Die geplante Sanierung des denkmalgeschützten Primo-Levi-Gymnasiums in Berlin-Weißensee wirft weiterhin viele organisatorische Fragen auf. Nun hat das Bezirksamt Pankow den aktuellen Stand präzisiert und betont, dass ein Umzug der Schulgemeinschaft erst nach Fertigstellung eines Ersatzneubaus erfolgen wird. Ein kurzfristiger Standortwechsel ist demnach nicht vorgesehen.

Das Primo-Levi-Gymnasium besteht in seiner heutigen Form seit 2007 und ist auf zwei denkmalgeschützte Schulgebäude aus den Jahren 1910 und 1927 in Berlin-Weißensee verteilt. Nach der Sanierung soll der historische Standort an der Pistoriusstraße langfristig als eigenständige Grundschule für den wachsenden Stadtteil weitergeführt werden. Währenddessen soll der Neubau an der Woelkpromenade weitere Klassenzimmer und Verwaltungsräume aufnehmen. / © Foto: Wikimedia Common, Angela Monika Arnold, Berlin, s, CC BY 3.0
© Foto: Wikimedia Commons, Angela Monika Arnold, Berlin, CC BY 3.0
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Sinuhe20, CC BY-SA 3.0
Das Bezirksamt Pankow hat den zeitlichen Rahmen für die geplante Sanierung des Primo-Levi-Gymnasiums in Berlin-Weißensee konkretisiert. Demnach ist ein Umzug der Schulgemeinschaft nicht kurzfristig geplant. Vielmehr sei die Fertigstellung eines Ersatzneubaus zwingende Voraussetzung, bevor mit der eigentlichen Sanierung des historischen Schulgebäudes begonnen werden könne.
Ziel der Klarstellung ist es, den Ablauf der Maßnahme einzuordnen und Planungssicherheit zu schaffen. Der reguläre Unterrichtsbetrieb am bestehenden Standort soll bis auf Weiteres ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Eine vorzeitige Auslagerung der Schülerinnen und Schüler ist nicht vorgesehen.
86 Millionen Euro für Denkmalsanierung: Zeitplan des Primo-Levi-Gymnasiums weiter offen
Die Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes ist im Investitionsprogramm des Landes Berlin für die Jahre 2024 bis 2028 verankert. Dafür sind rund 86 Millionen Euro eingeplant. Einen konkreten Termin für den Abschluss der Arbeiten gibt es derzeit jedoch nicht. Der zeitliche Verlauf hängt maßgeblich vom Fortschritt des Ersatzneubaus ab.
Ausgeschlossen ist eine Sanierung im laufenden Schulbetrieb. Nach Angaben des Bezirks sprechen sowohl denkmalpflegerische Vorgaben als auch sicherheitsrelevante Aspekte dagegen. Erst nach vollständiger Räumung des Gebäudes könne mit den Arbeiten begonnen werden.
Ersatzneubau als Übergangslösung: Umzug des Primo-Levi-Gymnasiums erst nach Fertigstellung
Der geplante Ersatzneubau soll während der Sanierungsphase als Ausweichstandort dienen. Erst nach dessen Fertigstellung soll die gesamte Schulgemeinschaft dorthin umziehen. Da für den Neubau bislang kein verbindlicher Fertigstellungstermin vorliegt, ist auch der Zeitpunkt eines Umzugs offen.
Nach bisherigen Planungen soll die HOWOGE das Projekt umsetzen. Der Neubau ist ausschließlich als temporäre Lösung gedacht und schafft keine zusätzlichen Schulplätze. Sein Zweck besteht allein darin, die denkmalgerechte Sanierung des Bestandsgebäudes zu ermöglichen.
Beliebtes Gymnasium in Weißensee: Langjährige Planung für Sanierung ohne festen Baubeginn
Das Primo-Levi-Gymnasium gehört seit Jahren zu den stark nachgefragten Gymnasien der Hauptstadt. Der Standort verteilt sich auf denkmalgeschützte Gebäude aus den Jahren 1910 und 1927. Rund 1.100 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Schule.
Die Vorbereitungen für die Sanierung laufen bereits seit mehreren Jahren. Dazu gehörten unter anderem Grundstücksankäufe für den Ersatzneubau. Trotz dieses langen Planungshorizonts bleibt der Beginn der eigentlichen Bauarbeiten offen.
Perspektive nach der Sanierung: Grundschule am Altstandort und stabiler Schulbetrieb in Weißensee
Nach Abschluss der Sanierung soll der historische Standort neu genutzt werden. Vorgesehen ist, dort langfristig eine eigenständige Grundschule einzurichten. Das Primo-Levi-Gymnasium selbst soll nach der Rückkehr aus dem Ersatzneubau weiterhin als Gymnasium betrieben werden, mit einer Kapazität von bis zu rund 1.100 Schülerinnen und Schülern.
Das Bezirksamt betont, dass es sich um ein langfristiges Infrastrukturprojekt handelt. Der aktuelle Stand bedeutet vor allem eines: Der Schulbetrieb bleibt stabil, während die notwendigen Voraussetzungen für eine denkmalgerechte Sanierung Schritt für Schritt geschaffen werden.
Quellen: Bezirksamt Pankow, HOWOGE, Tagesspiegel
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