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Das Bauhaus-Archiv öffnet seine Baustelle und lädt zu einem mehrtägigen Festivalprogramm ein. Architektur, Kunst und Musik geben Einblicke in die Zukunft des weltweit größten Bauhaus-Museums.
Baustelle des Bauhaus Archivs im Mai 2025

Die Baustelle im Mai 2025. Nur wenige Monate später erhalten Besucherinnen und Besucher nun während einer dreitägigen Veranstaltung die Möglichkeit, den Erweiterungsbau von Staab Architekten an der Klingelhöferstraße aus nächster Nähe kennenzulernen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung lädt vom 19. bis 21. September 2025 zum Festival „Kommt auf die Baustelle!“ ein. Besucherinnen und Besucher erhalten während der dreitägigen Veranstaltung die Möglichkeit, den Erweiterungsbau von Staab Architekten an der Klingelhöferstraße aus nächster Nähe kennenzulernen.

Das Festival markiert den Auftakt für die künftige Nutzung des neuen Bauhaus-Archivs als Ort des Austauschs und öffnet erstmals die entstehenden Räume für ein breites Publikum. Neben Architektur-Rundgängen durch das Gebäude umfasst das Programm künstlerische Installationen, Performances und musikalische Beiträge. Auch die Bauhaus-Werkstatt lädt mit Angeboten für alle Generationen zum Mitmachen ein.

Von der Museumsentwicklung bis zur Opern-Uraufführung: Das Bauhaus-Festival bietet vielfältige Angebote

Gespräche mit Beteiligten geben vertiefende Einblicke in die Entwicklung des Hauses. Zu den Gästen zählen unter anderem Direktorin Dr. Annemarie Jaeggi, Architekt Prof. Volker Staab und Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt. Ein künstlerischer Dokumentarfilm beleuchtet darüber hinaus die Entstehungsgeschichte des neuen Museums. Ergänzt wird das Programm durch Pop-up-Angebote in den zukünftigen Flächen von Bauhaus-Shop und Bauhaus-Café.

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Am Sonntag, den 21. September, runden zwei Konzerte in der Berliner Philharmonie das Festival ab, die im Rahmen der Berliner Musikfestspiele stattfinden.

Das Bauhaus-Archiv bewahrt die weltweit größte Sammlung zur berühmten Kunstschule

Das Bauhaus-Archiv gilt als zentrales Museum für die Erforschung und Präsentation des Bauhaus und beherbergt die weltweit größte Sammlung zur von Walter Gropius gegründeten Kunstschule.

Im Mittelpunkt steht der Nachlass von Gropius, ergänzt durch Werke bedeutender Bauhaus-Künstlerinnen und -Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger oder Oskar Schlemmer. Neben der Dauerausstellung zeigen regelmäßig wechselnde Präsentationen unterschiedliche Facetten des Bauhaus.

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Gropius-Bau als zentrales Exponat: Sanierung, Erweiterung und Übergangslösungen seit 2018

Das Museumsgebäude selbst zählt zu den bedeutendsten Exponaten. Walter Gropius entwarf es für Berlin, und 1979 wurde es eröffnet. Seit 1977 steht es unter Denkmalschutz. Seit 2018 saniert das Bauhaus-Archiv das Bestandsgebäude denkmalgerecht und erweitert es durch einen Neubau, um die Sammlung zu sichern und die Ausstellungsflächen zu vergrößern.

Auf dem Baustellengelände ist ein 20 Meter hoher Turm aus Glas und Stahl bereits gut sichtbar, der künftig als Haupteingang des Museums dienen soll. Während das Bestandsgebäude weiterhin das Archiv beherbergt, entsteht der Erweiterungsbau als zusätzliche Museumsfläche. Besucherinnen und Besucher können den Baufortschritt im „Temporary Bauhaus-Archiv“ in Charlottenburg oder im Besucherzentrum „The Bauhaus View“ verfolgen, das seit 2022 Modelle, Informationen und einen Blick von der Dachterrasse bietet.

Quellen: Berlin.de, Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Visitberlin

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3 Kommentare

  1. Böhme 17. September 2025 at 01:48 - Reply

    Unabhängig davon, dass allein die Dauer der Bauarbeiten ein einziger Skandal ist … aber welches Bauvorhaben in Berlin dauert nicht mindestens 10-mal solange wie in China und mindestens 5-mal solange wie im Rest der Welt, einschließlich der Dritten Welt! Naja, egal … 5, 10, 15, 20, 30 Jahre, gut Ding braucht halt Weile! Wenn es denn „gut‘ Ding“ wäre! Die ursprüngliche Architektur nimmt ja – als Archiv der Bauhausarchitektur nur konsequent – das architektonische Bauhausthema konsequent auf. Davon kann bei den Neubauten, insbesondere dem Eingangsturm nicht mal ansatzweise die Rede sein. Diese „verspargelten“ Etagen sind einfach nur lächerlich – und schon anderweitig verwendet worden, sodass auch noch das architektonische Alleinstellungsmerkmal fehlt. In dieser Ansammlung schiefer Stelen, Säulen steckt eine absolute Verhohnepiepelung des Bauhauses. Darüber hinaus durchbricht die Höhe des Turms das Bestandsensembles, verdrängt damit diese ausgewogene Architektur. Es bringt eine kokette, modische Aufdringlichkeit in die ruhige, sachliche Bestandsarchitektur. Man fragt sich, wie so ein Bau hat genehmigt werden können!

    • M.Hillen 17. September 2025 at 11:32 - Reply

      Sie sprechen genau das aus, was ich vor vielen Jahren auch schon gedacht und gefühlt habe, als das NeubauProjekt damals vorgestellt wurde… Danke!

      • Böhme 19. September 2025 at 03:15 - Reply

        Na, da kommen wir ja endlich mal zusammen :)!

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