Der Florabunker in der Hamburger Sternschanze bekommt weitere Räume für Musik und Kultur. Die Stadt Hamburg und der Bezirk Altona investieren gemeinsam rund 550.000 Euro in den Ausbau der bislang leerstehenden Oberetagen. Damit sollen vier Jahre nach der Eröffnung des Bunkers auch die verbleibenden Flächen im Florapark nutzbar werden.

Der Florabunker im Florapark: Die vier Oberetagen des Hochbunkers stehen bislang leer. Mit der zweiten Ausbaustufe sollen dort neue Proberäume für Musik und Kultur entstehen./ © Foto: Wikimedia Commons, Minderbinder, CC BY 4.0
© Titelbild: Bezirksamt Altona
Im Florapark in der Hamburger Sternschanze beginnt die zweite Ausbaustufe des dortigen Hochbunkers. Vier Geschosse, die bislang leer standen, sollen zu Proberäumen für Musikerinnen und Musiker sowie zu Kulturflächen werden. Damit rückt der Bunker, der seit 2021 schrittweise geöffnet wird, seinem vollständigen Ausbau ein Stück näher.
Von den insgesamt rund 1.539 Quadratmetern Fläche sind bislang nur etwa 780 Quadratmeter vermietet. Für die neuen Räume plant die Stadt Hamburg bauliche Erweiterungen bei Lüftung, Sanitäranlagen und Brandschutz. Zusätzlich soll der Park rund um den Bunker eine modernere LED-Beleuchtung erhalten, was laut den Verantwortlichen auch dem Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher zugutekommen soll.
Finanzierung des Bunkerumbaus: Gelder stammen aus städtischen Fördertöpfen
Für den Ausbau stehen rund 550.000 Euro zur Verfügung. Der überwiegende Teil davon, etwa 400.000 Euro, stammt aus dem Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Dieser Fonds unterstützt gezielt Projekte, die Nachbarschaften stärken und die Lebensqualität in den Quartieren verbessern sollen.
Weitere 150.000 Euro kommen aus dem Investiven Quartiersfonds, den es seit 2018 gibt und der Infrastrukturvorhaben in den Hamburger Bezirken fördert. Senatorin Karen Pein erklärte dazu, mit dem Ausbau entstünden mitten in der Schanze dringend benötigte Räume für Kultur, Musik und nachbarschaftliches Miteinander. Aus grauem Beton sei mittlerweile ein lebendiger Treffpunkt geworden.
Umweltfreundliche Aufrüstung geplant: Photovoltaik und mögliche Wärmepumpen
Neben den neuen Nutzflächen ist auch eine energetische Modernisierung Teil des Projekts. Die vorhandene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bunkers wird erneuert und erweitert, um mehr nachhaltige Energie zu liefern. Zusätzlich prüft die Stadt, ob künftig Wärmepumpen für eine umweltfreundlichere Beheizung sorgen können. Eine endgültige Entscheidung dazu steht noch aus.
Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) betonte, der Florabunker zeige, wie sich durch gezielte Investitionen Orte der Begegnung und Kreativität schaffen ließen, ohne ökologische Aspekte aus dem Blick zu verlieren.
Trägerschaft des Florabunkers: Vereine sichern das Programm
Verwaltet wird der Florabunker treuhänderisch von der steg Hamburg mbH im Auftrag des Bezirksamts Altona. Seit der Eröffnung sorgen die Vereine Jesuscenter, Kilimanschanzo und Raumteiler für das Programm rund um den Bunker.
Bezirksamtsleiter Sebastian Kloth (Grüne) sagte, mit dem Projekt würden die bislang leerstehenden Geschosse modernisiert und für die Nachbarschaft geöffnet. Damit werde der Bunker zu einem Anlaufpunkt vor allem für jene, die sonst kaum bezahlbare Proberäume fänden.
Quellen: Bezirksamt Altona, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
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