Ob Marathon, Festival oder Kongress: In Berlin finden jedes Jahr Zehntausende Veranstaltungen statt. Der Senat will die Abläufe für Veranstalter nun einfacher machen und plant dafür eine zentrale Anlaufstelle.

Berlin will die Organisation von Veranstaltungen vereinfachen: Eine neue zentrale Servicestelle soll Veranstalter künftig bei Zuständigkeiten, Anträgen und der Planung unterstützen. / © Foto: depositphotos.com
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Wer in Berlin eine größere Veranstaltung plant, muss sich oft mit verschiedenen Behörden und Zuständigkeiten auseinandersetzen. Das soll künftig einfacher werden. Der Senat hat am Dienstag ein Konzept vorgestellt, mit dem Veranstaltungen in Berlin besser organisiert und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Veranstaltungsbranche verbessert werden soll.
Denn Veranstaltungen gehören fest zum Berliner Stadtleben. Ob Berlin-Marathon, Karneval der Kulturen, Lollapalooza oder große Sportereignisse: Sie bringen Besucher aus dem In- und Ausland in die Stadt. Nach Angaben des Senats kamen 2025 rund 13,7 Millionen Menschen zu etwa 87.000 Veranstaltungen nach Berlin. Der Veranstaltungs- und Kongressmarkt erzielte dabei einen Umsatz von rund 1,46 Milliarden Euro.
Berlin will eventfreundlicher sein: Eine Anlaufstelle für Veranstalter
Kern des Konzepts ist eine neue Servicestelle, bei der Veranstalter künftig zunächst Informationen und Beratung bekommen sollen. Dort soll erklärt werden, welche Behörde für welches Anliegen zuständig ist, welche Unterlagen benötigt werden und wie viel Zeit die einzelnen Verfahren voraussichtlich dauern.
Die Servicestelle soll allerdings nicht selbst über Genehmigungen entscheiden. Stattdessen soll sie helfen, dass Anträge von Anfang an möglichst vollständig und bei der richtigen Stelle eingereicht werden. Leitfäden, Checklisten und ein zentrales Online-Portal sollen dabei unterstützen.
Auch bei der Terminplanung will der Senat ansetzen. Ein berlinweiter Veranstaltungskalender soll künftig zeigen, wann und wo Veranstaltungen im öffentlichen Raum stattfinden. So könnten Überschneidungen früher erkannt und beispielsweise Polizei, Ordnungsämter oder andere beteiligte Stellen besser eingeplant werden.
Unterschiedliche Regeln für kleine und große Veranstaltungen
Dabei soll nicht jede Veranstaltung gleich behandelt werden. Für kleinere Feste und Veranstaltungen soll vor allem die Beratung im Mittelpunkt stehen. Bei internationalen Großveranstaltungen könnten dagegen künftig sogenannte Host-City-Pakete angeboten werden. Darin könnten etwa die Suche nach geeigneten Veranstaltungsformaten, Bewerbungsverfahren und die Abstimmung zwischen verschiedenen Berliner Stellen gebündelt werden.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Innensenatorin Iris Spranger sehen darin einen wichtigen Schritt, damit Berlin auch künftig für große Sport-, Kultur- und Kongressveranstaltungen attraktiv bleibt. Wie die neue Servicestelle genau aufgebaut wird und wann sie ihre Arbeit aufnehmen könnte, soll nun weiter ausgearbeitet werden. Dabei will der Senat auch Erfahrungen von Veranstaltern und bereits bestehende Angebote berücksichtigen.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
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