Am Fennpfuhler Tor in Berlin-Lichtenberg gibt es nach längerer Planungsphase ein neues Signal. Für die Storkower Straße 175 gingen gleich zwei Vorbescheide für Wohnungsbau ein. Interessant ist das auch mit Blick auf die Hochhausplanung für das Areal.

Das bestehende Gewerbegebäude mit der Hausnummer 175 an der Storkower Straße in Berlin-Lichtenberg ist Teil des geplanten Fennpfuhler Tors.

Die Hausnummer 175 liegt innerhalb des B-Plans 11-192. Der Vorentwurf sieht in diesem Bereich auch einen 18-geschossigen Hochpunkt vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: MLA+ / Studio M³ Architektur und Urbanismus

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Auf dem Gelände des geplanten Fennpfuhler Tors zeichnet sich eine neue Entwicklung ab. Für die Storkower Straße 175 hat das Bezirksamt Lichtenberg im August 2026 gleich zwei neue Vorbescheide registriert. Gleichzeitig sieht der laufende Bebauungsplan an dieser Adresse einen 18-geschossigen Hochpunkt vor.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Adresse: Storkower Straße 175 / Max-Brunnow-Straße 2–4, 10369 Berlin
  • Projekt: Fennpfuhler Tor
  • Bebauungsplan: 11-192
  • Projektstatus: zwei neue Vorbescheide im August 2026 eingegangen
  • Hochhaus: Im B-Plan-Vorentwurf sind 18 Vollgeschosse vorgesehen

Das Bezirksamt bezeichnet beide neuen Vorgänge als „Wohnungsbauprojekt OWP“. Für einen Antrag werden 21.570 Quadratmeter, für den zweiten 10.785 Quadratmeter angegeben. Beide Anträge betreffen die Storkower Straße 175 und wurden im August 2026 eingereicht.

Die Abkürzung „OWP“ steht in diesem Zusammenhang für OTTO WULFF Projektentwicklung. OWP gehört gemeinsam mit der HOWOGE und dem Berliner Immobilienmanagement GmbH zu den drei Partnern des Fennpfuhler Tors. Das Grundstück von OTTO WULFF liegt laut HOWOGE im östlichen Teil des Entwicklungsgebiets und ist mit teilweise leerstehenden Gewerbebauten bebaut, die für die Quartiersentwicklung zurückgebaut werden sollen.

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Ein Grundstückstor mit dem Schriftzug OTTO WULFF steht neben dem Gewerbegebäude an der Storkower Straße 175 in Berlin-Fennpfuhl.

OTTO WULFF gehört neben HOWOGE und BIM zu den Projektpartnern des Fennpfuhler Tors. Auf dem östlichen Grundstück sollen bestehende Gewerbebauten langfristig Neubauten weichen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Fennpfuhler Tor: B-Plan 11-192 sieht 18-Etagen-Hochhaus vor

Besonders interessant ist der Blick in den Vorentwurf des Bebauungsplans 11-192. Auf dem Plan ist die Storkower Straße 175 ausdrücklich verzeichnet. Unmittelbar in diesem Bereich weist der Entwurf einen Baukörper mit der Kennzeichnung „XVIII“ – also 18 Vollgeschosse – aus. Weitere Teile der geplanten Bebauung sind unter anderem mit sieben Geschossen gekennzeichnet.

Dass hier tatsächlich ein Hochpunkt Gegenstand der Planung ist, bestätigt auch eine Antwort des Berliner Senats von 2026. In einer Übersicht zu Hochhausvorhaben wird „Max-Brunnow-Str. 2/4, Storkower Straße 175“ dem B-Plan 11-192 zugeordnet. Zugleich verweist sie darauf, dass das Vorhaben bereits am 4. Dezember 2023 im Baukollegium behandelt und anschließend in Werkstattgesprächen überarbeitet wurde.

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Die Seitenansicht zeigt den bestehenden dreigeschossigen Gewerbebau an der Storkower Straße 175 im Berliner Ortsteil Fennpfuhl.

Das heutige Gebäude an der Storkower Straße 175 ist deutlich niedriger als die geplante Neubebauung. Wann mit einem Rückbau begonnen werden könnte, ist bislang offen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Aus drei Hochhäusern wurden beim Fennpfuhler Tor zwei

Damals waren für das Quartier rund 560 Wohnungen und 10.000 Quadratmeter Bürofläche vorgesehen. Die Fachleute kritisierten unter anderem Dichte, Verschattung und die Einbindung in die bestehende Großwohnsiedlung.

Nach mehreren Werkstattgesprächen stellten die Projektpartner 2024 eine überarbeitete Fassung vor. Darin sank die Zahl der Hochpunkte von drei auf zwei. Zudem wurde die Bebauung entlang der Storkower Straße weitgehend geschlossen, um den Lärmschutz zu verbessern. Für Teile des Vorhabens entwickelten die Beteiligten außerdem ein Typenhochhaus.

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Storkower Straße 175: Bestehende Gewerbebauten noch in Nutzung

Vor Ort steht weiterhin der flache Gewerbekomplex an der Storkower Straße 175. Mindestens einzelne Gewerbeflächen werden derzeit noch genutzt: Ein Klaviergeschäft führt die Storkower Straße 175 weiterhin als Standort.

Die neuen Vorbescheide sind damit das jüngste konkrete Signal für eine weitere Entwicklung des Areals. Eine Baugenehmigung dokumentiert die September-Veröffentlichung für das Vorhaben jedoch nicht.

Ältere Visualisierung des geplanten Quartiers „Fennpfuhler Tor“ mit drei Hochhäusern und weiteren Gebäuden.

Bauvorhaben am Fennpfuhler Tor: Die Visualisierung zeigt den damaligen Planungsstand mit drei Hochpunkten. / © Visualisierung: MLA+ / Studio M³ Architektur und Urbanismus

Fennpfuhler Tor: Hochhaus Storkower Straße 175
An der Storkower Straße 175 sind neue Wohnbauten geplant. Im Bebauungsplan 11-192 ist in diesem Bereich ein Hochpunkt mit 18 Vollgeschossen vorgesehen; im August 2026 gingen zwei neue Vorbescheide für Wohnungsbau ein.

Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage S19-24926, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, HOWOGE

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3 Kommentare

  1. Killahfrog 29. September 2026 at 13:38 - Reply

    Na Mensch es geht voran! Noch 18 Jahre Planung, 10 Jahre Bauzeit und schwupps…
    Wie funktionierte das nur in Marzahn, Helle Mitte, Halle Neustadt?
    Die ehemalige DDR hätte bei dem Planungsablauf nix geschissen bekommen.
    Wenn es wirklich gewollt wäre…

    • Patrick 29. September 2026 at 18:27 - Reply

      Vom ersten Wettbewerb, bis zur vollständigen Fertigstellung sind beim Fennpfuhl 30 Jahre vergangen. So schlecht liegt das alles noch nicht in der Zeit.

  2. Lmoeis 30. September 2026 at 09:05 - Reply

    So sieht Wohnungsbau aus, im Schneckentempo wird geplant und in Windeseile wird modular hochgezogen für 20 Euro kalt den qm je Wohnfläche. Vielleicht sollte man das Bauen und Planen lieber den Profis überlassen.

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