Am Nordhafen nähert sich eines der markantesten Bürohochhäuser der Europacity seinem Abschluss. Beim „Upbeat Berlin“ ist die Fassade nahezu fertiggestellt, Baukräne sind verschwunden und nun rückt der Innenausbau in den Mittelpunkt, damit das Gebäude planmäßig im zweiten Quartal 2026 bezugsfertig wird.

Die Außenfassade des „Upbeat Berlin“ in Moabit ist nahezu fertiggestellt, an der Spitze des Gebäudes ist bereits in hellblauer Schrift „DKB“ zu lesen, da die DKB als Hauptmieter die Büroräume angemietet hat. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Am Nordhafen in Berlin-Moabit zeigt sich ein deutlicher Baufortschritt. Das Bürohochhaus „Upbeat Berlin“ ist nicht mehr eingerüstet, die Außenfassade ist weitgehend fertiggestellt und prägt inzwischen sichtbar den nördlichen Eingang der Europacity. Auch die Baukräne wurden bereits zurückgebaut und die äußere Hülle des Gebäudes gilt als nahezu abgeschlossen.
Während auf der Baustelle im Herbst 2025 noch Fassadenarbeiten dominierten, verlagert sich der Schwerpunkt nun ins Innere. Der Bau befindet sich damit in einer Phase, die für den weiteren Zeitplan entscheidend ist. Denn damit das Hochhaus wie vorgesehen im zweiten Quartal 2026 fertiggestellt werden kann, muss der Innenausbau in den kommenden Monaten zügig voranschreiten.
Architekturwettbewerb entschieden: Kleihues + Kleihues entwerfen Hochhaus an der Heidestraße
Das „Upbeat Berlin“ wurde von Kleihues + Kleihues entworfen und geht auf einen international besetzten Architekturwettbewerb zurück. Der Baukörper staffelt sich in drei Teile mit fünf, elf und 19 Geschossen. Der höchste Punkt erreicht rund 82 Meter. Insgesamt entstehen etwa 34.850 Quadratmeter Mietfläche.
Als Solitärgebäude ist das Hochhaus bewusst so positioniert, dass es den nördlichen Auftakt der Europacity markiert. Drei geschwungene, sternförmig angeordnete Volumina prägen die Silhouette und schaffen zugleich differenzierte Außenräume rund um das Gebäude. Vorplätze zur Heidestraße und zur Perleberger Straße stellen Bezüge zum Nordhafen her.
Vollvermietet vor Baubeginn: DKB bezieht neuen Standort im „Upbeat Berlin“
Bereits vor dem Start der Bauarbeiten stand fest, wer das Gebäude künftig nutzen wird. Exklusiver Mieter ist die Deutsche Kreditbank AG, die hier einen neuen Standort bezieht. Damit war das Projekt schon vor Baubeginn vollständig vermietet, ein Umstand, der dem Vorhaben Planungssicherheit verschaffte.
Die flexiblen Grundrisse ermöglichen unterschiedliche Büroformen, von klassischen Einzelbüros bis hin zu offenen Arbeitslandschaften. Hinzu kommen Sondergeschosse, in denen unter anderem ein Konferenzzentrum und eine Kantine vorgesehen sind. Auf den Etagen fünf und elf entstehen zudem große Dachterrassen mit Blick über die Europacity und das Hafenbecken.
800-Quadratmeter-Lobby und Ladeinfrastruktur: „Upbeat“ setzt auf Mobilität
Ein prägendes Element des Gebäudes ist die rund 800 Quadratmeter große Lobby im Erdgeschoss. Dort sind Aufenthaltsbereiche sowie ein öffentlich zugängliches Restaurant geplant. Der Sockel soll das Gebäude stärker in den Stadtraum einbinden und es nicht ausschließlich als abgeschlossenen Bürostandort wirken lassen.
Auch die verkehrliche Erschließung ist zentraler Bestandteil der Planung. In der Tiefgarage entstehen 132 Pkw-Stellplätze, alle mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ergänzt werden diese durch rund 300 Fahrradstellplätze. Durch die Lage an der Heidestraße und die Nähe zum Berliner Hauptbahnhof ist das Gebäude sowohl für den Individualverkehr als auch für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr gut angebunden.
Innenausbau läuft: Bezugsfertigkeit des „Upbeat Berlin“ für 2026 geplant
Mit dem Abschluss der Fassadenarbeiten beginnt nun die entscheidende Etappe. Technische Installationen, Ausbau der Büroflächen und die Ausstattung der Gemeinschaftsbereiche bestimmen die kommenden Monate. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt maßgeblich vom reibungslosen Fortschritt dieser Arbeiten ab.
Nach aktueller Planung soll das „Upbeat Berlin“ spätestens im zweiten Quartal 2026 bezugsfertig sein. Dann würde das Hochhaus einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Europacity markieren, sichtbar vollendet und bereit für den Übergang vom Bauprojekt zum genutzten Stadtbaustein.
Quellen: CA Immo, BEOS AG, Berliner Woche, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, Berliner Immobilienmanagement GmbH, Deutsches Architektur Forum, Architektur Urbanistik Berlin
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.







Vielleicht liegt es nur an den vorteilhaften Aufnahmen, aber das Gebäude wirkt, trotz der üblichen, einfallslosen Rasterfassade, durchaus recht elegant und souverän. Damit hebt es sich zumindest positiv von allen anderen Gebäuden in dieser trostlosen „Eropacity“ ab!
(Welch ein Euphemismus ist dieser Marketing -Name eigentlich! Als wolle man mit den banalen Berliner Betonklötzen absichtlich die verkrustete Brüsseler EU-Bürokratie assoziieren..)