Der Femina-Palast in Schöneberg soll nach der Signa-Insolvenz zu einem Luxushotel mit Veranstaltungssaal umgebaut werden. Ein neuer Bauantrag liegt vor.

Die Visualisierung zeigt den historischen Ballsaals des einstigen Femina-Tanzpalastes.

Die Rekonstruktion des historischen Ballsaals des einstigen Femina-Tanzpalastes ist Teil des neuen Konzepts für das Luxushotel. / © Visualisierung: Signa Real Estate, Vivion

© Titelbild / Visualisierung: Signa Real Estate

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Der Femina-Palast in Schöneberg soll nach Jahren der Ungewissheit neu genutzt werden. Geplant sind ein Fünf-Sterne-Hotel, Einzelhandelsflächen und ein Veranstaltungssaal. Der Bauantrag liegt dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg vor.

  • Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
  • Adresse: Nürnberger Straße 50 bis 55
  • Neuer Eigentümer: Vivion
  • Geplante Nutzung: Luxushotel, Veranstaltungssaal, Einzelhandel
  • Status: Bauantrag im Genehmigungsverfahren

Der Femina-Palast in der Nürnberger Straße 50 bis 55 gehört zu den bekanntesten historischen Gebäuden in Schöneberg. Der rund 150 Meter lange Bau entstand zwischen 1928 und 1931 nach Plänen von Richard Bielenberg und Josef Moser. Seine klare Fassade mit horizontaler Gliederung und abgerundeten Erkern gilt als Beispiel der Neuen Sachlichkeit. Nach der Signa-Insolvenz und einem Eigentümerwechsel zeichnet sich nun eine neue Nutzung ab.

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Femina-Palast in Schöneberg: Bauantrag für Luxushotel liegt vor

Der neue Eigentümer Vivion plant ein Fünf-Sterne-Hotel mit Einzelhandelsflächen und Veranstaltungssaal. Der Bauantrag wurde nach Angaben des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg im November 2025 eingereicht und befindet sich im Genehmigungsverfahren. Die Untere Denkmalschutzbehörde und die Stadtplanung haben dem Vorhaben demnach grundsätzlich zugestimmt.

Ein Teil der Pläne basiert noch auf früheren Genehmigungen aus der Signa-Zeit. Dazu gehört der historische Veranstaltungssaal, der als Kern des früheren Femina-Palasts gilt. Der neue Eigentümer hat diese Arbeiten bereits abgeschlossen. Bislang ruht die Baustelle aber, weil für die weiteren Schritte eine neue Genehmigung nötig ist.

Der ehemalige Femina-Palast in Schöneberg ist derzeit eine Baustelle.

Der ehemalige Femina-Palast in Schöneberg ist derzeit eine Baustelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Femina-Palast: Vom Tanzpalast zum Hotel Ellington

Der Femina-Palast war Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre ein wichtiger Ort des Berliner Nachtlebens. Der Ballsaal bot technische Besonderheiten wie eine hydraulisch verstellbare Tanzfläche und ein Glasdach, das sich öffnen ließ. Künstlerinnen und Künstler wie Josephine Baker und Louis Armstrong traten dort auf.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Saal schwer beschädigt. Später nutzte die West-Berliner Finanzverwaltung Teile des Gebäudes. Im Erdgeschoss entstand der Jazzclub „Badewanne“. In den 1970er-Jahren wurde der Club „Dschungel“ zu einem bekannten Treffpunkt der West-Berliner Szene. 2007 eröffnete im Gebäude das Hotel Ellington, das 2021 schloss.

Signa-Insolvenz ändert die Pläne für den Femina-Palast

Die Signa-Gruppe wollte den Komplex ursprünglich zu einem gemischten Standort mit Büros, Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungsflächen und Ballsaal umbauen. Dann kam die Insolvenz. Vivion übernahm das denkmalgeschützte Gebäude. Zunächst galt der Ballsaal nicht mehr als Teil der neuen Planung. Nach Angaben des Bezirksamts soll er nun aber wieder zum Konzept gehören.

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Die übrigen Flächen sollen nicht, wie früher geplant, zu Büros werden. Vivion setzt auf Hotelbetrieb und eine hochwertige Nutzung in der City West. Ein Termin für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten ist bislang nicht öffentlich bekannt.

Femina-Palast (Schöneberg)

Quelle: Tagesspiegel, Signa Real Estate, Immobilien Zeitung, Konii, Vivion, Wikipedia

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