Am Flughafen Tempelhof hat die Sanierung der Tunnelfugen begonnen. Die Tempelhof Projekt GmbH setzt drei undichte Dehnungsfugen im historischen Straßen- und Eisenbahntunnel instand, um Feuchtigkeitsschäden zu begrenzen und das Bauwerk langfristig zu sichern.

Der Tunneleingang am Flughafen Tempelhof führt in den historischen Straßen- und Eisenbahntunnel, dessen Tunnelfugen derzeit saniert werden.

Der Tunneleingang am Flughafen Tempelhof führt in den historischen Straßen- und Eisenbahntunnel, dessen Tunnelfugen derzeit saniert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, calflier001, CC BY-SA 2.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, calflier001, CC BY-SA 2.0

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Am Flughafen Tempelhof werden derzeit die Fugen eines historischen Straßen- und Eisenbahntunnels saniert. Das rund 400 Meter lange Stahlbetonbauwerk verläuft unter Teilen der Abfertigungshalle und war früher Teil der Flughafenlogistik. Drei undichte Fugen sorgen dort seit Jahren für eindringendes Wasser. Deshalb saniert die Tempelhof Projekt GmbH die betroffenen Bereiche nun, um Feuchtigkeitsschäden zu begrenzen und den Tunnel langfristig zu sichern.

  • Ort: Flughafen Tempelhof
  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin
  • Bauwerk: Straßen- und Eisenbahntunnel, früher Frachttunnel
  • Länge: rund 400 Meter
  • Baujahr/Planung: 1936 geplant und errichtet
  • Maßnahme: Sanierung von drei undichten Tunnelfugen

Erste Fortschritte: So laufen die Arbeiten unter dem Flughafen Tempelhof

Im Mai 2026 meldete die Tempelhof Projekt GmbH erste Fortschritte. Im Bereich des General Aviation Terminal (GAT) sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Im Wirtschaftshof haben die Bauarbeiter den ersten Bauabschnitt nach der Abdichtung wieder geschlossen.

Für den zweiten Abschnitt läuft derzeit eine Anpassung der Planung, weil die bestehende Konstruktion anders aufgebaut ist als ursprünglich angenommen. Am Bauteil D1 sollen die vorbereitenden Arbeiten noch im Mai beginnen. Der Abschluss dieses Abschnitts ist aktuell für Juli vorgesehen.

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Tunnelsanierung am Flughafen Tempelhof wegen undichter Fugen

Der Tunnel wurde 1936 geplant und gebaut. Ursprünglich war er für die Luftfrachtlogistik des Flughafens gedacht. Heute dient er jedoch vor allem als Verbindung zwischen verschiedenen Gebäudeteilen.

Im Mittelpunkt der Sanierung stehen drei beschädigte Dehnungsfugen. Solche Fugen gleichen Bewegungen im Stahlbeton aus, die etwa durch Temperaturschwankungen entstehen. Nach Regenfällen treten dort deshalb seit längerer Zeit Feuchtigkeitsschäden auf. Das eindringende Wasser kann die Nutzung und langfristig auch die Stabilität des Tunnels beeinträchtigen.

Der historische Straßen- und Eisenbahntunnel am Flughafen Tempelhof wird wegen undichter Tunnelfugen saniert.

Die Sanierung der Tunnelfugen am Flughafen Tempelhof sichert den historischen Straßen- und Eisenbahntunnel unter der Abfertigungshalle. / © Foto: Wikimedia Commons, calflier001, CC BY-SA 2.0

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Historischer Tunnel bleibt Teil der Infrastruktur am Flughafen Tempelhof

Die Arbeiten gelten als aufwendig, weil die Außenflächen des Flughafens in einem Kampfmittelverdachtsbereich liegen. Deshalb begleitet der Kampfmittelräumdienst die Erdarbeiten. Zudem müssen ältere schadstoffbelastete Materialien fachgerecht entsorgt werden. Gleichzeitig müssen Feuerwehrzufahrten, Fluchtwege, Stellplätze und Veranstaltungsflächen während der Bauzeit nutzbar bleiben.

Der Tunnel gehört bis heute zur historischen Infrastruktur des Flughafens Tempelhof. Während des Zweiten Weltkriegs nutzte man Teile der Anlage für kriegswichtige Produktion. Nach 1945 fuhren Kesselwagen durch den Tunnel und transportierten unter anderem Heizöl zum flughafeneigenen Heizkraftwerk. Die Betreiber legten das Anschlussgleis Ende der 1980er-Jahre still. Die unterirdische Verbindung blieb jedoch erhalten.

Flughafen Tempelhof

Quelle: THF Berlin / Tempelhof Projekt GmbH

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3 Kommentare

  1. Volker Vönöky 13. Mai 2026 at 11:07 - Reply

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Danke für den interessanten Einblick und der Bilder.
    Mit freundlichen Grüßen

    Volker Vönöky

  2. Horeis 13. Mai 2026 at 17:53 - Reply

    Hochinteressant das ganze!!!

  3. Venita Brennecke 13. Mai 2026 at 23:09 - Reply

    Geschichtlich sehr interessant! Hatten schon die Führungen vor ein paar Jahren mitgemacht.

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