Die Fahrradstraße Tietzenweg in Steglitz-Zehlendorf wird weiter ausgebaut. Ab August wird das Kopfsteinpflaster zwischen Gardeschützenweg und Augustastraße geglättet, zudem entsteht ein barrierefreier Knotenpunkt.

Am Priesterweg wurde das Verfahren erstmals in Berlin erprobt: Durch das Abfräsen des Kopfsteinpflasters entstand eine glattere Oberfläche für den Radverkehr. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Wer regelmäßig mit dem Fahrrad auf dem Tietzenweg unterwegs ist, muss sich ab Mitte August auf Einschränkungen einstellen. Gleichzeitig sollen die Bauarbeiten den Fahrkomfort auf einer der wichtigsten Fahrradstraßen im Bezirk dauerhaft verbessern. Der zweite Ausbauabschnitt zwischen Gardeschützenweg und Augustastraße beginnt am 17. August und wird bis Ende des Jahres in mehreren Bauphasen umgesetzt.
Im Mittelpunkt steht erneut ein Verfahren, das in Berlin inzwischen an mehreren Stellen erprobt wurde: Das vorhandene Reihensteinpflaster wird durch sogenanntes Precision Grinding abgefräst. Dadurch entsteht eine deutlich glattere Oberfläche, ohne dass das historische Pflaster vollständig ersetzt werden muss. Ziel ist es, den Charakter der Straße zu erhalten und gleichzeitig das Radfahren komfortabler zu machen.
Ab Mitte August: Kopfsteinpflaster wird abschnittsweise geglättet
Die Fräsarbeiten sind zunächst bis Ende August geplant. Während dieser Zeit wird der jeweilige Bauabschnitt vollständig gesperrt. Zunächst wird der Bereich zwischen Gardeschützenweg und dem Knotenpunkt mit Viktoriastraße und Sophienstraße bearbeitet, anschließend folgt der Abschnitt bis zur Augustastraße.
Das Verfahren kommt in Berlin inzwischen regelmäßig zum Einsatz. Nach einem ersten Pilotprojekt am Priesterweg wurde die Technik unter anderem bereits in der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg sowie in der Corinthstraße in Friedrichshain angewendet. Dort zeigte sich, dass sich die Oberfläche deutlich gleichmäßiger befahren lässt, während zugleich auch Lärmemissionen reduziert werden können. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf will die Arbeiten im Tietzenweg erneut mit technischen Messungen begleiten. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, das Verfahren weiter zu bewerten und technische Standards für künftige Projekte zu definieren.

Neue Schilder weisen den Tietzenweg künftig durchgängig als Fahrradstraße aus. Die Beschilderung wird parallel zu den Bauarbeiten eingerichtet. / © Foto: depositphotos.com
Tietzenweg: Barrierefreier Umbau des Knotenpunkts folgt im Herbst
Ab Oktober beginnt der zweite Teil der Maßnahme. Bis voraussichtlich Dezember wird der Knotenpunkt Tietzenweg, Sophienstraße und Viktoriastraße barrierefrei umgebaut. Vorgesehen sind Gehwegvorstreckungen, die die Querungen für Fußgänger verkürzen und die Übersichtlichkeit an der Kreuzung verbessern sollen.
Im unmittelbaren Kreuzungsbereich wird zudem Asphalt eingebaut. Damit können Höhenunterschiede ausgeglichen und gleichzeitig die Geräuschentwicklung beim Überfahren der Fläche reduziert werden. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise rund um den Knotenpunkt.
Parallel richtet der Bezirk zwischen Gardeschützenweg und Augustastraße die Beschilderung der Fahrradstraße ein. Diese Arbeiten werden als Wanderbaustelle ausgeführt und sollen den fließenden Verkehr nicht beeinträchtigen. Für den Fußverkehr sind während der gesamten Bauzeit nach Angaben des Bezirks keine Einschränkungen vorgesehen.
Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Der Deutsche Fahrradpreis, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
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2 Kommentare
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Jetzt müsste man nur noch den motorisierten Durchgangsverkehr effektiv aussperren (oder Autofahrer endlich richtig sensibilisieren was eine fahrradstrasse ist) und dann macht das auch richtig Spaß. Ich hoffe die Vorfahrtsregelung und mögliche Ampeln werden zur Abwechslung mal zugunsten des Radverkehrs ausgerichtet, auf der handlery/prinzregentenstr hat das schon mal nicht geklappt.
Fahrradstrasse?
Barrierefreiheit erst später.
Behinderte und häusliche Pflegeprrsonen und Rettungsfahrzeuge ins Lastenfahrrad.
Staatlicher grober Unfug.