Berlin soll ab 2027 Teil eines der ambitioniertesten Sportprojekte werden. Die nordamerikanische Basketballliga NBA plant eine eigene Europaliga – potenziell mit der Hauptstadt als einem ihrer zentralen Standorte.

Die geplante NBA-Europaliga könnte Berlins Rolle als internationale Sportmetropole weiter stärken und neue wirtschaftliche Impulse setzen. / © Foto: Wikimedia Commons, Gobierno CDMX, Flickr, CC0 1.0
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Die nordamerikanische Basketballliga NBA will ihre Präsenz in Europa deutlich ausbauen. Ab Oktober 2027 soll eine eigene NBA-Europaliga an den Start gehen, wie George Aivazoglou, Geschäftsführer von NBA Europe mitteilte. Dafür seien bereits zwölf Städte als feste Standorte vorgesehen, darunter auch Berlin.
Neben der Hauptstadt ist München als zweiter deutscher Austragungsort im Gespräch. Weitere Standorte sollen unter anderem Paris, Lyon, London, Manchester, Athen, Rom, Mailand, Madrid, Barcelona und Istanbul sein. Mit der neuen Liga möchte die NBA ein neues Kapitel des internationalen Profibasketballs eröffnen.
NBA-Europaliga: Zwölf feste Clubs und vier Qualifikationsplätze
Laut Aivazoglou steht noch nicht fest, welche Vereine konkret an den Start gehen werden. Ob deutsche BBL-Clubs wie Alba Berlin oder der FC Bayern München Teil der neuen Liga sein könnten, werde sich erst in den kommenden Jahren entscheiden. Fest steht jedoch, dass neben den zwölf gesetzten Clubs vier weitere Mannschaften, die Möglichkeit erhalten sollen, sich für die NBA-Europaliga zu qualifizieren. Dies soll über Wettbewerbe wie die FIBA Basketball Champions League oder die nationalen Ligen geschehen.
NBA-Commissioner Adam Silver bezeichnete den geplanten Starttermin 2027 als ambitioniert, aber realistisch. So soll der europäische Basketball langfristig professionalisiert und die Verbindung zur nordamerikanischen Liga gestärkt werden. Als neues Turnierformat, bei dem Teams aus der NBA-Europaliga gegen Mannschaften aus der NBA antreten könnten, ist bereits in Planung.
Umbau Olympiastadion: Berlin rüstete sich bereits für amerikanischen Football
Mit der geplanten NBA-Europaliga rückt Berlin einmal mehr in den Fokus internationaler Sportverbände. Erst Anfang November wurde die Stadt Austragungsort eines regulären NFL-Spiels. In dem Zuge wurde das Olympiastadion in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert, um den Anforderungen der amerikanischen Footballliga zu entsprechen.
Als Teil der Umbaumaßnahmen wurden insbesondere die Kabinenbereiche erweitert, da NFL-Teams deutlich größere Spielerkader haben als Fußballmannschaften. Die Umkleideräume bieten nun Platz für 56 Personen, im Vergleich zu rund 23 Plätzen beim Fußballbetrieb. Neben den Kabinen wurden auch sanitäre Einrichtungen und Zugänge angepasst, um die Nutzung für amerikanischen Profisport zu ermöglichen.
NBA und NFL: Berlin etabliert sich als europäische Sportmetropole
Die Modernisierung des Olympiastadions unterstreicht Berlins Ambitionen, sich als dauerhafter Austragungsort internationaler Sportveranstaltungen zu positionieren. Nach München und Frankfurt am Main ist die Hauptstadt nun der dritte deutsche Standort für reguläre NFL-Partien.
Von der NFL bis zur möglichen NBA-Europaliga wächst die Hauptstadt immer stärker in die Rolle eines globalen Austragungsortes hinein. Schon im Januar 2026 gibt Berlin einen Vorgeschmack auf die NBA-Europaliga, wenn die Memphis Grizzlies und die Orlando Magic in der Uber-Arena aufeinandertreffen.
Quellen: rbb Berlin, NBA, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Der Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, NFL, Olympiastadion Berlin GmbH
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