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Die Landwirtschaftliche Rentenbank saniert und erweitert ihren Gebäudekomplex an der Hochstraße in Frankfurt. Archäologische Funde sowie Herausforderungen bei Fassade und Bodenverhältnissen verschieben die Fertigstellung nun jedoch voraussichtlich um zwei Jahre.

Frankfurter Rentenbank mit Baugerüst

Trotz verschiedener Herausforderungen schreiten die Bauarbeiten kontinuierlich voran. Die Gründungen des gesamten Ensembles sind abgeschlossen, und auch die Revitalisierung des Tragwerks sowie die Altbestandsertüchtigung konnten bereits umgesetzt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung Titelbild: Rentenbank

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Der Gebäudekomplex der Landwirtschaftlichen Rentenbank an der Hochstraße / Ecke Eschenheimertor wird derzeit umfassend saniert und erweitert, um den historischen Charakter zu bewahren und die Nutzung für die bundesweit tätige Förderbank an moderne Anforderungen anzupassen.

Während der Sanierungsarbeiten traten an mehreren Stellen jedoch große Herausforderungen auf, sodass die Fertigstellung nicht wie ursprünglich für 2026 vorgesehen erfolgen kann. Ein Sprecher der Rentenbank teilte ENTWICKLUNGSSTADT mit, dass die Arbeiten voraussichtlich noch mindestens zwei weitere Jahre in Anspruch nehmen werden.

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Aufwendige Instandsetzung und historische Entdeckungen verzögerten die Sanierung der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Bei den Rückbauarbeiten zeigte sich, dass der Nachkriegsbau deutlich aufwendiger instand gesetzt werden muss als ursprünglich geplant. Besonders die Fassade erfordere einen höheren Aufwand als zunächst vorgesehen, schwierige Bodenverhältnisse verzögerten den Baufortschritt zusätzlich.

Freilegung Stadtmauer

© Foto: Rentenbank

Zudem traten während der Arbeiten archäologische Relikte zutage: Teile der Frankfurter Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert wurden freigelegt. Die Bank unterstützte das Denkmalamt bei der Untersuchung der Fundstücke, und ausgewählte Mauerreste sollen künftig im Innenhof sichtbar bleiben, um die historische Entwicklung des Standorts nachvollziehbar zu machen.

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Fortschritte trotz Herausforderungen: Altbestand gesichert, Wiederaufbau vorbereitet

Trotz dieser Herausforderungen schreiten die Bauarbeiten inzwischen kontinuierlich voran. Die Gründungen des gesamten Ensembles sind abgeschlossen, und auch die Revitalisierung des Tragwerks sowie die Altbestandsertüchtigung konnten erfolgreich umgesetzt werden.

Damit sind die wesentlichen strukturellen Voraussetzungen für den Wiederaufbau der Gebäudeteile geschaffen, der nun beginnen kann. Parallel dazu wurde die im Innenhof gelegene Tiefgarage fertiggestellt.

Von der Nachkriegsarchitektur zur zeitgemäßen Bürofläche: Erweiterung und Modernisierung des Ensembles

Insgesamt besteht das Gebäudeensemble aus den frühen 1950er Jahren aus einem eingeschossigen Pavillon, einem sechsgeschossigen Mittelbau und einem neungeschossigen Hochhaus. Alle Teile stehen unter Denkmalschutz und werden im Rahmen der Sanierung funktional an die heutigen Anforderungen angepasst.

Parallel zur Instandsetzung wird der mittlere Bauabschnitt um vier Geschosse aufgestockt, wodurch rund 3.200 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche entstehen. Gleichzeitig werden sämtliche haustechnischen Anlagen modernisiert: Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik werden erneuert, und alle Fenster des Ensembles ausgetauscht.

Fertigstellung verzögert sich: Einzug der Rentenbank an die Hochstraße noch zwei Jahre entfernt

Mit der verschobenen Fertigstellung der Sanierung werden die rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landwirtschaftlichen Rentenbank voraussichtlich erst 2028 zurück an die Hochstraße ziehen können.

Während der Bauphase hat die Rentenbank ihren Geschäftsbetrieb vollständig in das „Goldene Haus“ an der Theodor-Heuss-Allee 80 verlagert, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Rentenbank mit Bauzaun

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurter Rundschau

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