In Mahlsdorf ist die 14. Schule offiziell eröffnet worden. Der Neubau gilt als erstes Berliner Beispiel für eine Holzmodulschule im Compartmentprinzip und soll den wachsenden Bedarf an Schulplätzen im Bezirk decken. Die Anlage zeigt, wie Berlin künftig schneller und nachhaltiger bauen möchte.

Gruppenfoto, offizielle Eröffnung der HOCOMP Schule in Mahlsdorf

Am 24. November wurde Berlins erste HOCOMP-Schule feierlich eröffnet. / © Foto: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

© Fotos: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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An der Landsberger Straße in Mahlsdorf ist am 24. November 2025 ein wichtiger Baustein der Berliner Schulbauoffensive eröffnet worden. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bezirk und Senat begleiteten die Einweihung der 14. Schule, die als Gemeinschaftsschule insgesamt 625 Plätze von der ersten bis zur zehnten Klasse bietet. Mittelfristig soll der Standort um eine gymnasiale Oberstufe ergänzt werden.

Mahlsdorf gehört zu den am stärksten wachsenden Ortsteilen im Bezirk. Der hohe Zuzug junger Familien erhöht seit Jahren den Druck auf die Bildungsinfrastruktur. Die neue Schule soll diese Entwicklung abfedern und umliegende Standorte entlasten.

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Neue Schule in Mahlsdorf eröffnet: Holzmodulbauweise verkürzt Bauzeit

Der viergeschossige Neubau ist der erste seiner Art im Bezirk, der in serieller Holzmodulbauweise errichtet wurde. Die einzelnen Raummodule wurden in Berlin-Köpenick vorgefertigt und bereits mit Fenstern, Türen und Haustechnik ausgestattet. Auf der Baustelle erfolgte anschließend hauptsächlich das Zusammenfügen der Module. Nach Angaben der Senatsverwaltung ließ sich die Bauzeit so auf 13 Monate reduzieren.

Die verwendeten Holzelemente sollen zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Das Gebäude verfügt zudem über ein großflächiges Gründach, das Regenwasser speichert und die Wärmeisolierung unterstützt. Dieses Prinzip gilt als Teil der ökologischen Zielsetzung des Projekts.

„HOCOMP“-Schule an der Landsberger Straße: Offenes Raumkonzept für flexible Lernformen

Das pädagogische Konzept orientiert sich am Compartmentsystem der Berliner Lern- und Teamhäuser. Jede Einheit gruppiert mehrere Unterrichtsbereiche um eine offene Mitte, die gemeinschaftliche Aktivitäten ermöglichen soll. Die Schule ist barrierefrei zugänglich und auf Ganztagsbetrieb ausgelegt. Laut Senat biete diese Struktur gute Voraussetzungen für inklusives Lernen.

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Politische Vertreterinnen und Vertreter betonten während der Eröffnung die Bedeutung des Projekts. Die Bildungssenatorin ordnete die Schule als wichtigen Beitrag zu einer modernen Lernumgebung ein. Der Staatssekretär für Schulbau verwies auf die beschleunigten Planungsprozesse, die mit der Holzmodulbauweise verbunden seien. Auch aus der Perspektive des Bezirks wird das Projekt als Bereicherung für Mahlsdorf beschrieben.

Berlins erste Schule in serieller Holzmodulbauweise ist eröffnet: Einfluss auf weitere Schulbauvorhaben

Der Neubau gilt als Pilotprojekt innerhalb des Programms „HOCOMP“. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen für weitere Schulen in Berlin genutzt werden. Einige Herausforderungen der Holzbauweise werden zwar benannt, darunter die Verfügbarkeit des Materials, dennoch sieht die Senatsverwaltung in diesem Ansatz Potenzial für schnellere Realisierungen.

Bereits im Sommer wurde der Grundstein für eine weitere HOCOMP-Schule in der Bruno-Baum-Straße gelegt, die bis 2028 entstehen soll. Insgesamt könnten bis zu zehn Schulen dieser Bauart in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet dies eine deutliche Erweiterung der schulischen Infrastruktur, die langfristig die Entwicklung des Bezirks prägen dürfte.

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Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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