In Hamburg-Veddel entstehen mit den „FairWerk Hafenwerkstätten“ neue Gewerbeflächen für Handwerk, Produktion, Logistik und Büro. Das Projekt am Oberwerder Damm setzt auf Holzbau, Photovoltaik und flexible Mieteinheiten.

„FairWerk Hafenwerkstätten“

© Titelbild: Wikimedia Commons, Bernhard Diener, CC BY-SA 4.0

 

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In Hamburg-Veddel entsteht mit den „FairWerk Hafenwerkstätten“ ein neuer Gewerbehof in direkter Hafennähe. Das Projekt am Oberwerder Damm 13–21 soll bis 2027 flexible Flächen für Produktion, Handwerk, Logistik, Dienstleistungen und Büroarbeit schaffen. Der Bauherr investiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag.

  • Bezirk: Hamburg-Mitte
  • Adresse: Oberwerder Damm 13–21, 20539 Hamburg
  • Nutzung: Produktion, Lager, Logistik, Handwerk, Büro
  • Mieteinheiten: rund 20
  • Fertigstellung / Bezug: voraussichtlich Q3 2027

Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard und Bauherrenvertreter Georg Prinz zu Salm-Salm legten nun den Grundstein für den neuen Gewerbehof auf der Peute. In die Hülse kamen eine Tageszeitung, aktuelle Münzen und Baupläne. Für die „FairWerk Hafenwerkstätten“ übernimmt Kroschewski Holzrichter das Projekt- und Fördermittelmanagement.

„FairWerk Hafenwerkstätten“ entstehen in Hamburg-Veddel

Nach Standorten bei Mainz und in Dresden bringt FairWerk sein Konzept nun nach Hamburg. Auf dem Areal am Oberwerder Damm entstehen fünf Baukörper. Sie sollen etwa 20 Mieteinheiten aufnehmen. Die Einheiten richten sich an Betriebe, die innenstadtnahe Hallen-, Lager- und Büroflächen brauchen. Dazu zählen Handwerksbetriebe, Produktionsfirmen, Logistiker, E-Commerce-Anbieter, Dienstleister und technologieorientierte Unternehmen.

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Die Lage zählt zu den wichtigsten Faktoren des Projekts. Der Standort liegt im Industriegebiet Hamburg-Peute, nahe der Norderelbe, der Elbbrücken und der HafenCity. Die Anschlussstellen Veddel und Georgswerder binden das Areal an die A255 an. Über das Autobahndreieck Nordelbe erreichen Betriebe schnell die A1 und A25. Die Bushaltestelle Hovestieg liegt laut Projektseite fußläufig entfernt. Die S- und U-Bahn-Station Elbbrücken ist ebenfalls nah angebunden.

Am Hafen in Hamburg: Holzbau, Photovoltaik und flexible Module

Die „FairWerk Hafenwerkstätten“ entstehen komplett in modularer Holzbauweise. Holz prägt Tragwerk und Fassaden. Alle Einheiten erhalten anfahrbare Erdgeschossflächen mit großen Toren. Ergänzend sieht der Entwurf Galerieebenen vor, damit Betriebe Arbeits-, Aufenthalts- und Bürobereiche trennen können. Die Hallenbereiche erreichen je nach Konstruktion Höhen von rund 6,23 bis 7,33 Metern.

Zur technischen Ausstattung zählen Starkstrom, LED-Grundbeleuchtung, Glasfaseranschluss, Sanitärbereiche und eine Beheizung über Fernwärme. Auf den Dächern sind großflächige Photovoltaikanlagen vorgesehen. Die Dämmung soll unter anderem mit nachhaltigen Materialien wie Zellulose erfolgen.

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„FairWerk Hafenwerkstätten“: Gewerbeflächen ab 120 Quadratmetern

Die Mieteinheiten starten bei etwa 120 Quadratmetern. Größere Module bieten 242, 294 oder 370 Quadratmeter. Damit zielt das Projekt nicht auf Großlogistik, sondern auf kleinere und mittlere Unternehmen, die skalierbare Flächen in Hamburg suchen. Die offizielle Projektseite nennt monatliche Nettomieten ab 2.030 Euro für die kleinste Einheit. Für größere Einheiten liegen die Angaben bei 3.990 Euro, 4.695 Euro und 5.725 Euro zuzüglich Umsatzsteuer und Betriebskosten.

Der Baugrund im Hamburger Hafen stellt das Projekt vor besondere Anforderungen. Kroschewski Holzrichter verweist auf umfangreiche Pfahlgründungen. Nach der Installation der Vollverdrängungsbohrpfähle sollen die Bodenplatten und damit der Hochbau folgen. Die Fertigstellung nennt Kroschewski Holzrichter für Frühjahr 2027, die Vermietungsseite nennt die Bezugsfertigkeit für das dritte Quartal 2027.

Neuer Gewerbehof für Hamburgs Hafenrand

Hamburgs Wirtschaftssenatorin sieht in dem Projekt eine Aufwertung des Areals und verweist auf den Bedarf von Start-ups und Handwerksbetrieben mit Hafenbezug. Der Bauherr betont vor allem die nachhaltige Bauweise, die Solaranlagen und die langfristige Nutzung.

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Damit entstehen in Hamburg neue Gewerbeflächen in einer Lage, die Hafen, Innenstadt, Autobahn und ÖPNV eng verbindet.

 

Quellen: FairWerk Hamburg, Property Magazine, Konii, Deal-Magazin, Kroschewski Holzrichter GmbH

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