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Auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin ist der offizielle Start für den Forschungsneubau Optobiologie erfolgt. Mit dem Projekt entsteht in Berlin-Mitte ein neues Zentrum, das die Humboldt-Universität und die Charité eng zusammenführen und den Wissenschaftsstandort nachhaltig stärken soll.
Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender Charité stehen mit Spaten auf einer Baustelle beim offiziellen Spatenstich für den Forschungsneubau Optobiologie in Berlin-Mitte.

Beim offiziellen Spatenstich für den Forschungsneubau Optobiologie in Berlin-Mitte: Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender Charité. / © Foto: Humboldt-Universität zu Berlin / Stefan Klenke

© Visualisierung Titelbild: agn

 

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Am Dienstag fand in Anwesenheit von Senator Christian Gaebler, Senatorin Ina Czyborra und Universitätspräsidentin Julia von Blumenthal der Spatenstich für den Forschungsneubau Optobiologie statt. Der Bau wird durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen realisiert und soll ein wichtiger Baustein für die Berliner Forschungslandschaft werden. Vorgesehen sind moderne Räume, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ideale Arbeitsbedingungen bieten.

Geplant sind insgesamt 3.800 Quadratmeter Nutzfläche, auf denen künftig Labore und Büros entstehen. Damit können rund 110 Forscherinnen und Forscher in unmittelbarer Nähe zur Charité und zu weiteren Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Projekt „Wissenschaft der Pathogene“ zusammenarbeiten. Die räumliche Nähe verschiedener Institute soll Kooperationen erleichtern und die Berliner Life-Science-Forschung stärker vernetzen.

Optobiologie als Forschungsfeld: Licht als präzises Werkzeug in den Lebenswissenschaften

Die Optobiologie beschäftigt sich mit der Wirkung von Licht auf Zellen, Gewebe und Organismen. Ziel ist es, diese Prozesse im Detail zu verstehen und für medizinische und biotechnologische Anwendungen nutzbar zu machen. Durch die Möglichkeit, biologische Vorgänge gezielt mit Licht zu steuern, eröffnen sich neue Perspektiven für Diagnostik und Therapie.

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Senatorin Ina Czyborra erklärte, dass der Neubau ein starkes Signal für den Wissenschaftsstandort Berlin sei. Die Zusammenarbeit zwischen Humboldt-Universität und Charité zeige, wie Grundlagenforschung und medizinische Praxis ineinandergreifen können. Zudem sei das junge Forschungsfeld dynamisch und wachse rasant, wodurch Berlin eine internationale Vorreiterrolle einnehmen könne.

Architektur und Bauweise des Forschungsneubaus: Anpassung an den denkmalgeschützten Standort in Berlin-Mitte

Der Neubau entsteht auf dem Campus Nord, der unter Denkmalschutz steht. Daher wird das Gebäude in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden entwickelt. Es erhält eine Klinkerfassade mit versetzten Fensteröffnungen und fügt sich so in die kleinteilige Umgebungsstruktur ein. Ein gemeinsamer Vorplatz mit einem Nachbargebäude sowie eine begrünte Wegeverbindung zur Panke sollen den Campus auch für die Öffentlichkeit attraktiver machen.

Auch Nachhaltigkeit spielt beim Bau eine wichtige Rolle. Das Gebäude soll nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes die Qualitätsstufe Silber erreichen. Die Wärmeversorgung wird über Fernwärme sichergestellt, während die Kälte über umweltfreundliche Kaltwassersätze erfolgt. Zusätzlich wird eine Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach integriert, um Emissionen zu reduzieren.

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Finanzierung und wissenschaftliche Bedeutung: Bund und Land unterstützen das Bauvorhaben

Die Baukosten liegen nach aktuellem Stand bei rund 81,2 Millionen Euro. Davon trägt der Bund etwa 33,8 Millionen Euro im Rahmen von Artikel 91b des Grundgesetzes, weitere Mittel kommen vom Land Berlin. HU und Charité müssen voraussichtlich zusätzliche Kosten übernehmen, befinden sich aber nach eigenen Angaben in Gesprächen mit der Senatsverwaltung, um transparente Lösungen zu finden.

Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität, betonte ihre Freude darüber, dass das Zentrum für Optobiologie trotz knapper Haushaltsmittel entstehen könne. Gemeinsam mit der Charité solle ein Herzstück des Campus Life Science geschaffen werden, das internationale Forschende anzieht und die Berliner Spitzenforschung im Bereich der Lebenswissenschaften dauerhaft stärkt.

Eine Visualisierung zeigt den geplanten Forschungsneubau mit roter Klinkerfassade und einem begrünten Campusweg, auf dem mehrere Menschen unterwegs sind.

Visualisierung des geplanten Forschungsneubaus Optobiologie auf dem denkmalgeschützten Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin. Der Baukörper aus drei miteinander verbundenen Riegeln wird eine Klinkerfassade erhalten und fügt sich in die historische Umgebungsstruktur ein. / © Visualisierung: agn Niederberghaus & Partner GmbH

Quellen: Charité Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Senatsverwaltung fürStadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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