. Die Nutzung ist nicht ausschließlich für das Bundesumweltministerium vorgesehen. Auch andere Bundesministerien sowie das Berliner Abgeordnetenhaus sollen Flächen mitnutzen.

Der Entwurf stammt von den C. F. Møller Architects, die den Architektur-Wettbewerb 2019 gewonnen hatten. Die Planung begann im September 2020. Für die Freiraumgestaltung ist C.F. Møller Landscape verantwortlich.

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Das Konzept setzt auf eine klare architektonische Sprache und eine enge Verzahnung von Gebäude und Freiraum. Der Erweiterungsbau wird in Holzhybridbauweise realisiert. Tragende Elemente, Fassaden und Teile des Innenausbaus bestehen aus Holz in Kombination mit anderen Materialien.

Bundesumweltministerium als Vorbild für nachhaltiges Bauen auf Bundesebene

Auch eine Photovoltaik-Integration in der Fassade, begrünte Dächer, Fassaden und Innenhöfe und Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas sollen zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele beitragen. Der Erweiterungsbau des Bundesumweltministeriums hat damit auch eine Vorbildfunktion für nachhaltiges Bauen auf Bundesebene.

Die Fertigstellung ist für 2029 geplant.

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Erweiterungsbau des Bundesumweltministeriums

Quellen: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, architektur-urbanistik.berlin

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5 Kommentare

  1. Böhme 3. April 2026 at 01:01 - Reply

    Das Ganze reiht sich in den Größenwahn der deutschen Bundesregierungen der letzten 20 Jahre. Der Hauptsitz des Ministerium – das verschweigt der Artikel wohlweislich – befindet sich in Bonn, das dortige Ministerium ist riesig. Der aktuelle – riesige – Neubau in Berlin zur Erweiterung der dortigen Außenstelle ließe sich allenfalls rechtfertigen, wenn der Hauptsitz in Bonn vollständig geschlossen und der Berliner Sitz zum ausschließlichen wird. Bereits der „Reichskanzlerbunker“ mit seinen irrwitzigen und durch nichts gerechtfertigten Erweiterungen zu Kosten von mindestens einer Milliarde zeigen eine Bereitschaft zur Verschwendung von Steuermitteln ohne Gleichen.

    Die Agenda der aktuellen Regierung war ja, den Beamtenapparat der Bundesregierung endlich deutlich zu reduzieren. Wofür braucht man dann den gigantischen „Reichskanzlerbunker“ und erst Recht dieses völlig überdimensionierte Bundesumweltministerium neben dem völlig überdimensionierten Bundesratsneubau?!?

    Der Entwurf als solcher, das sei noch angemerkt, gefällt!

    • Löwe 3. April 2026 at 07:30 - Reply

      Zitat: „..ließe sich allenfalls rechtfertigen, wenn der Hauptsitz in Bonn vollständig geschlossen und der Berliner Sitz zum ausschließlichen wird.“

      Das klingt nach einem sinnvollen Vorschlag, aber wahrscheinlich ist dies auch mit Kosten verbunden, bzw. wird der Anbau hier dies auch beeinflußen.

      Zitat: „..Kosten von mindestens einer Milliarde“

      Ich konnte nichts in dieser höhe finden. KI: Aktuelle geschätzte Baukosten: rund 402,2 Millionen Euro (neue Kostenschätzung, Stand 2024).

      Umweltministerium-Anbau kostet 162 Millionen Euro mehr https://www.tagesspiegel.de/politik/kostenexplosion-bei-ministerienbauten-umweltministerium-anbau-kostet-162-millionen-euro-mehr-12234290.html

    • M.Pätsch 3. April 2026 at 13:52 - Reply

      Sehe ich genauso. Dem ist absolut nichts hinzuzufügen!
      Schande,wie unsere Steuergelder verschwendet werden!
      Ich werde mich demnächst dem 1.Arbeitsmarkt völlig entziehen/verweigern.Alt genug bin ich eh und ich lasse mir von diesen Politikern
      nicht vorschreiben das ich bis 67 J.arbeiten soll,welche mit meinen Steuergeldern machen was sie wollen.
      WIR WERDEN BEHANDELT WIE LEIBEIGENE ;NICHT MIT MIR!!!!!!!!

      • Böhme 9. April 2026 at 02:03 - Reply

        Naja, naja, 67 Jahre arbeiten muss in diesen Lande bisher keiner, schließlich werden sich nicht unmittelbar nach der Geburt dem Arbeitsmarkt zugeführt!

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